Albert Adolf Heinemann (* 15. Dezember 1938 in Celle; † 9. November 2023) war ein deutscher Jurist und Politiker der CDU. Er war als Rechtsanwalt und Notar in Celle tätig und gehörte von 1990 bis 2003 dem Niedersächsischen Landtag an. Dort war er unter anderem Vorsitzender des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen sowie des 13. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Leben und Beruf

Albert Adolf Heinemann wurde am 15. Dezember 1938 in Celle geboren und wuchs in Wienhausen auf. Er besuchte zunächst die Volksschule in Wienhausen und anschließend das Gymnasium Ernestinum Celle. Danach studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Kiel und an der Universität Wien. Das erste juristische Staatsexamen legte er am Oberlandesgericht Schleswig ab, das zweite beim Niedersächsischen Justizministerium.Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 149.

Nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung ließ sich Heinemann als Rechtsanwalt in Celle nieder. Er war außerdem als Notar tätig. Die Celler Kanzlei Frisius & Partner nennt Heinemann als einen der Rechtsanwälte, unter deren Federführung die Sozietät in den 1980er und 1990er Jahren weiterentwickelt wurde.Frisius & Partner: Geschichte der Kanzlei, abgerufen am 11. August 2026. Nach Angaben aus seinem persönlichen Umfeld übte Heinemann das Notaramt bis zur Vollendung seines 70. Lebensjahres aus.Zeitzeugenangabe; für die Veröffentlichung in Wikipedia ist hierfür noch ein veröffentlichter Beleg zu ergänzen.

Heinemann war Mitglied der Alten Königsberger Burschenschaft Alemannia zu Kiel.Friedrich Vohl (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle 1991, S. 163.

Politische Tätigkeit

Heinemann trat 1968 der CDU bei.

Auf kommunaler Ebene war er in Wienhausen und der Samtgemeinde Flotwedel tätig. Von 1986 bis 1996 war er Ratsherr in Wienhausen und Mitglied des Samtgemeinderates Flotwedel.

Von 1992 bis 1998 war Heinemann Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Celle-Stadt. Die historische Übersicht der Konrad-Adenauer-Stiftung führt ihn für diesen Zeitraum als Kreisvorsitzenden; 1998 folgte ihm Rainer Prokop im Amt.Konrad-Adenauer-Stiftung: CDU-Kreisverbände, Übersicht der Kreisvorsitzenden, Celle bzw. Celle-Stadt.

Niedersächsischer Landtag

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 1990 zog Heinemann für die CDU in den Niedersächsischen Landtag ein. Er gehörte dem Parlament von 1990 bis 2003 an. In der 14. Wahlperiode ist er als CDU-Abgeordneter des Wahlkreises 58 – Celle-Land verzeichnet.Niedersächsischer Landtag: Drucksache 14/40, 14. Wahlperiode.

Während seiner parlamentarischen Tätigkeit war Heinemann unter anderem Mitglied des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen, des Unterausschusses „Strafvollzug“ und des Geschäftsordnungsausschusses. In der 13. und 14. Wahlperiode war er Vorsitzender des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen.Niedersächsischer Landtag: Gedenken an den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Albert Heinemann, 10. November 2023.

In der 12. Wahlperiode übernahm Heinemann den Vorsitz des 13. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Niedersächsischen Landtages.

Untersuchungsausschuss zur Justizvollzugsanstalt Celle

Der 13. Parlamentarische Untersuchungsausschuss befasste sich mit dem Sicherheitskonzept der Justizvollzugsanstalt Celle. Die Untersuchung stand im Zusammenhang mit Fragen zur Sicherheit der Justizvollzugsanstalt und zur Entwicklung des Strafvollzugs in Niedersachsen.

Heinemann leitete als Ausschussvorsitzender die Beratungen und stellte den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses im Niedersächsischen Landtag vor.Niedersächsischer Landtag: Stenografischer Bericht der 75. Sitzung der 12. Wahlperiode, Abschlussbericht des 13. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Familie

Albert Adolf Heinemann war mit Barbara Pählicke (* 9. Februar 1945; † 29. Juni 2016) verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Mathias Albert Heinemann und Franziska Heinemann.

Heinemann war der Sohn des gleichnamigen Bürgermeisters von Wienhausen und Ortschronisten Albert Heinemann. Dieser veröffentlichte 1985 die Schrift Wienhausen. Erinnerungen eines Bürgermeisters.

Tod

Albert Adolf Heinemann starb am 9. November 2023 im Alter von 84 Jahren. Der Niedersächsische Landtag gedachte seiner in seiner Sitzung am 10. November 2023. Dabei wurden insbesondere seine langjährige parlamentarische Tätigkeit und seine Arbeit in den Ausschüssen gewürdigt.

Literatur

Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 149. Friedrich Vohl (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle 1991.

Einzelnachweise

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