mini|Lage der Gemeinde Măureni im Kreis Caraș-Severin Măureni (früher Morițfeld; , , bis 1894 Moritzfeld) ist eine rumänische Gemeinde. Sie liegt im Kreis Caraș-Severin in der historischen Region Banat.
Die Gemeinde besteht aus den beiden Dörfern Măureni und Șoșdea (Waldau).
Geografische Lage Măureni liegt im Nordosten des Kreises Caraș-Severin, dicht an der Grenze zum Kreis Timiș.
Nachbarorte
Geschichte Der Ort bestand bereits einige Zeit als kleine Siedlung, als im Jahre 1784 eine bedeutende Entwicklung eintrat. Damals wurden 200 neue Häuser für eine Gruppe deutscher Siedler errichtet, die sich hier auf Anordnung der österreichischen Regierung niederließen. Noch im selben Jahr kamen die ersten 30 Familien in Moritzfeld an und in den Folgejahren ließen sich insgesamt 172 weitere deutsche Familien dort nieder.
Im Jahre 1786 erlangte die Gemeinde zum ersten Mal ihre administrative Unabhängigkeit; noch im selben Jahr begann man mit dem Bau der katholischen Kirche, die 1819 eingeweiht wurde.
Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte 1872/1873, als infolge eines Abkommens mit den betroffenen Gemeinden die Bahnstrecke Voiteg–Gătaia–Măureni–Reșița gebaut wurde.
Das Dorf musste jedoch in seiner Entwicklung einen herben Rückschlag hinnehmen, als am 12. Juni 1875 bei einem Brand 100 Häuser zerstört wurden..
Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) umgesetzt.Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012. Der amtliche Ortsname war Móricföld. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsnamen eingeführt wurden.
Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Măureni an das Königreich Rumänien fiel.
Măureni ist bis heute eine kleine Gemeinde mit rein ländlicher Wirtschaft geblieben. Allerdings haben sich dort in den letzten Jahren sowohl eine Lebensmittel- als auch eine Textilfabrik niedergelassen, von denen letztere durch italienische Unternehmer gefördert wird.
Demografie VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 838 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1880 3222 901 121 2102 98 1910 4260 1173 461 2608 18 1930 3800 1410 89 2273 28 1977 3087 2017 63 979 28 2002 2647 2521 41 66 19 2021 2556 2342 18 11 185 (11 Roma)
Söhne und Töchter
Augustin Pacha (1870–1954), ehem. römisch-katholischer Bischof des Bistums Timișoara Stefan Pacha (1859–1924), Abtpfarrer von Timișoara-Fabric
Literatur Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.
Weblinks
Website der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Moritzfeld Măureni bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Banat (Rumänien)