Görsroth ist ein Ortsteil der Gemeinde Hünstetten im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographie Der Ort liegt im Taunus nördlich des Hauptkamms zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden. In geringer Entfernung zum Ort verläuft westlich die Bundesstraße 417.

Geschichte Östlich der Gemeinde liegen die stark verschliffenen Reste der vorgeschichtlichen Ringwallanlage Mühlberg.

Die erste Erwähnung des Ortsnamens erfolgte im 14. JahrhundertF. W. Roth: Fontes rerum Nassoicarum. Band 3, Wiesbaden (1880 ff.), Seite 381, zitiert nach Adolf Bach: Die Siedlungsnamen des Taunusgebietes in ihrer Bedeutung für die Besiedlungsgeschichte. Bonn, Röhrsched (1927), S. 140. Akte Hessisches Hauptstaatsarchiv (HHStAW), 22, 206 (Eberbach, Zisterzienser, Zinsregister zu Limburg, 1364 bis ca. 1500, Eintrag XXIIII) abgerufen am 20. Februar 2026, zitiert nach Rudolf P. Wuschek, 650 Jahre Görsroth mit Kesselbach: 1364 - 2014, Hünstetten, Gemeinde Hünstetten 2014, S. 40–43. ISBN 978-3-923811-35-9. als Gerhartts rodde prope Etgensten (also „bei Idstein“). Aufgrund des frühere Ortsnamens Gerhartts rodde wird vermutet, dass es sich um Gerhard Graf von Nürings handeln könnte, der hier bei Auroff (Urefo) eine Waldfläche zur Anlegung eines Hofes um 1160 gerodet haben soll.Anmerkung: Hypothese in Anlehnung an Waldemar Schmidt: Territorialgeschichte der Grafschaft Nassau-Idstein und der angrenzenden Ämter.Teil II: Ortslexikon, S. 49ff. und 54 ff. In: Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten, S. 1. (PDF-Datei; 1,03 MB).Manfried Weber in den Hünstetter Nachrichten Nr. 11 (2023), Seite 7. Graf Gerhard war im Raum Falkenstein ansässig, wo er 1146 das Kloster Retters stiftete.Hauptstaatsarchiv München (Mainzer Urkunden: 23), Zeile 5. Am 8. September 1394 erklärt Gilbrecht von Schönborn, dass er zwei Teile am Zehnten von Gerardsrode sowie 14 bis 15 Hühner von Graf Philipp I. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg als Burglehen erhält.Urkunde, Hessisches Hauptstaatsarchiv (HHStAW), Bestand 121, Nr. U von Schönborn 1394 September 8, abgerufen am 24. Januar 2026.

Am 1. Januar 1977 wurde Görsroth im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die fünf Jahre zuvor entstandene neue Gemeinde Hünstetten kraft Landesgesetz eingegliedert. Für Görsroth wurde, wie für die anderen Ortsteile, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.

Wappen Das Wappen zeigt in Blau einen bewurzelten silbernen Apfelbaum mit goldenen Früchten.

Infrastruktur Im Ort gibt es die Panorama-Schule, eine Grundschule, eine Mehrzweckhalle, einen Sportplatz, die Kindertagesstätte Groß + Klein und die 1872 eingeweihte evangelische Kirche, an deren Standort schon seit 1596 ein anderes Gotteshaus gestanden hatte.

Weblinks

Ortsteil Görsroth im Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten. In: Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten. (PDF-Datei; 1,03 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rheingau-Taunus-Kreis Kategorie:Geographie (Hünstetten) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1977 Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert