Die Quante AG war ein ursprünglich selbständiges Telekommunikationsunternehmen mit dem Unternehmenshauptsitz in Wuppertal. Die TraditionsfirmaHandlungsprogramm zur Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen in Wuppertal (PDF) abgerufen im August 2009 zählte zu den Pionieren der modernen Fernmeldetechnik.Julia Ströbel: Das Bergische Land in alten Fotografien. 2003, ISBN 3-89702-638-4, S. 35 mit Bild des Gründers Quante wurde im Jahr 2000 vom US-Konzern 3M übernommen und firmierte später unter anderem noch als Tochterunternehmen Quante GmbH mit dem Unternehmenssitz in Neuss.

Profil mini|NTBA der Deutschen Telekom, hergestellt von Quante Als selbständiges Unternehmen war Quante ein führender Anbieter im Bereich Telekommunikationstechnik. Eins der bekanntesten Produkte waren die Telefonhäuschen des Unternehmens.Erinnerung an die Firma Quante AG 1979 bis 2002 abgerufen im August 2009Entwicklung von Telefonhäuschen der Fa. Quante AG abgerufen im August 2009

Neben dem Standort in Wuppertal hatte das Unternehmen einen Standort in Hattingen sowie Werke in Pont-Chateau und Rungis in Frankreich, Snailwell in England und Frankenmarkt in Österreich. Im Jahr 2000 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 2400 Mitarbeiter. 1999 wurde ein Jahresumsatz von fast 700 Millionen DM und ein Gewinn von 10,9 Millionen DM erzielt. Ad-hoc-Meldung vom 12. Oktober 2000

Geschichte Der Schlossermeister Wilhelm Quante gründete 1892Quante, Wilhelm; Wuppertal-Elberfeld im Radiomuseum; abgerufen im August 2009 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal) ein Unternehmen, das sich mit der Herstellung von Herden und Öfen befasste.

Bereits wenige Jahre nach der Gründung nahm das Unternehmen Reparaturaufträge an Telegrafen und Fernsprechleitungen von der Kaiserlichen Post an. 1910 erfolgte dann die Fabrik für Telegrafenbaumaterialien und Apparate (später: Wilhelm Quante Spezialfabrik für Apparate der Fernmeldetechnik). In den Kriegsjahren zwischen 1942 und 1944 wurden Arbeiterinnen aus Russland bzw. der Ukraine beschäftigt, die Aufzeichnungen zu den damaligen Vorgängen sind aber sehr lückenhaft. Aus dieser Verantwortung trat die Quante zur Stiftungsinitiative „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ der deutschen Wirtschaft bei.Quante beabsichtigt den Beitritt zur Stiftungsinitiative Pressemeldung vom 30. Dezember 1999

Die Umfirmierung zur Quante Fernmeldemontagen GmbH erfolgte 1967.

Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft wurde im Jahr 1988 vollzogen, darauf erfolgte der Börsengang am 22. März 1991. Gehandelt wurden die Aktien an den Börsenplätzen in Düsseldorf, Frankfurt am Main und Stuttgart.3M beabsichtigt Kauf von Quante Ad-hoc-Meldung vom 1. Februar 2000 Das eingenommene Kapital wurde investiert, indem man die französische Poyet-Gruppe erwarb.Quante AG Alte historische Aktien und Wertpapiere abgerufen im August 2009

Im Jahr 2000 wurde die Quante AG von der 3M (Minnesota Mining & Manufacturing Co) übernommen, das Unternehmen hatte dazu das gesamte Aktienpaket von 5.200.000 Stammaktien von der Familie Quante übernommen und war dadurch in Besitz von 50 Prozent des Grundkapitals. Ad-hoc-Meldung vom 1. Februar 2000 Für die restlichen Aktien am freien Markt gab die 3M ein Übernahmeangebot ab, Ad-hoc-Meldung vom 29. März 2000 das über drei Monate leicht verbessert wurde. Ad-hoc-Meldung und vom 16. Juni 2000 Die letzte Hauptversammlung fand im September 2000 statt. Ad-hoc-Meldung vom 21. Juli 2000 Zu Ende des Jahres wurde das, nunmehr Tochterunternehmen von 3M, restrukturiert. Ad-hoc-Meldung vom 12. Oktober 2000 2003 wurden durch ein Squeeze-out sämtliche Kleinaktionäre ausgekauft und der Sitz von Wuppertal nach Neuss verlegt.

Das Gebäudeensemble mini|Das ehemalige Gebäudeensemble Quante, nun Gewerbepark Ideon

In Wuppertal-Elberfeld hatte die Quante an der Uellendahler Straße ein größeres Gebäudeensemble, nach der Übernahme durch 3M wurde der Standort aufgegeben, 2004 wurde das 50.000 m² große Areal von der Riedel Funk- und Intercomtechnik übernommen,Unternehmensporträt (PDF) der Riedel Funk- und Intercomtechnik, abgerufen im August 2009 die dort einen Teil des Gebäudeensembles als Hightech-Unternehmenspark („Gewerbepark Ideon“) weiter vermietet. Westdeutsche Zeitung, 15. März 2005

Einzelnachweise

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