mini|Amtsgericht Schwäbisch Gmünd (2020) mini|Amtsgericht Schwäbisch Gmünd mit altem Anstrich mini|Rückansicht des Amtsgerichtes mit dem benachbarten Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie Das Amtsgericht Schwäbisch Gmünd (bis 1934: Amtsgericht Gmünd) ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in der baden-württembergischen Stadt Schwäbisch Gmünd in Deutschland.

Gebäude Das Amtsgericht liegt am Rande der Altstadt von Schwäbisch Gmünd in der Rektor-Klaus-Straße 21. Es ist ein dreigeschossiges Bürohaus unter Walmdach, 1928 in Eisenbeton und Ziegel von der Bauunternehmung Hugo Rek (Stuttgart) gebaut.Richard Strobel, Die Kunstdenkmäler der Stadt Schwäbisch Gmünd, Bd. 4, 2003, S. 236. In der direkten Nachbarschaft befinden sich das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie sowie das Hans-Baldung-Gymnasium.

Gerichtsbezirk Als nächsthöhere Instanz ist dem Amtsgericht Schwäbisch Gmünd das Landgericht Ellwangen zugeordnet.

Das Amtsgericht ist zuständig für die Städte Schwäbisch Gmünd, Heubach und Lorch sowie den Gemeinden Bartholomä, Böbingen an der Rems, Durlangen, Eschach, Göggingen, Gschwend, Heuchlingen, Iggingen, Leinzell, Mögglingen, Mutlangen, Obergröningen, Ruppertshofen, Schechingen, Spraitbach, Täferrot und Waldstetten.

Bedeutung In den 1980er Jahren stand das Amtsgericht Schwäbisch Gmünd häufig bundesweit im Fokus der Öffentlichkeit, da hier die sogenannten „Blockadeverhandlungen“ wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Nötigung () gegen – teils prominente – Teilnehmer der Sitzblockaden vor dem Depot für US-Mittelstreckenraketen vom Typ Pershing II im benachbarten Mutlangen stattfanden.Volker Nick, Volker Scheub, Christof Then: Mutlangen 1983–1987: Die Stationierung der Pershing II und die Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung, Tübingen 1993, 228 Seiten.

Geschichte Im Königreich Württemberg wurde 1819 die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt und in jedem Oberamt ein Oberamtsgericht gebildet. Entsprechend war Gmünd Sitz des Oberamtes Gmünd für die Verwaltung und des Oberamtsgerichtes Gmünd für die Rechtsprechung. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden 1879 reichsweit Amtsgerichte gebildet. Das Oberamtsgericht Gmünd wurde aufgehoben und das Amtsgericht Gmünd neu gebildet. Es war dem Landgericht Ellwangen zugeordnet. Im Jahr 1880 hatte es 31.741 Gerichtseingesessene und drei Richterstellen.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung 1880, S. 467, Digitalisat.

Mit Gesetz vom 24. Juli 1931 wurde das Amtsgericht Welzheim aufgelöstReg.Bl. S. 341.. Sein Sprengel wurde auf die Amtsgerichte Backnang, Göppingen, Gmünd und Schorndorf verteilt.Behördenbeschreibung beim Landesarchiv.

1934 wurde der Name des Stadt Gmünd amtlich in Schwäbisch Gmünd geändert. Entsprechend änderte sich der Name des Amtsgerichts Gmünd in Amtsgericht Schwäbisch Gmünd.

Siehe auch Liste deutscher Gerichte Liste der Gerichte des Landes Baden-Württemberg

Weblinks

Internetpräsenz des Amtsgerichtes Übersicht der Rechtsprechung des Amtsgerichtes Schwäbisch Gmünd

Einzelnachweise

Schwabisch Gmund Kategorie:Organisation (Schwäbisch Gmünd) Gmund Kategorie:Gerichtsgründung 1879