Die Sternenjäger (jap. , Uchūsen Sajitariusu; wörtlich: „Raumschiff Sagittarius“) ist eine Anime-Fernsehserie von Nippon Animation, die in Japan 1986 gezeigt wurde. Sie gewann den Astro-Boy-Preis des japanischen Anime Festivals 1988 und wurde auch im deutschen Fernsehen gezeigt. Die Handlung basiert auf der Science-Fiction-Comicserie Altri Mondi des italienischen Zeichners Andrea Romoli.
Inhalt Die Serie handelt von den Abenteuern der drei Hauptcharaktere Toppy, Rana und Giraffe. Die Piloten Toppy und Rana arbeiten für das Weltraum-Transportunternehmen Cosmo, ihr Schiff ist die Sagittarius. Als sie von Giraffe, einem jungen Archäologen, den Auftrag erhalten nach der verschollenen Professor Ela (auch Anne) zu suchen, kaufen sie das Schiff und übernehmen den Auftrag auf eigene Faust. Professor Ela ist Vorbild und Angebetete von Giraffe, sie verschwand auf einer Forschungsreise nach Vega 3. Zu ihnen stößt später, als sie Ela finden, Sibip, eine Sängerin von Vega 3. Zwischen den drei Hauptfiguren wächst eine Freundschaft und gemeinsam erleben sie zahlreiche Abenteuer im Weltall, wenn sie zusammen mit Professor Anne unerforschte Planeten besuchen. Oft geraten sie in Gefahr, doch ihre Freundschaft hilft ihnen immer, sich in letzter Minute zu retten.
Produktion und Veröffentlichung Die Serie entstand bei Nippon Animation unter der Regie von Kazuyoshi Yokota, verantwortliche Produzenten waren Kyōzō Utsunomiya und Ryūji Matsudo. Das Charakterdesign stammt von Noboru Takano, Sadahiko Sakamaki und Shuichi Seki; die Drehbücher schrieben vorrangig Nobuyuki Isshiki und Nobuyuki Fujimoto.Jonathan Clements, Helen McCarthy: The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition. Stone Bridge Press, Berkeley 2006, ISBN 1-933330-10-4, S. 602. Die 77 Folgen wurden vom 10. Januar 1986 bis 3. Oktober 1987 auf TV Asahi gezeigt.
Die Serie ist 2001 in Japan auf DVD als limitierte Edition erschienen. NBC Universal Japan veröffentlichte im Dezember 2014 eine HD-geremasterte Fassung auf Blu-ray.
Canal Famille zeigte eine französische Fassung des Animes. Eine deutsche Synchronisation wurde mehrfach ausgestrahlt, von Kabel 1, DF1, ProSieben und Junior.
Synchronisation Die deutsche Fassung entstand bei der Berliner Synchron unter der Regie von Tom Deininger nach dem Dialogbuch von Winfried Weiss. Charakter Japanischer Sprecher (Seiyū)Deutscher SprecherToppyBin Shimada (als Toshi Shimada)Elmar GutmannRanaKen’ichi OgataHans HohlbeinGiraffeYoku Shioya Kaspar EichelProfessor AnneMaya Okamoto Philine Peters-ArnoldsSibibMitsuko HoriePeteGara TakashimaGrand NationalAtsuko MineBarbaraNaoko MatsuiLuluYuriko YamamotoAminsaYoshino TakamoriDr. DongshiKōichi ChibaDime/KarinEriko HaraFrankenBanjō GingaPrinzessin LunaKumiko TakizawaPräsident Minh GadgetMinoru InabaParanoaYoshiko SakakibaraPrinzessin Favara Diana Borgwardt
Musik Die japanischen Vor- und Abspanntitel sind Stardust Boys (, dt. „Sternstaubjungs“) und Yume Kōnen (, dt. „Traumlichtjahr(e)“), sie werden von Hironobu Kageyama gesungen. Die Musik der Serie komponierte Haruki Mino.
Episodenliste Episode Deutscher Titel Originaltitel 1 Abenteuer Vega Drei 2 Sibib, die Außerirdische 3 Keine Spur von Ela 4 Im Reich der fliegenden Schlangen 5 Rettung in letzter Minute 6 Auf Kriegsfuß 7 Das unheimlich friedliche Dorf 8 Unter Räubern 9 Der große Alota 10 Giraffe auf der Flucht 11 Gulungas letzte Warnung 12 Expedition zum Berg des Todes 13 Das Geheimnis von Mu 14 Planet in Gefahr 15 Jenseits von Andromeda 16 Die Traumblumen 17 Die Doppelgänger 18 Der wütende Wald 19 Glück im Unglück 20 Endlich wieder daheim 21 Die Entführung 22 Verliebt bis über beide Ohren 23 Der beste Maler im All 24 Rückkehr aus dem Jenseits 25 Verraten und verkauft 26 Liebe ist die beste Waffe 27 Gefährliche Fracht 28 Alarmstufe Rot 29 Sibib beim Zirkus 30 Finstere Hexenpläne 31 Der blaue Riese 32 Frankenstein muß sterben 33 Der Geisterplanet 34 Angriff der Orloggianer 35 Das geheimnisvolle Auge 36 Herrscher über Leben und Tod 37 "Z" wie Zeitbombe 38 Die Explosion 39 Jagd auf Formel Z 40 Weltraumpiraten 41 Notlandung auf Brilli 42 Das unterirdische Labyrinth 43 Der Hüter des Schatzes 44 Gefährliche Flitterwochen 45 Die Kepocks 46 Prinzessin Luna 47 Die heiligen Vögel 48 Zwischen Himmel und Erde 49 Gamins letztes Stündchen 50 Spurlos verschwunden 51 Das falsche Paradies 52 Allein gegen alle 53 30.000 Lichtjahre entfernt 54 Carin und die Geheimagenten 55 Rettende Tränen 56 Die Pechsträhne 57 Sibib wird verkauft 58 Ein Ende mit Schrecken 59 Die Monster-Legende 60 In der Höhle des Ungeheuers 61 Das Ende der Deldans 62 Die Mauer 63 Auge um Auge, Zahn um Zahn 64 Aus der Traum 65 Das große Los 66 Sabotage im All 67 Die Krabbenroboter 68 Das schwarze Loch 69 Der Andromeda-Juwel 70 Wie gewonnen, so zeronnen 71 Andere Planeten, andere Sitten 72 Das Duell 73 Der siebte Planet 74 Der Meteoritenschwarm 75 Toppys letzter Auftrag 76 Verschollen im Weltraum 77 Für immer Freunde
Rezeption In der Anime Encyclopedia wird der Anime als „charmante kleine Fantasy-Serie“ mit anthropomorphen Tieren im Stil von Sherlock Hound und Montana Jones beschrieben.
Weblinks
Die Sternenjäger bei aniSearch.de Die Sternenjäger im Anime News Network (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Fernsehserie der 1980er Jahre Kategorie:Anime-Fernsehserie Kategorie:Zeichentrickserie Kategorie:Kinder- und Jugendfernsehserie Kategorie:Science-Fiction-Fernsehserie Kategorie:Comedy-Fernsehserie