Der Ferrari F93A war ein Formel-1-Rennwagen, den die Scuderia Ferrari 1993 in der Formel-1-Weltmeisterschaft einsetzte.

Technik und Erfolge mini|links|Ferrari-Zwölfzylinder Tipo 041 mini|links|Ferrari F93ATechnische Basis-Informationen Der F93A wurde vom damaligen Technischen Direktor John Barnard und dem Chefdesigner Jean-Claude Migeot entworfen; er erwies sich als Fehlkonstruktion. Die Radaufhängung und das Chassis waren während der gesamten Saison die Schwachstelle am Fahrzeug. Obwohl die Radaufhängung ständig weiterentwickelt wurde, änderte sich am schlechten Fahrverhalten des Wagens wenig. Bei den ersten Testfahrten in Estoril war der F93A um fünf Sekunden pro Runde langsamer als die schnellsten Konkurrenten. Die beiden Fahrwerkstechniker Ian Poccock und Luca Baldisserri mussten den Wagen noch vor dem Beginn der Saison völlig überarbeiten.

Der F93A gab sein Renndebüt beim Großen Preis von Südafrika mit Gerhard Berger und Jean Alesi am Steuer. Die Saison war geprägt von vielen Defekten und Unfällen, ausgelöst durch Probleme mit dem Fahrwerk. Das beste Ergebnis des F93A war der zweite Platz von Alesi beim Großen Preis von Italien hinter Damon Hill im Williams FW15C. Alesi wurde in der Endwertung der Weltmeisterschaft der Fahrer Sechster, Gerhard Berger Achter. Im Konstrukteurspokal wurde die Scuderia Vierter.

Lackierung und Sponsoring Der F93A war überwiegend in klassischem Rosso Corsa lackiert. Ein für Ferrari untypischer waagerechter weißer Streifen „teilte“ das Rot. Größter Sponsor war der Tabakkonzern Philip Morris International, der mit seiner Zigarettenmarke Marlboro auf dem Heckflügel und seitlich auf der Motorabdeckung warb. Das zu dieser Zeit beginnende Tabakwerbeverbot in der F1 zwang die Teams, bei einigen Rennen in Ländern, in denen das Verbot schon griff, auf teilweise recht kreative Änderungen der bestehenden Aufschriften auszuweichen.

Weitere größere Geldgeber waren der Unterhaltungselektronikhersteller Pioneer und das Mineralölunternehmen Agip.

Fahrer Jean Alesi war weiterhin Stammfahrer der Scuderia Ferrari. Gerhard Berger, welcher nach drei Jahren in Diensten von McLaren zu Ferrari zurückkehrte, ersetzte den glücklosen Ivan Capelli. Der Italiener Nicola Larini wurde als Testfahrer eingesetzt.

Ergebnisse Fahrer Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Punkte Rang Formel-1-Saison 1993 28 4. 27 DNF 8 DNF DNF DNF 3 DNF DNF 9 7 DNF DNF 2 4 DNF 4 28 6* DNF DNF DNF 6 14* 4 14 DNF 6 3 10* DNF DNF DNF 5

Galerie

Literatur David Hodges: Rennwagen von A bis Z nach 1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-613-01477-7.

Weblinks

YouTube Ferrari F93A F1 ex Jean Alesi Testfahrten mit dem ehemaligen F93A von Alesi in Spa Francorchamps YouTube 1993 Rd04 Imola - Ferrari F93A - J. Alesi - 1:25.516 Onboard-Runde

Einzelnachweise

Kategorie:Rennwagen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1993 F0093A Kategorie:Historischer Rennwagen