Die Götter aus dem All ist der Titel einer Reihe von acht Comic-Heften der polnischen Autoren Bogusław Polch (Zeichnungen), Arnold Mostowicz und Alfred Górny (Texte), die zwischen 1978 und 1983Für Sammler: Comic-Serie A4-Softcover vom Bastei-Verlag 1978 bis 1983: Die Götter aus dem All vom Bastei-Verlag veröffentlicht worden sind. Die Story erzählt die Begegnung der frühen Erdbewohner mit höher entwickelten außerirdischen humanoiden Lebensformen, die für die Erdlinge zu Göttern aus dem All werden. Der Comic basiert in vielen Teilen auf den präastronautischen Thesen des Schweizer Autors Erich von Däniken, beispielsweise erklärt die Comic-Handlung von Mostowicz und Górny archäologische Monumente wie die Pyramiden von Gizeh oder die Geoglyphen von Nazca als Folgen des prähistorischen Besuches von Außerirdischen. Auch biblische Geschichten sind in präastronautischer Interpretation in den Comic eingeflossen.
Charaktere Die Handlung spielt in einer möglichen Ur-, Vor- und Frühgeschichte unseres Planeten.
Die Besucher aus dem All stammen vom Planeten Delos im Sternbild Sagittarius. Die Macht wird in der Hauptstadt Deloport vom Großen Gehirn ausgeübt, einem unsterblichen Wesen, das seine Zellen ständig selbst erneuert und früher in dem genialsten Wesen des Planeten gelebt hat. (Dies erinnert etwas an die Situation auf dem Planeten Vinea der Serie Yoko Tsuno von Roger Leloup.) Das große Gehirn hat den Untergang des Heimatplaneten Delos vorausgesehen und Expeditionen beauftragt, einen Planeten zu finden, auf dem die Zivilisation weiter bestehen kann. Den dortigen Lebewesen soll die Kultur der Heimatwelt gebracht werden. Der Flug wird im Tiefschlaf verbracht; erst kurz vor dem Ziel werden die Expeditionsteilnehmer geweckt. Falls eine Besiedlung des Planeten nicht möglich ist, soll der Flug fortgesetzt werden. Später revidiert das Große Gehirn die Planung und befiehlt die Vernichtung der Mutierten: Ein riesiger Meteorit soll die Umlaufbahn des Planeten um die Sonne ändern, dadurch die Polachse verschieben und mit dem Schmelzen des Polareises den Untergang von Atlantis herbeiführen.
Die schwarzhaarige Ais, Direktorin der Akademie der wissenden Regenten, ist mit der Führung einer Expedition auf den dritten Planeten eines Sonnensystems beauftragt worden. Ihre Hauptkleidungsfarbe ist Orange. Nach der Erkundungsmission lässt sie eine Operationsbasis auf dem Planeten einrichten und treibt die Forschung voran. Roub und Chat fühlen sich beide zur einzigen Frau an Bord hingezogen; für sie stehen aber Pflicht und Mission vorrangig auf der Agenda. Die erste Siedlung findet ihr Ende in einem Vulkanausbruch, aber sie übernimmt Berouds Mission auf der Insel Atlantis. Sie findet einen weiteren havarierten Großkreuzer von Delos, der allerdings bereits von ihrem Gegenspieler ausgeschlachtet wird. Sie entgeht einem Mordanschlag von Satham, wird von ihm entführt und befreit. Auch die Insektoiden nehmen sie kurzzeitig bei ihrer Erkundungsmission fest und lassen sie wieder frei. Immer wieder führt sie heikle Missionen selbst an, wird von Rhama befreit und gesteht ihm ihre Liebe, die aber bis zur Erfüllung der Aufgabe warten muss. Im Kampf gegen die Insektoiden reist sie mit Rhama und Zan zum Mond, wo die feindliche Basis vernichtet wird. Nach ihrer Rückkehr in das angewachsene Atlantis wird sie nach Delos zurückbeordert, der Flug wird aber abgebrochen: Die Angriffe Sathams in Atlantis erfordern eine schnelle Rückkehr. In neuem orangem Overall begleitet sie Chat auf die Erde: Ihre Sonde wird abgeschossen, im Dschungel müssen sie sich nach der Notlandung gegen Riesen wehren und schließlich Zan aus der Haft befreien. Nach siegreichem Kampf gegen die Titanen kehrt sie befehlsgemäß nach Delos zurück. Gegen die neuen Weisungen des Großen Gehirns, die Mutierten zu vernichten, zweifelt sie und lehnt sich auf. Sie warnt Zan vor der befohlenen Vernichtung von Atlantis durch eine Polareisschmelze und befragt ihren alten Lehrer Allad. Ausgerüstet mit neuen Waffen kehrt sie im Ungehorsam zur Erde zurück und hilft bei der Evakuierung. An Bord des Raumschiffs erfährt sie die Strafe des Großen Gehirns: Auch sie wird getötet werden. Zuvor soll allerdings eine zweite Ais genetisch entstehen, die ihre Fähigkeiten und ihren Mut erhalten soll. Das Urteil wird dann in Verbannung in die Laboratorien der Galaxis Berenice umgewandelt.
Der blonde Chat, Direktor der Akademie der wissenden Regenten, ist einer ihrer Stellvertreter. Ihm ist die Kleidungsfarbe grün zugeordnet. Schon früh zeigt sich sein Gegensatz zu Roub: Er will das tun, was die Mission erfordert und was befohlen wurde – Roub will das tun, was er für das beste hält. Der Fund von Spuren intelligenten Lebens führt bald zu größeren Spannungen in der Führungsebene, ebenso die Frage nach Verbleib oder Weiterflug. Nach der ersten Mission fliegt er zum Mutterschiff und verbleibt dort. Später ist er Kommandant des Raumschiffs, trägt aber die abgestufte schwachviolette Overall-Kombination nachgeordneter Mitglieder. Auch er wird nach Delos zurückgerufen. Beim angeordneten Rückflug trägt er die rote Overallkleidung eines Anführers. Er kämpft gegen den Dschungel und Riesen, hilft bei der Befreiung von Zan. Danach erfolgt die befohlene Rückkehr nach Delos. Er folgt Ais in ihrem Ungehorsam zurück zur Erde. Beim Versuch, den von Satham gestohlenen Kristallschädel zurückzuerlangen, wird er gefangen, aber von Ais befreit. Er findet den Tod durch einen als Roboter getarnten Delosianer an Bord des Raumschiffs – Urteil des Großen Gehirns für die Gesetzesübertretung.
Roub, ebenfalls Direktor der Akademie der wissenden Regenten und Stellvertreter von Ais, ist der älteste der Führungstrias. Er ist weißhaarig und trägt einen blauen Overall. Er ist schnell als Gegenspieler von Chat erkannt und versucht, Ais gewaltsam für sich zu gewinnen, erhält aber eine schroffe Abfuhr. Im betrunkenen Zustand machen Roub und seine Männer eigene „Versuche“ mit den weiblichen Eingeborenen, von denen er hofft, dass sie genetisch erfolgreicher sein werden, als die Laborversuche Zans. Er sorgt für Sabotage, um die Mannschaft auf der Erde festzuhalten. Er schreckt vor Mord an anderen Expeditionsteilnehmern nicht zurück und will auch das Mutterschiff sprengen. Als dies misslingt, flüchtet er in den Dschungel, verfolgt von Chat. Sein Ende findet er allerdings nicht durch seinen Rivalen, sondern durch den Biss einer Schlange.
Zan, braunhaarig und im violetten Overall, ist der Präsident der Akademie der wissenden Regenten und hat die Expedition von Anfang an wissenschaftlich überwacht. Er ist immer wieder versöhnend zwischen den unterschiedlichen Charakteren von Ais’ Stellvertretern. Er macht die Gen-Versuche zur Veränderung der Eingeborenen im Labor, stellt die Versuche bald ein und treibt stattdessen ein Lernprogramm für die Eingeborenen voran. Auf Atlantis führt er seine Genetik-Versuche erfolgreich fort. Mithilfe besonderer Kommunikationstechniken nimmt er Kontakt zur entführten Ais auf und befreit sie. Beim Angriff der Insektoiden entwickelt er ein Präparat, um die Delosianer und die Humanoiden der Erde zu schützen. Ebenfalls entwickelt er Schutzhelme gegen die Ortungsstrahlen der Insektoiden und erforscht einen erbeutete Bio-Roboter. Er entwickelt weitere Waffen gegen die Insektoiden und sorgt für die Zerstörung des ersten feindlichen Schiffs auf der Erde mit einer Atom-Waffe. Beim Angriff auf Atlantis gerät er in die Hände von Satham, wird aber von Ais und Chat und Enoch befreit. Bei der vom Großen Gehirn gesteuerten Vernichtung von Atlantis organisiert Zen mit Enoch die Evakuierung und die Planung bleibender Monumente durch die Mutierten in den neuen Kolonien. Die anderen Expeditionsteilnehmer (alles Männer) tragen einheitlich schwachviolette Overalls. Kommunikatoren in Form von Ohrringen verbinden alle miteinander. Nach Kontakt mit weiblichen Eingeborenen im betrunkenen Zustand kommt es zum Murren und Widerstand, geschürt von Roub.
Kommandant Elo und sein Begleiter Lom gehören zur ersten, Kommandant Fent und sein Begleiter Pam zum zweiten Team, das einen Fuß auf den unbekannten Planeten setzt und sich bald mit den Tieren des Dschungels auseinandersetzen müssen.
Beroud, Leiter einer zweiten Expedition, kommt bald nach Ais zur Erde. Auf der Ebene von Nazca lässt Ais eine Landefläche vorbereiten und Symbole und Signale in den Boden brennen. Die Eingeborenen ahmen viele der Figuren nach. Beroud stirbt bald nach der Landung an einer Vergiftung und wird bei Nazca beerdigt.
Eness ist Beroud’s Pilot, der danach in Ais’ Dienste tritt und sie nach Atlantis fliegt. Bald gehört er zu ihrem Stab und übernimmt andere Aufgaben, wird aber nicht direkt durch höherfarbigen Overall ausgezeichnet. Er scheint Ais sehr zu mögen, verabschiedet sich mit Umarmung von ihr, als sie zur Mission nach Indien aufbricht, und begrüßt sie nach ihrer Rückkehr ebenso herzlich. Während der Zeit dieser Mission hat er die Stadt Atlantis mit den Einheimischen aufgebaut und ist zu grünem Overall aufgestiegen. Er muss sich mit dem Problem der Verbindungen zwischen Delosianern und Mutantenfrauen auseinandersetzen, während Ais nach Delos abberufen wird. Beim zweiten Angriff auf die Stadt geraten Eness und Zan in Sathams Gefangenschaft. Auf telepathischem Weg warnt Eness das Große Gehirn. Satham kann Eness Willen nicht brechen. In einem Handgemenge wird er von einem Todesstrahl zu Asche verbrannt.
Satham, der Leiter der genetischen Operationen und des chemischen Labors in Berouds Expedition auf Atlantis, wird zum Verräter und Saboteur der Experimente. Er verhindert eine Analyse von verdächtigen Präparaten und widmet sich seiner eigenen Züchtung von schaurigen Mutanten ohne Intelligenz. Sein Mitarbeiter Malan versucht einen Mordanschlag auf Ais. Als dieser misslingt, lässt er Ais entführen, will sie für sich gewinnen. Nach ihrer Befreiung setzt er seine Experimente fort. Die Mannschaft des dritten Raumschiffs hält er zu seiner Verfügung im Tiefschlaf gefangen. Mit seinen Mutanten versucht er einen Angriff auf die Basis, der aber abgeschlagen wird. Später führt er weitere Experimente mit Hünen durch. Er zieht grüne Overalls an und ist uneingeschränkter Herrscher in seinen Basislagern. Der von ihm initiierte Angriff der Riesen auf die Stadt Atlantis wird abgeschlagen. Weitere Experimente verwandeln die Riesen in willenlose Sklaven, die per Fernbedienung gesteuert werden. Beim zweiten Angriff auf die Stadt kann er Zan und Eness gefangen setzen. Er tötet Eness kaltblütig. Sein Ziel ist es, die Erde in eine Art Hölle zu verwandeln. Bei der Rückkehr von Ais hat er keine Skrupel, die Sonde abzuschießen. Seine Revolte der Titanen scheitert, und wieder einmal kann er sich rechtzeitig absetzen. Er bringt den Mutierten viel Wissen (Seefahrt, technisches Wissen, Navigation und Astronomie) und ergänzt die Bemühungen der Delosianern („Manchmal schafft das Böse trotz allem Gutes! Hoffentlich siegt auf Dauer das Gute!“ äußerst Zan weise, Band 5, S. 11). Beim Untergang von Atlantis stiehlt er den Kristallschädel aus dem Raumschiff. Als Meeresgott Oannes bringt er Sargon und anderen Wissen von den Gestirnen und verlangt den Bau eines großen Turmes. Bei der Ankunft Aistars will er sie fangen lassen und das neueste delanische Raumschiff in Besitz nehmen. Durch gezielte Zellteilung erschafft er Duplikate von sich und wird dadurch nahezu unsterblich. In Ägypten verändert er den Nillauf und sorgt mit seinem Gehilfen für die Versandung Nordafrikas. Den Pyramidenbau will er mit einer Armee von Riesenskorpionen verhindern. Aistar setzt ihn schließlich in einer Kapsel am Meeresboden fest, befreit ihn aber nach der Nachricht vom Untergang von Delos.