mini|Der Marktplatz mini|Die Pfarrkirche St. Andreas Wurmannsquick ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.
Geografie Geografische Lage Wurmannsquick liegt in der Region Landshut inmitten typisch niederbayerischer Hügellandschaft etwa 6 km südlich von Eggenfelden, 20 km nördlich von Altötting, 25 km nordwestlich von Simbach und 19 km von der Kreisstadt Pfarrkirchen entfernt. Der Markt Wurmannsquick befindet sich direkt an der B 20 sowie sechs Kilometer vom nächstgelegenen Bahnhof Eggenfelden an der Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit entfernt.
Gemeindegliederung
Es gibt 93 Gemeindeteile:
Einwohnerzahlen In der Gemeinde Wurmannsquick wohnen laut Website 3.612 Bürger, davon 190 mit Zweitwohnsitz. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Gemeindeteile (jeweils nur Hauptwohnung):
Wurmannsquick: 1.619 Personen Hirschhorn: 672 Personen Martinskirchen: 429 Personen Hickerstall: 365 Personen Rogglfing: 354 Personen Langeneck: 189 Personen Lohbruck: 174 Personen
Stand: 16. März 2017
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert mini|Kupferstich des Markts Wurmannsquick von Michael Wening, 1723 Obwohl eine frühere Besiedlung im 10. Jahrhundert vermutet wird, stammt der erste urkundliche Nachweis Purgmansgwike erst aus dem Jahre 1220. Damals war Wurmannsquick im Besitz der Wittelsbacher. Der Name ist eine Verbindung aus dem Personennamen Purgman und mittelhochdeutsch gewike (‚Wegscheide‘).
Im Jahre 1365 bekam Wurmannsquick von Herzog Stephan dem Älteren die niedere Gerichtsbarkeit und das Marktrecht verliehen. Das Recht des Wochenmarktes erhielt der Markt 1473 von Herzog Ludwig und Herzog Albrecht stattete ihn mit zwei weiteren Jahrmärkten aus. Der Ortsteil Hirschhorn wurde bereits 1165 urkundlich erwähnt und war Sitz einer Hofmark. Rogglfing war nachweislich 1190 Herrschaftssitz der Grafen von Ortenburg.
Am 3. Juni 1875 brannte der Markt fast völlig ab. Jedoch gelang den Bewohnern von Wurmannsquick in kürzester Zeit, den Markt in alter Größe und Schönheit wieder aufzubauen. Die Pfarrkirche St. Andreas wurde 1878 bis 1881 von Architekt Johann Baptist Schott erbaut.https://web.archive.org/web/20160304025844/http://www.bistum-passau.de/lexikon/wurmannsquick
Eingemeindungen Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Hickerstall und Martinskirchen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Teile der aufgelösten Gemeinden Hirschhorn, Langeneck und Rogglfing hinzu. Am 1. Mai 1978 wurden auch Teile der ehemaligen Gemeinde Lohbruck in den Markt Wurmannsquick eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 3306 auf 3563 um 257 Einwohner bzw. um 7,8 %.
Politik Gemeinderat Die Gemeinderatswahlen seit 2014 erbrachten folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:
Partei/Liste20202014%Sitze % Sitze Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU)43,007 27,61 4 Ländliche Wählergemeinschaft Rogglfing-Martinskirchen-Langeneck23,904 20,36 3 Aktive Bürger/ÖDP33,105 17,09 3 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)–– 10,97 2 Bürgerliste Gemeinde Wurmannsquick (BGW)–– 12,77 2 Wählergemeinschaft Hirschhorn–– 11,19 2
Bürgermeister
Georg Thurmeier (CSU) ist seit Mai 2014 Erster Bürgermeister.
Seine Vorgänger waren: 1972–1990 Alois Renner (Freie Wähler) 1990–2014 Ludwig Watzinger (CSU)
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Neu gestalteter lang gestreckter Marktplatz Neuromanische Kirche St. Andreas, eine helle Wandpfeileranlage mit Ziegelmauern aus dem Jahre 1881, renoviert im Jahre 2002. Ihre Ausstattung ist barock und modern.
Persönlichkeiten Ehrenbürger Alois Renner (†): Altbürgermeister Ludwig Watzinger: AltbürgermeisterNiederschrift über die Sitzung des Marktgemeinderates am Donnerstag, den 28. Mai 2020, TOP 19
Söhne und Töchter der Gemeinde Helmut Liebl (* 1927), Physiker Alois Öllinger (* 1953), Künstler Josef Thannhuber (1880–1920), Ordenspriester und Missionar in Brasilien Franz Xaver Zattler (1833–1907), Kirchenmaler, oft als der „niederbayrische Nazarener“ bezeichnet
Weblinks
Markt Wurmannsquick, Website der Gemeinde Markt Wurmannsquick, Website in RegioWiki der Passauer Neuen Presse (PNP) (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rottal-Inn Kategorie:Markt in Niederbayern