Picnomon acarna ist die einzige Pflanzenart aus der Gattung Picnomon in der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Merkmale mini|links|Picnomon acarna Picnomon acarna ist ein einjähriger Schaft-Therophyt, der Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind grau spinnwebig-filzig, herablaufend und weisen am Rand kräftige, gelbe sowie zwischen diesen kürzere, feinere Dornen auf. Die Blütenköpfchen sind in dichten Büscheln angeordnet oder einzeln. Die oberen Blätter umhüllen und überragen sie. Die Hüllblätter sind 22 bis 30 Millimeter lang und weisen einen zurückgebogenen und gefiederten Enddorn auf. Die Blüten sind purpurn oder weißlich gefärbt. Die Früchte sind glänzend braun, 5 bis 6 Millimeter lang und zusammengedrückt. Der Pappus ist 14 bis 19 Millimeter lang und federig.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.

Vorkommen Picnomon acarna kommt vom Mittelmeerraum bis Zentralasien vor. Sie Art hat ursprüngliche Vorkommen in Marokko, Algerien, Tunesien, auf den Kanaren, in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, im früheren Jugoslawien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Türkei, Zypern, im Kaukasusraum, im Gebiet von Syrien und Libanon, im Gebiet von Israel und Jordanien, im Irak, Iran, Afghanistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kirgisistan und Kasachstan. Auf Kreta wächst die Art auf Ruderalstellen, Kultur- und Brachland, überweideter Phrygana und Igelpolsterheiden in Höhenlagen von 0 bis 2150 Meter.

Taxonomie Picnomon acarna wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 820 als Carduus acarna erstbeschrieben. Den Pflanzennamen "Acarna" hatte Linné von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Die Art wurde 1826 von Alexandre Henri Gabriel de Cassini in Frédéric Cuvier: Dictionnaire des Sciences Naturelles 2. Auflage Band 40 Seite 188 als Picnomon acarna in die Gattung Picnomon gestellt. Der Gattungsname Picnomon stammte von Jacques Daléchamps (1513–1588).

Belege

Einzelnachweise

Weblinks

Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora.

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