Osterlinde ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordwest. Osterlinde gehörte bis zum 31. März 1942 zum Landkreis Wolfenbüttel und wurde durch einen Verwaltungsakt am 1. April 1942 ein Teil der Stadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese amtlich in Salzgitter umbenannt.
Geschichte mini|St.-Georg-Kirche Osterlinde wurde erstmals 1151 urkundlich erwähnt. Der Ort ist an der Hildesheimer Heerstraße gelegen und hatte im Laufe seiner Geschichte stark unter kriegerischen Ereignissen zu leiden. Osterlinde wurde früher Lindethe (um 1220), Lindedhe (um 1270), in maiori Lindedhe (um 1280) und Lyndede (um 1340) genannt. Die Edelherren von Meinersen waren hier reich begütert. Sie gaben um 1220 im Ort 1 Hufe als Lehen an Lüdiger von Heerte. 4 Hufen und 3 Höfe um 1280 an Hugold von Watzum. Den Zehnt und 9 Hufen um 1280 an Ekbert IV. von Wolfenbüttel-Asseburg. 2 Hufen um 1280 an Johannes von Saldern; insgesamt 5 Hufen an die von Saldern um 1340.Peter Przybilla: Die Edelherren von Meinersen, Hrsg.: Uwe Ohainski und Gerhard Streich, Hahnsche Buchhandlung Hannover 2007, S. 530
Zwischen dem Frieden von Tilsit 1807 und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gehörte das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg zum Königreich Westphalen. Osterlinde wurde in dieser Zeit dem Kanton Gebhardshagen zugeordnet.
Freiwillige Feuerwehr Mit dem Gesetz, das Feuerhülfswesen betreffend, vom 2. April 1874 kam es in den Folgemonaten zu einer Gründungswelle Freiwilliger Feuerwehren im Herzogtum Braunschweig. Die Freiwillige Feuerwehr Osterlinde wurde bereits am 22. Juni 1873 gegründet, nachdem der erste Hauptmann, Albert Schwerdtfeger, zuvor als Landtagsabgeordneter Kenntnis von den Beratungen zu diesem Gesetz erhalten hatte.
Bevölkerungsentwicklung Salzgitter-Osterlinde – Bevölkerungsentwicklung seit 1821 Jahr Einwohner 1821 283 1848 346 1871 361 1910 366 1925 361 1933 368 1939 368 1946 773 1950 769 Jahr Einwohner 1960 637 1970 482 1980 500 1990 492 2000 477 2006 432 2010 407 2012 409 2014 405 Jahr Einwohner 2016 421 2018 398 2019 394 2020 400 2021 396 2022 390 2023 385 2024 368 Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter. Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.
Politik Ortsrat
Wappen Das Wappen zeigt ein silbernes Lindenblatt auf grünem Grund und im Schildhaupt ein durchgehendes rotes Kreuz auf silbernem Grund. Das Lindenblatt stellt eine Verbindung zum Ortsnamen her, der 1151 erstmals als Lindethe schriftlich bezeugt ist. Das grüne Schildfeld steht für die noch weitgehend erhaltene Natur im Umfeld des Ortes. Das Kreuz im Schildhaupt ist ein Attribut des heiligen Georg, nach dem die Georgskirche im Ort benannt wurde. Das Kreuz erinnert auch daran, dass der Ort jahrhundertelang in engen Beziehungen zu geistlichen Einrichtungen stand, so zum Beispiel zu den Klöstern Dorstadt, Wöltingerode und Steterburg.
Das Wappen wurde in einer Bürgerversammlung im März 2008 als Ortswappen von Salzgitter-Osterlinde angenommen.Lindenblatt als redendes Symbol, Salzgitter Zeitung vom 8. März 2008, S. 24
Persönlichkeiten (Auswahl) Albert Schwerdtfeger (1842–1922), Landwirt und Mitglied des Deutschen Reichstags
Literatur Literatur über Osterlinde im Katalog der DNB
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Salzgitter Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Salzgitter) Kategorie:Ersterwähnung 1151 Kategorie:Gemeindeauflösung 1942