mini|Mark Scheibe in Berlin (2023) Mark Scheibe (* 30. Juni 1968 in Bremen) ist ein deutscher Komponist, Sänger, Songtexter und Arrangeur sowie Entertainer und Autor. Er komponiert Film- und Theatermusiken, Orchesterarrangements für andere Künstler und eigene Songs.Vgl. Angaben über Mark Scheibe in: Dickes B. Der neue Showtalk mit Andreja Schneider & Jörg Thadeusz im rbb Fernsehen, Pressemitteilung des rbb Fernsehens (PDF-Datei; aufgerufen am 29. August 2009; 349 kB).
Einem breiteren Publikum wurde Scheibe Anfang der 2000er Jahre bekannt, als er bei den regionalen Fernsehmagazinen Extra 3 (NDR) und buten un binnen (Radio Bremen) musikalisch mitwirkte.
Biografie Scheibe lernte Klavier spielen und befasste sich mit Komposition, arbeitete als Pianist in Hotelbars und hatte Auftritte in der Bremer Region. Er gründete 1984 in Bremen seine erste Band; weitere Bandgründungen und Beteiligungen an anderen Formationen folgten. Anfang der 1990er Jahre wurde er als Ballettrepetitor am Bremer Theater von dem Choreografen und Theaterregisseur Hans Kresnik engagiert, der ihn 1994 an die Berliner Volksbühne mitnahm., Artikel im Online-Magazin Genussmaenner.de (aufgerufen am 29. August 2009).
Er lebte Mitte der 1990er Jahre zeitweise in einem besetzten Haus in Berlin-Mitte und hatte weitere Solokonzerte in Bars, Clubs und Galerien. Scheibe begann, zu seinem Klavierspiel zu singen sowie – als eine für Conférencen notwendige Fähigkeit – währenddessen auch „zu sprechen“, das heißt bei anspruchsvoller pianistischer Darbietung mit den Gästen lockere Gespräche zu führen. Es folgten Engagements als Conférencier unter anderem im Hamburger Schmidt Theater und im Berliner Varieté Chamäleon.
2001 übersiedelte Scheibe von Bremen nach Berlin.Vgl. Angaben von und über Mark Scheibe im Porträtbericht Käpt’n Leidenschaft im Berliner Tagesspiegel vom 14. August 2008 (s. Weblinks). Er komponierte Orchesterarrangements und Songs für Cora Frost, Vince Ebert, Jördis Triebel, die Berliner Bands Tele und Tiger Hifi und weitere Künstler sowie eigene Songs, schrieb Filmmusiken und ein Hörspiel und war bei mehr als dreißig Theaterproduktionen als Komponist und Texter beteiligt. Scheibe arbeitete unter anderem mit dem Maxim-Gorki-Theater und dem Theater an der Parkaue in Berlin, dem Theater Bielefeld, der Landesbühne Hannover, der bremer shakespeare company sowie mit dem Jungen Theater Bremen zusammen, wo er sich an mehreren Inszenierungen beteiligte. Außerdem übernahm Scheibe Kompositionsaufträge für die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die mehrere Werke von ihm aufführte, und wirkte beim Berliner Ensemble bei Inszenierungen der Regisseure Claus Peymann und Leander Haußmann mit.
2005 und 2006 gab er das Hörmagazin Beethovenfrisur heraus, das als Zeitschrift mit CD-Beilage erschien.Nicht ohne seine Beethovenfrisur, Artikel von Jackie Asadolahzadeh in der Berliner Zeitung vom 3. Juni 2006 (abgerufen am 29. August 2009). Er übernahm bei Veranstaltungen den musikalischen Teil, wie zum Beispiel bei mehreren Verleihungen des Radio-Bremen-KrimipreisesVgl. z. B.: , Pressemitteilung von Radio Bremen vom 6. Juli 2004; , Pressemitteilung von Radio Bremen vom 29. Juni 2005 (jeweils aufgerufen am 6. August 2026). und bei der Verleihung des Berliner Krimipreises Reinickendorfer Krimi-Fuchs 2006.Krimifuchs am Tatort Tegel, Artikel in der Berliner Morgenpost vom 11. November 2006 (aufgerufen am 29. August 2009).
Scheibe gewann 2006 den vom Berliner Plattenlabel Lamm Records veranstalteten Lamm Records Song Slam bei der Endausscheidung in Konstanz. Für den Lamm Records (Girl) Song Slam 2007 wurde Scheibe dann vom Veranstalter als Moderator engagiert und begleitete die Konzerttour, die durch Clubs in Deutschland führte.Girls-Fight um das goldene Lamm, Artikel von Katinka Imhoff beim Online-Magazin LottaLeben, Erlangen, vom 23. November 2007 (aufgerufen am 1. September 2009). Im August 2007 gewann er die 2. Fritz Nacht der Talente, die vom Hörfunksender Fritz, dem Jugendradio des rbb, im Berliner Admiralspalast veranstaltet wurde., Bericht auf der Website des Jugendradios Fritz vom August 2007 (aufgerufen am 1. September 2009).
Scheibe hat eine Tochter und lebt auf einem Hausboot.
Hörfunk- und Fernsehen 2002 wurde er vom NDR Fernsehen für das politische Satiremagazin Extra 3 verpflichtet, das damals von Jörg Thadeusz moderiert wurde. Scheibe trat bei dem wöchentlich ausgestrahlten Magazin von Oktober 2002 bis November 2003 als Studiopianist und Sänger auf und wirkte bei mehr als vierzig Sendungen mit selbst komponierter Musik und eigenen Songtexten mit.Michael Völkel: Das Lexikon der TV-Moderatoren: Anekdoten, Fakten und Sprüche aus 50 Jahren TV-Geschichte. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-524-4, S. 516.
Danach drehte er insgesamt vierzig satirische Musikvideoclips mit eigenen Songs für den Fernsehsender Radio Bremen, die von Oktober 2003 bis September 2004 in dem Regionalmagazin buten un binnen einmal wöchentlich als „Song der Woche“ ausgestrahlt wurden.
2008 und 2009 war Scheibe für den privaten Hörfunksender Radio Energy tätig, für deren deutschlandweite, jeden Montag bis Donnerstag gesendete Radio-Talkshow 911 – deine Talkshow bei Energy (nine eleven) er seitdem mehrere Jingles komponierte und einspielte. auf der Website von Radio Energy (aufgerufen am 2. September 2009).
Beim Bürgerrundfunk Bremen hatte er von Oktober 2008 bis April 2009 eine eigene Radiosendung „mit Musik, Gesprächen, Weltanschauung und Gästen“ unter dem Titel Scheibes Welt, die regelmäßig live aus der Bremer Schwankhalle übertragen wurde.Scheibes Welt bei kulturg.u.t. auf www.kulturformate.de; siehe auch: >>>Popup (jeweils aufgerufen am 1. September 2009).
Vom rbb Fernsehen wurde er für die im Dezember 2007 gestartete monatliche Freitagabendshow Dickes B. engagiert. Die Talkshow-Reihe wurde von Jörg Thadeusz moderiert, anfangs gemeinsam mit Andreja Schneider (bekannt als „Fräulein Schneider“ im Comedy-Trio Geschwister Pfister), von März 2009 bis zum Ende 2011 gemeinsam mit wechselnden Gastmoderatoren wie Melinda Crane, Roger Willemsen und Sarah Kuttner. Scheibe war musikalischer Leiter und Arrangeur der „Hausband Dickes B.“, die aus Musikern des Babelsberger Filmorchesters bestand.
Der Berliner Radiosender FluxFM engagierte Scheibe 2012 für eine regelmäßige Kolumne: „Spontancomposing“ – binnen einer Stunde komponierte er ein Lied nach Worten, die Radiohörer sich wünschten. Mit diesem Format bespielte er auch Sendungen bei Radio Eins und komponierte live bei der Verleihung des Grimmepreises auf 3sat einen Song.
2020 bis 2023 war Mark Scheibe musikalischer Leiter der Fernsehtalkshow „Thadeusz & die Künstler“ im RBB-Fernsehen.
Montagsclub, Gespensterorchester, Berlinrevue Von 2005 bis 2007 veranstaltete Scheibe zweimal monatlich in dem im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg gelegenen Club Hotelbar seinen Montagsclub, bei dem er unter dem „ironischen“ Motto „Hippe Spezialmusik für elitäre Großstädter“ Gäste aus den Genres Jazz, Comedy und Slam vorstellte, wie beispielsweise den Rapper FlowinImmO, die niederländische Sängerin Iris Romen oder den Sänger Francesco Wilking von der Band Tele.Montagsclub, Artikel von Christine Lang beim Tagesspiegel.de vom 5. April 2006 (aufgerufen am 29. August 2009). Der „schrille Montagsclub“ (Der Tagesspiegel) der „Rampensau Mark Scheibe“ (Berliner Zeitung) galt bald als „Geheimtipp“ und fand Anklang beim Publikum.
Mit seinem Gespensterorchester, bei dem er an der Hammond-Orgel eine ganze Big Band ersetzt und Swing-Musik mit teils provokanten, teils gefühlvollen Texten spielt, tourte er 2007–2009 durch Deutschland und hatte unter anderem Auftritte in Clubs in Aachen, Augsburg, Berlin und Konstanz sowie auch bei Stadtfesten und ähnlichen Events, wie zum Beispiel beim Viertelfest 2007 in Bremen.Vgl. , Programmankündigung für das Bremer Viertelfest im August 2007 (aufgerufen am 29. August 2009).
Von August 2008 bis Oktober 2010 veranstaltete er im Admiralspalast in Berlin-Mitte seine Berlinrevue, eine monatlich stattfindende „Musikshow mit Mark Scheibe, Orchester und Gästen“., Bericht auf der Website der Stadt Berlin (aufgerufen am 6. August 2026). Zusammen mit seinem 15-köpfigen Orchester und Gästen präsentiert er in seiner Revue eine „Hommage an Berlin“ (Berliner MorgenpostMark Scheibes Hommage an Berlin, Artikel in der Berliner Morgenpost vom 6. Oktober 2008 (aufgerufen am 29. August 2009).) sowie eine „Feier des Pompösen und Bombastischen“ (tazDer wilde Scheibe, Artikel in der taz vom 30. Mai 2009 (aufgerufen am 29. August 2009).). In Scheibes Berlinrevue traten mittlerweile Künstler verschiedener Genres auf, so unter anderem Bernd Begemann, Bas Böttcher, Sharon Brauner, Elke Brauweiler, Tim Fischer, Cora Frost, Jürgen Hilbrecht, Kitty Hoff, P.R. Kantate, Sebastian Krämer, Axl Makana, Thorsten „Nagel“ Nagelschmidt, Nikolai Tomás von Poems for Laila, Jördis Triebel und Johanna Zeul.Nach der Insolvenz des Admiralspalastes wurde nun das Kesselhaus in der Kulturbrauerei neue Heimat der Berlin Revue, die erste Show kam am 4. April 2011 dort auf die Bühne. Vgl. Internetauftritt der Berlinrevue bei MySpace (aufgerufen am 1. September 2009).
"Melodie des Lebens", Hochschularbeit, neuer Nationalhymnentext mini|Melodie des Lebens „6“ in der Gesamtschule Bremen-Ost mit Mark Scheibe als Pianist und Moderator (August 2009) Seit 2007 leitet Scheibe im Kultur- und Musikförderungsprojekt „Zukunftslabor Orchesterschule“ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das von ihm erfundene Musikprojekt Melodie des Lebens in der Gesamtschule Bremen-Ost (GSO). Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hat seit April 2007 ihre Probenräume und einen Probensaal mit 500 Sitzplätzen in einem eigens umgebauten Bereich der größten Bremer Schule. Die GSO liegt im Bremer Ortsteil Tenever, einem „sozialen Brennpunkt“, wo Menschen aus 88 Nationen leben und wo „für über 60 % der Kinder Hartz IV die tägliche Realität“ bedeutet (Weser-Kurier)., Bericht bei Radio Bremen vom 30. Dezember 2008 (Dokument existiert nicht mehr).
Hier kommt Scheibe jeden Monat für einige Tage in die Schule, um zusammen mit den Schülern an den Inhalten der Melodie des Lebens zu arbeiten. Als Musiker, Komponist und Arrangeur bringt er Schüler und Orchester zusammen und erarbeitet mit ihnen als künstlerischer Leiter eine Musikshow, die mit einem jeweils neuen Programm zweimal im Jahr im Konzertsaal der Gesamtschule Bremen-Ost öffentlich aufgeführt und in den ersten vier Jahren im Internet live übertragen wurde., abgerufen am 6. August 2026.
Für ihre Kooperation sowie für das Musikshow-Projekt, das unter Leitung von Scheibe entstand, wurden die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und die Gesamtschule Bremen-Ost mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Zukunftsaward 2007 des von Matthias Horx gegründeten Zukunftsinstituts, dem 1. Preis in der Sparte „Musik“ beim Wettbewerb Kinder zum Olymp 2008 der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder, 2008 mit dem Preis Ausgewählter Ort im Land der Ideen der Initiative Deutschland – Land der Ideen und 2011 mit dem internationalen Bremer Friedenspreis: die schwelle.Vgl. beim Internetauftritt der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Stand: 13. Januar 2011 (aufgerufen am 16. November 2011). 2012 gewann das der Melodie des Lebens zugeordnete Projekt Zukunftslabor den ECHO-KLASSIK für Nachwuchsförderung. Außerdem hat das Zukunftslabor mit dem Future Lab Tunisia eine Dependance in Tunesien, wo nach dem Bremer Vorbild eine Schule in einem Brennpunkt-Stadtteil Manouba in Tunis mit einem Orchestre National de Tunisie kooperiert. Auch Scheibes Erfindung „Melodie des Lebens“ kam in Tunesien als „Mélodie de la vie“ 2018 und 2019 auf die Bühne.