mini|Volker Zastrow 2010 bei einer Autorenlesung in Marburg Volker Zastrow (* 1958 in Niebüllfaz.de: Volker Zastrow) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Leben und beruflicher Werdegang Volker Zastrow wuchs in einer Kleinstadt auf.Volker Zastrow: Kleinstadt, nachmittags, in: F.A.S. Nr. 23, 7. Juni 2015, S. 44. Nach dem Abitur studierte er Geschichtswissenschaften an der FU Berlin und wurde Assistent bei Arnulf Baring. Er wurde 1990 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 2006 bis 2019 leitete er das Politikressort der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Seit Oktober 2019 schreibt Zastrow als Autor, sein Nachfolger an der Spitze des Politikteils wurde Nikolas Busse. Über die Gründe des Wechsels wurde Stillschweigen vereinbart.Süddeutsche Zeitung: „Volker Zastrow. Wechsel bei "FAS"“, 30. Oktober 2019

Er veröffentlichte in der FAZ vom 31. Januar 1995 in romanhafter Form die Ergebnisse seiner Recherche über die Barschel-Affäre.Norbert F. Pötzl: Märchenhaft schlüssig, Spiegel, 27. Februar 1995 Im Jahr 2006 folgte seine Schrift Gender – Politische Geschlechtsumwandlung. Hierin setzt er sich in zwei Essays kritisch mit dem Konzept des Gender-Mainstreaming auseinander.

2009 schilderte und analysierte er in seinem Buch Die Vier die Hintergrundgeschichte jener vier SPD-Abweichler, die Andrea Ypsilantis Wahl zur Ministerpräsidentin einer von der Linken tolerierten Minderheitsregierung vereitelten.Gustav Seibt: , Literaturkritische Anmerkungen, Süddeutsche Zeitung, 10. August 2009 Dafür wertete er monatelang geführte Recherchen und Interviews mit zahlreichen Beteiligten aus. Tissy Bruns schrieb im Tagesspiegel, seine Geschichte beziehe ihre Kraft „aus der Beschreibung der ‚inneren Tatsachen‘, der Gefühle und Gedanken der handelnden Personen“ und seiner Kunstfertigkeit, in politischen Werdegängen den Werdegang der Bundesrepublik plastisch zu machen.

Im Oktober 2010 initiierte er eine Artikelserie in der FAS, in der die Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) vehement kritisiert wird: Filme mit der Freigabe ab 12 Jahren würden unter anderem häufig „Fäkalsprache“ aufweisen und Sexualität wenig „zurückhaltend und feinfühlig“ darstellen. Dabei ging es unter anderem um Filme, die Homosexualität und den Holocaust thematisieren. In seinem Artikel kam Zastrow zu dem Schluss, das FSK-Siegel „ab 12“ sei „jugendgefährdend“.FAZ, 4. Oktober 2010 Die Artikelserie wurde teils spöttisch kritisiert.Sabine Horst: epd Medien, 20. Oktober 2010

Auszeichnungen 2009 wurde Zastrow vom Medium Magazin als Politikredakteur des Jahres 2009 geehrt.Die Journalisten des Jahres 2009. In: Medium Magazin online am , abgerufen am .

2012 wurde Volker Zastrow für seinen Text Wie Ken den Kopf verlor – Guttenbergs verschleppter Rücktritt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Allgemeines“ ausgezeichnet.Theodor-Wolff-Preisträger 2012. auf bdzv.de, abgerufen am .

Werke

Weitere Veröffentlichungen Wie Ken den Kopf verlor - Guttenbergs verschleppter Rücktritt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. März 2011

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Neuzeithistoriker Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Person (Frankfurter Allgemeine Zeitung) Kategorie:Träger des Theodor-Wolff-Preises Kategorie:Autor Kategorie:Sachliteratur Kategorie:Absolvent der Freien Universität Berlin Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann