rahmenlos|rechts|klasse=skin-invert-image mini|Kvitová in Wimbledon mit dem Venus Rosewater Dish (2. Juli 2011) Petra Kvitová (* 8. März 1990 in Bílovec, Tschechoslowakei) ist eine ehemalige tschechische Tennisspielerin. Sie gewann 2011 und 2014 das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon sowie zwischen 2011 und 2018 mit der tschechischen Fed-Cup-Mannschaft sechsmal den Fed Cup.

Karriere Ihren ersten größeren Sieg konnte Kvitová beim Cellular South Cup 2008 feiern, als sie die topgesetzte Venus Williams bezwang. Bei den French Open, bei denen sie 2008 erstmals in der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers stand, erreichte sie auf Anhieb das Achtelfinale. Auf dem Weg dorthin besiegte sie Akiko Morigami, Samantha Stosur und in der dritten Runde die an Nummer 12 gesetzte Ágnes Szávay.

Bei den US Open besiegte sie 2009 die topgesetzte Dinara Safina und erreichte damit erneut das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, das sie gegen Yanina Wickmayer verlor.

2011 gewann Kvitová das Turnier in Madrid. Sie besiegte im Endspiel Wiktoryja Asaranka mit 7:63, 6:4 und stand damit erstmals in den Top Ten. Beim Rasenturnier in Eastbourne erreichte sie am 18. Juni gegen Daniela Hantuchová, die im zweiten Satz aufgeben musste, ebenfalls das Finale, das sie gegen Marion Bartoli in drei Sätzen verlor. Am 2. Juli gelang ihr der bis dahin größte Erfolg; gleich bei ihrem ersten Finaleinzug in Wimbledon konnte sie sich mit einem Sieg über die frühere Titelträgerin Marija Scharapowa ihren ersten Grand-Slam-Titel sichern. Damit wurde sie Ehrenmitglied im All England Lawn Tennis and Croquet Club. Ein weiterer bedeutender Turniersieg gelang Kvitová im Oktober 2011 bei den WTA Tour Championships in Istanbul, als sie dort alle fünf Begegnungen gewann. Im Finale besiegte sie Wiktoryja Asaranka mit 7:5, 4:6, 6:3. Der Titel brachte ihr mit Rang 2 ihre bis dahin beste Platzierung in der WTA-Weltrangliste.

Kvitová war auch maßgeblich am 3:2-Sieg des tschechischen Fed-Cup-Teams im November 2011 in Moskau im Endspiel gegen Russland beteiligt. Für Tschechien gewann Kvitová Anfang 2012 zusammen mit Tomáš Berdych auch den Hopman Cup durch einen 2:0-Endspielsieg über Frankreich. Auch an Tschechiens Erfolg im Fed Cup (3:1 gegen Serbien) im November 2012 in Prag war sie beteiligt, wobei sie nur eines ihrer beiden Einzel gewann.

Mit einem 6:3, 6:0-Endspielsieg über Eugenie Bouchard gewann Kvitová 2014 zum zweiten Mal den Titel in Wimbledon.

Ihren Saisonstart 2016 hatte sie bei den Shenzhen Open in der ersten Runde gegen Zheng Saisai. Sie musste dieses Match aber wegen einer Magen-Darm-Erkrankung nach dem verlorenen ersten Satz aufgeben. Diese Erkrankung war auch der Grund für den Rückzug vom Turnier in Sydney. Bei den Australian Open 2016 schied sie bereits in der zweiten Runde gegen Darja Gawrilowa mit 4:6 und 4:6 aus. Nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte gewann sie im August die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Am Saisonende gelangen ihr noch zwei Turniersiege in Wuhan und Zhuhai und der erneute Sieg im Fed Cup mit Tschechien.

Während ihrer Vorbereitung auf die Saison 2017 erlitt sie im Dezember 2016 einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß, der sie zum Verzicht auf die Teilnahme am Hopman Cup zwang.

Am 20. Dezember 2016 wurde sie Opfer einer Messerattacke eines Einbrechers, bei der sie an ihrer linken Schlaghand verletzt wurde und sechs Monate lang pausieren musste. Sie war in ihrer Wohnung in Prostějov überfallen und mit einem Messer verletzt worden. Sie erlitt Schnittverletzungen an den Fingern, den Bändern und Sehnen an ihrer linken Schlaghand, außerdem wurden zwei Nerven verletzt. Sie musste sich einer knapp vierstündigen Operation unterziehen und durfte die Hand sechs Monate lang nicht belasten. Nachdem die Polizei die Ermittlungen in diesem Fall im November eingestellt hatte, wurden sie nach einem im Januar 2018 eingegangenen Hinweis wieder aufgenommen und der mutmaßliche Angreifer daraufhin im Mai gefasst.

Bei den French Open 2017 kehrte Kvitová auf die Tour zurück, unterlag aber bereits in ihrem Zweitrundenmatch Bethanie Mattek-Sands mit 6:75 und 6:75. In Birmingham, dem zweiten Turnier nach ihrer Rückkehr auf die Tour, erreichte Kvitová das Finale und konnte in drei Sätzen gegen Ashleigh Barty gewinnen. Dies war ihr 20. Turniersieg insgesamt und der erste seit Zhuhai in der Saison 2016. In Wimbledon unterlag sie in der zweiten Runde Madison Brengle mit 3:6, 6:1 und 2:6. Bei den US Open erreichte sie erstmals seit 2015 wieder das Viertelfinale eines Grand Slams, in dem sie an Venus Williams mit 3:6, 6:3, 6:7 scheiterte. Da sie sich nicht für eines der Jahresendturniere qualifizieren konnte, beendete sie das Jahr auf der Weltranglistenposition 29.

Nach frühen Niederlagen in Sydney und bei den Australian Open erreichte Kvitová 2018 schließlich das Finale in St. Petersburg, das sie gegen Kristina Mladenovic gewann. Beim darauffolgenden Turnier in Doha besiegte Kvitová auf dem Weg zum Titel vier Top-Ten-Spielerinnen. Nach einem weiteren Sieg in Indian Wells konnte sie so 14 Spiele in Folge gewinnen. Im Mai und Juni folgten weitere Titelgewinne bei den Turnieren in Prag, Madrid und Birmingham.

2019 unterlag sie bei den Australian Open im Finale Naomi Ōsaka mit 6:7, 7:5 und 4:6, nachdem sie im vorherigen Turnierverlauf keinen Satz abgegeben hatte. Dadurch verpasste sie knapp die erstmalige Führung in der Weltrangliste, verbesserte sich aber erneut auf Position zwei.

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2020 war sie, gemeinsam mit dem Basketballspieler Tomáš Satoranský, die Fahnenträgerin der tschechischen Delegation.

Ende Februar 2025 wird Petra Kvitová nach einer 15-monatigen Babypause bei den ATX Open in Austin auf die WTA-Tour zurückkehren. Am 7. Juli 2024 hat sie einen Jungen zur Welt gebracht.

Am 19. Juni 2025 gab sie die Absicht bekannt, ihre Karriere nach den US Open 2025 zu beenden. Ihr letztes Match spielte sie am 25. August 2025., abgerufen am 2. Mai 2026

Am 30. März 2026 gebar sie Zwillinge.Merkur: Wimbledonlegende Petra Kvitová teilt erstes Foto ihrer neugeborenen Zwillinge

Turniersiege Einzel Nr.DatumTurnierKategorieBelagFinalgegnerinErgebnis 1. 1. Oktober 2006 ITF $10.000 Sand Dorottya Magas 6:1, 6.4 2. 17. Dezember 2006 ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Radana Holusová 6:3, 6:4 3. 21. Januar 2007 ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Anne Schäfer 6:1, 6:0 4. 18. Februar 2007 ITF $25.000 Teppich (Halle) 7:5, 7:62 5. 9. Dezember 2007 ITF $25.000 Hartplatz (Halle) 7:5, 6:3 6. 16. Dezember 2007 ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Ivana Lisjak 6:4, 6:0 7. 13. April 2008 ITF $75.000 Hartplatz Yanina Wickmayer 2:6, 6:4, 7:5 8. 16. Januar 2009 WTA International Hartplatz 7:5, 6.1 9. 8. Januar 2011 WTA International Hartplatz 6:1, 6:3 10. 13. Februar 2011 WTA Premier Hartplatz (Halle) 6:4, 6:3 11. 8. Mai 2011 (1) WTA Premier Mandatory Sand 7:63, 6:4 12. 2. Juli 2011 (1) Grand Slam Rasen 6:3, 6:4 13. 16. Oktober 2011 WTA International Hartplatz (Halle) 6:4, 6:1 14. 30. Oktober 2011 WTA Tour Championships Hartplatz (Halle) 7:5, 4:6, 6:3 15. 13. August 2012 WTA Premier 5 Hartplatz 7:5, 2:6, 6:3 16. 26. August 2012 (1) WTA Premier Hartplatz 7:69, 7:5 17. 23. Februar 2013 WTA Premier Hartplatz 6:2, 1:6, 6:1 18. 28. September 2013 WTA Premier 5 Hartplatz 6:2, 0:6, 6:3 19. 5. Juli 2014 (2) Grand Slam Rasen 6:3, 6:0 20. 23. August 2014 (2) WTA Premier Hartplatz 6:4, 6:2 21. 27. September 2014 (1) WTA Premier 5 Hartplatz 6:3, 6:4 22. 16. Januar 2015 WTA Premier Hartplatz 7:65, 7:66 23. 9. Mai 2015 (2) WTA Premier Mandatory Sand 6:1, 6:2 24. 29. August 2015 (3) WTA Premier Hartplatz 6:76, 6:2, 6:2 25. 1. Oktober 2016 (2) WTA Premier 5 Hartplatz 6:1, 6:1 26. 6. November 2016 WTA Elite Trophy Hartplatz 6:4, 6:2 27. 25. Juni 2017 (1) WTA Premier Rasen 4:6, 6:3, 6:2 28. 4. Februar 2018 WTA Premier Hartplatz (Halle) 6:1, 6:2 29. 18. Februar 2018 WTA Premier 5 Hartplatz 3:6, 6:3, 6:4 30. 5. Mai 2018 WTA International Sand 4:6, 6:2, 6:3 31. 12. Mai 2018 (3) WTA Premier Mandatory Sand 7:66, 4:6, 6:3 32. 24. Juni 2018 (2) WTA Premier Rasen 4:6, 6:1, 6:2 33. 12. Januar 2019 WTA Premier Hartplatz 1:6, 7:5, 7:63 34. 28. April 2019 WTA Premier Sand (Halle) 6:3, 7:62 35. 6. März 2021 WTA 500 Hartplatz 6:2, 6:1 36. 25. Juni 2022 WTA 500 Rasen 6:3, 6:2 37. 1. April 2023 WTA 1000 Hartplatz 7:614, 6:238.25. Juni 2023WTA 500Rasen6:2, 7:66

Teamwettbewerbe der ITF Nr.DatumWettbewerbBelagPartner/innenFinalgegner/innenErgebnis 1. 6. November 2011 Hartplatz 3:2 2. 7. Januar 2012 Hartplatz 2:0 3. 4. November 2012 Hartplatz 3:1 4. 9. November 2014 Hartplatz 3:1 5. 15. November 2015 Hartplatz 3:2 6. 13. November 2016 Hartplatz 3:2 7. 10. November 2018 Hartplatz 3:0

Karrierestatistik und Turnierbilanz Einzel

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin (Gruppenphase); n. a. = nicht ausgetragen; a. K. = andere Kategorie; PO (Play-off) = Auf- und Abstiegsrunde im Billie Jean King Cup; K1, K2, K3 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III im Billie Jean King Cup.

Anmerkung: Diese Statistik berücksichtigt alle Ergebnisse im Einzel bei ITF- und WTA-Turnieren. Als Quelle dient die WTA-Seite der Spielerin. Dargestellt sind nur WTA-Turniere der Kategorie Tier I (bis 2008), die WTA-Turniere der Kategorien Premier Mandatory und Premier 5 (2009–2020) bzw. die WTA-Turniere der Kategorie 1000 (seit 2021).

Doppel

Weltranglistenposition am Jahresende Jahr 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Einzel 773 157 44 62 34 2 8 6 4 6 11 29 7 7 8 17 16 Doppel – 454 959 379 333 361 532 260 1250 – 265 – – – – – –

Auszeichnungen WTA Player of the Year – 2011 ITF World Champion – 2011 Tschechiens Sportlerin des Jahres – 2011, 2014 Verdienstmedaille (2018)

Weblinks

Website von Petra Kvitová (englisch, tschechisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Billie-Jean-King-Cup-Spielerin (Tschechien) Kategorie:Olympiateilnehmer (Tschechien) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Sportler des Jahres (Tschechien) Kategorie:Träger der tschechischen Verdienstmedaille Kategorie:Tscheche Kategorie:Geboren 1990 Kategorie:Frau