mini|Basílica de Nossa Senhora da Assunção in Santa Tirso
Santo Tirso ist eine Gemeinde und Stadt im Norden Portugals, die sehr vom Weinbau geprägt ist. In der Gemeinde leben Einwohner (Stand ).
Geschichte mini|Das Kloster von Santo Tirso Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung. Insbesondere die Ausgrabungen am Monte da Assunção, aber auch die ausgegrabenen Festungsdörfer aus der Castrokultur von Monte Padrão und Santa Margarida sind zu nennen. Die im 2. Jahrhundert v. Chr. eingetroffenen Römer nahmen die Dörfer ein und romanisierten sie.
Der heutige Ort geht auf die Gründung eines Klosters durch D. Unisco Godiniz im Jahr 978 zurück. 1097 gab der spätere König D. Afonso Henriques das Gebiet des Klosters an Soeiro Mendes da Maia, bevor es ein Jahr später an das Benediktinerkloster des Abtes D. Gaudemiro kam. Das Gebiet umfasste 1833 die Gemeinden Santo Tirso, São Miguel do Couto und Santa Cristina do Couto. Nach der Liberalen Revolution 1822 und dem folgenden Miguelistenkrieg wurden 1834 alle Kirchenorden aufgelöst und deren Güter verstaatlicht. Eines der Klostergebäude wurde daraufhin provisorischer Verwaltungssitz des neu geschaffenen Kreises Santo Tirso, der das vorherige Gebiet des Klosterbesitzes abdeckte.
In den 1970er Jahren wanderten viele Einwohner aus Santo Tirso in das südhessische Groß-Umstadt aus, das bis heute eine große portugiesische Minderheit hat.
1985 wurde die bisherige Kleinstadt (Vila) zur Stadt (Cidade) erhoben. Bis 1998 gehörte Santo Tirso zu den bevölkerungsreichsten Kreisen im Land, bis Trofa durch Ausgliederung selbstständig wurde.www.verportugal.net, abgerufen am 16. März 2014
Verwaltung Kreis Santo Tirso Santo Tirso ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Porto. Am hatte der Kreis Einwohner auf einer Fläche von km².
Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Vila Nova de Famalicão, Guimarães, Vizela, Lousada, Paços de Ferreira, Valongo, Maia sowie Trofa.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 24 auf 15 verringerte.Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Santo Tirso: mini|hochkant=1.3|Kreis Santo Tirso
Bevölkerungsentwicklung + Einwohnerzahl im Kreis Santo Tirso (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 2055 12.779 28.371 41.078 77.130 93.482 102.593 72.396 71.387
Kommunaler Feiertag 11. Juli
Städtepartnerschaften : Groß-Umstadt (seit 1988) : Clichy-la-Garenne (seit 1991) : Celanova, Provinz Ourense, Galicien (seit 1992) : Mâcon (seit 1992) : Santana (seit 1997) : Alcázar de San Juan (seit 1997) : Rio de Janeiro (seit 2000) : Nova Friburgo : Saint-Péraywww.anmp.pt, abgerufen am 26. Oktober 2013
Söhne und Töchter der Stadt Rosendo de Celanova (10. Jahrhundert), heiliggesprochener Bischof Albino Sousa Cruz (1869–1966), Tabakunternehmer in Brasilien Carlos de Sá Fragoso (1876–1948), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von São Tomé von Meliapore in Indien Américo Pires de Lima (1886–1966), Botaniker, Arzt und Hochschullehrer António Carneiro Pacheco (1887–1957), Jurist, Hochschullehrer und Politiker, Erziehungsminister im Estado-Novo-Regime Roberto Macedo (1887–1977), Richter, Publizist und Schriftsteller Luís Gonzaga Ferreira da Silva (1923–2013), Bischof von Lichinga, Mosambik Eurico de Melo (1925–2012), Ingenieur und Politiker (PSD), mehrmaliger Minister Eduardo da Costa Macedo (1859–1916), Rechtsanwalt, Publizist und Schriftsteller Hargreaves da Costa Macedo (* 1929), Architekt Alberto Festa (1939–2024), Fußballspieler, Nationalspieler bei der WM 1966 José Pacheco (* 1942), Radrennfahrer Joaquim Ferreira Lopes (* 1949), Bischof von Viana (Angola) Paulo de Sousa Pereira (* 1969), Unternehmer, Architekt und Promoter José Gaspar Silva Azevedo (* 1975), Fußballspieler Tiago César Moreira Pereira (* 1975), Fußballspieler Armindo Araújo (* 1977), Rallyefahrer Ricardo Rocha (* 1978), Fußballspieler Rui Orlando Ribeiro Santos Neto (* 1979), Fußballspieler Pedro da Silva Moutinho (* 1979), Fußballspieler Rui Pedro Silva (* 1981), olympischer Leichtathlet Bruno Tiago (* 1981), Fußballspieler João Correia (* 1983), behinderter Leistungssportler Sara Moreira (* 1985), Leichtathletin, Hindernisläuferin bei der Olympiade 2008 in Peking Licá (* 1988), Fußballspieler João Pedro Pereira Silva (* 1990), Fußballspieler Vitinha (* 2000), Fußballspieler
Weblinks
Einzelnachweise