mini|Burg Wallrabenstein mini|Graf-Walram-Rundweg: Die Burg

Wallrabenstein ist der größte Ortsteil der Gemeinde Hünstetten im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographie Wallrabenstein liegt im Taunus nördlich des Hauptkamms zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden. Durch den Ort führt die Landesstraße 3277, am östlichen Ortsrand verläuft die Bundesautobahn 3.

Geschichte Erstmals im Jahre 1184 wurde eine Siedlung mit dem Namen „Holtzhußen“ (Holtzhausen) als Besitz des Klosters Bleidenstadt erwähnt. 1336 wird ein Holzhausen mit Idstein bei den verpachteten Gütern des Klosters Bleidenstadt genanntUrkunde: HHStAW Bestand 14 Nr. U 22 b abgerufen am 17. Oktober 2023. 1343 verpfänden Graf Gerlach und Gräfin Irmegard von Nassau-Wiesbaden mit ihren Söhnen eine Korngülte aus dem Hofe zu „Hultizhusin“ by Edchinstein (Idstein)Urkunde: HHStAW Bestand 133 Nr. U 6 abgerufen am 4. September 2023. Noch 1435 erhebt Cune sen. von Reifenberg gegen die Grafschaft Nassau Ansprüche betreffende einer Korngülte zu Beuerbach und „+ Holzhausen“Urkunde: HHStAW Bestand 133 Nr. U 39 abgerufen am 4. September 2023. 1393 wurde von Graf Walram von Nassau die Burg Wallrabenstein in der Nähe von Hol(t)zhausen erbaut. Bereits 1395 ist die Ansiedlung von Hörigen in Wallrabenstein urkundlich dokumentiertUrkunde: HHStAW Bestand 11 Nr. U 256 abgerufen am 4. September 2023. Der heutige Ortsname ist für das Dorf neben der Burg spätestens seit 1446 gebräuchlichHHStAW Bestand 14 Nr. U81 abgerufen am 4. September 2023.

Neben der offiziellen Bezeichnung werden die Wallrabensteiner in der Umgebung auch als „Abbuter“ bezeichnet, was eventuell auf die lateinische Bezeichnung „aput“ im Sinne von angesiedelt „nahe bei“ der namensgebenden Burg zurückzuführen ist.Gastbeitrag von Manfried Weber in den Hünstetter Nachrichten, Mitteilungsblatt für die Gemeinde Hünstetten: Aus dem Gemeindearchiv - Die "Abbuter" - Wie die Wallrabensteiner zu ihrem Namen kamen. Herausgeber: Gemeinde Hünstetten, Verlag Linus Wittich Medien KG, Höhr-Grenzhausen, Jahrgang 52 (2023), Nummer 34, Seite 5.

Am 1. Januar 1977 wurde Wallrabenstein im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die fünf Jahre zuvor entstandene neue Gemeinde Hünstetten kraft Landesgesetz eingegliedert. Für Wallrabenstein wurde, wie für die anderen Ortsteile, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.

Auf dem Graf-Walram-RundwegGemeinde Hünstetten, Rad und Wanderwege abgerufen am 21. November 2024 erfahren die Wanderer Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte Wallrabensteins. Themen der insgesamt 12 Schautafeln sind u. a. der Vorgängerort, die Burg, Graf Walram, die Kirchen und Mühlen sowie die Versorgung mit Wasser und Strom.

Wappen Das Wappen zeigt in Silber aus dem Schildfuß wachsend einen dreigezackten roten Wall, besetzt mit drei schwarzen Raben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe Liste der Kulturdenkmäler in Wallrabenstein. Hervorzuheben sind:

Burg Wallrabenstein die 1708 erbaute evangelische Kirche Gusseiserner Pumpenbrunnen, wahrscheinlich ein Produkt der Michelbacher Hütte aus der Zeit kurz vor 1900

Bildung Im Ort gibt es eine integrierte Gesamtschule, die IGS Wallrabenstein die Grundschule „Rabenschule“ die Kindertagesstätte der Gemeinde Hünstetten

Weblinks

In: Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten. (PDF; 1,1 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rheingau-Taunus-Kreis Kategorie:Geographie (Hünstetten) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1977 Kategorie:Ersterwähnung 1184