mini|Wohnstallhaus

Freudeneck ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Freudeneck liegt in der Gemarkung Höfen b.Rattelsdorf.

Geografie Das Dorf liegt am rechten Ufer der Itz. Im Daschendorfer Forst westlich des Ortes liegt der Burgstall Freudeneck. Die später geschleifte Burg war Schauplatz der Sage vom Zwerg von Freudeneck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfenneusig (1,5 km südlich) bzw. nach Helfenroth (1,3 km nördlich). Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte Im Jahr 1376 wurde Freudeneck erstmals urkundlich erwähnt, als Albrecht von Lichtenstein und Karl Fuchs einen Hof in der Gemarkung „Fröudeneck“ erhalten hatten.W. Schmiedel: Landkreise Ebern und Hofheim, S. 13. Später gehörte der Ort den Herren von Giech. Als diese nach dem Mannstammes ausstarben, fiel es dem Hochstift Bamberg heim, die es dem Amt Zapfendorf einverleibten. 1748 wurde es dem Bambergischen Domkapitel übergeben.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 215.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Freudeneck aus 9 Anwesen (1 Hof, 8 Sölden). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Döringstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Dompropsteiamt Döringstadt.I. Maierhöfer: Ebern, S. 184.

Im Jahre 1802 kam Freudeneck an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Freudeneck der Ruralgemeinde Höfen zugewiesen.I. Maierhöfer: Ebern, S. 304. Am 1. Mai 1978 wurde die Freudeneck im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.

Baudenkmäler In Freudeneck gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 10: Wohnstallhaus Bildstock Bildstocksockel

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 50 77 71 56 82 84 58 62 70 52 43 55 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 12 14 11 15 11 11 11 11 15 Quelle

Religion Freudeneck ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt,I. Maierhöfer: Ebern, S. 97 u. 184. seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Peter und Paul (Rattelsdorf) zuständig.

Brauerei In Freudeneck ist die Brauerei Fischer beheimatet. Mit seinen 30 Einwohnern ist Freudeneck die kleinste Ortschaft im Landkreis Bamberg mit einer Brauerei.

Literatur

Manfred Jungkunz: Heimatbuch Höfen-Höfenneusig-Freudeneck, Kleinod im Itzgrund. Mediengruppe Oberfranken, Druckereien GmbH & Co. KG, 2017

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Rattelsdorf) Kategorie:Ort an der Itz Kategorie:Ersterwähnung 1376