Harald Groth (* 14. April 1943 in Uslar; † 6. Juli 2025 in HerfordTraueranzeige im Delmenhorster Kreisblatt vom 2. August 2025, abgerufen am 2. August 2025) war ein deutscher Politiker (SPD).
Biografie Ausbildung und Beruf Groth besuchte die Volksschule in Uslar und begann im Anschluss eine Lehre in einem Hüttenwerk. Über den Zweiten Bildungsweg nahm er ein Studium der Sozialarbeit an den Fachhochschulen in Düsseldorf-Eller und in Bremen auf. Er war beschäftigt als Sozialarbeiter und wurde später als Bewährungshelfer tätig. Erneut studierte er Erziehungswissenschaften an der Universität Oldenburg und war im Anschluss bis zum Jahr 1986 Referent bei der Arbeiterwohlfahrt im Bezirksverband Weser-Ems.Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 131–132.
Mit einer Arbeit zu „Absicherung des Lebensrisikos Pflege: Reformen und Reformbedarfe der gesetzlichen Pflegeversicherung“ wurde Harald Groth im Jahr 2005 an der Universität Bremen promoviert.Bericht zu „Absicherung des Lebensrisikos Pflege: Reformen und Reformbedarfe der gesetzlichen Pflegeversicherung“ bei www.econbiz.de, abgerufen am 30. Juni 2019
Politik Im Jahr 1965 wurde Groth Mitglied der SPD.
Im Jahr 1972 wurde Groth erstmals Ratsherr der Stadt Delmenhorst. In den Jahren 1972 bis 1974 war er Bürgermeister, von 1974 bis 1976 Oberbürgermeister und von 1976 bis 1990 Beigeordneter der Stadt Delmenhorst. Er war Vorsitzender des Finanzausschusses im Rat und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion.
Von 1986 bis 2003 (11. bis 14. Wahlperiode) war er für den Wahlkreis Delmenhorst Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
Gesellschaftliches Engagement Bereits seit dem Jahr 1957 war er gewerkschaftlich organisiert. Er war zunächst bei der IG Metall Mitglied, wechselte danach jedoch zur Gewerkschaft ÖTV. Ferner war er Vorsitzender des Kreisverbandes Delmenhorst der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Präsidiums des AWO-Bezirksverbandes Weser-Ems. Zudem war er Vorsitzender der Delmenhorster Heimstiftung und Mitglied des Aufsichtsrates der Gemeinnützigen Siedlungsbaugesellschaft in Delmenhorst.
Auszeichnungen 2009 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Die Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt wurde ihm im Jahr 2012 verliehen.
Literatur Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 131–132.
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Delmenhorst) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:AWO-Funktionär Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niedersachsen) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger der Marie-Juchacz-Plakette Kategorie:Beigeordneter (Niedersachsen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann