Eduard Kleine (* 2. Oktober 1837 in Herford; † 6. April 1914 in Dortmund; vollständiger Name: Eduard Friedrich Ferdinand Kleine) war ein deutscher Bergingenieur und Bergbau-Unternehmer sowie von 1887 bis 1889 Reichstagsabgeordneter der Nationalliberalen.
Leben Eduard Kleine war ein Sohn des Pfarrers Johann Ludwig Kleine (1805–1885) und studierte nach Besuch des Friedrichs-Gymnasium Herford an der Universität Halle und an der Bergakademie Berlin Bergwesen. Im Anschluss war Kleine kurzzeitig praktisch als Steiger tätig und beteiligte sich später finanziell an Steinkohle-Bergwerken. Er heiratete in die Familie Hueck ein, die unternehmerisch im Bergbau tätig war. Ab 1875 war er Stadtverordneter in Dortmund und von 1887 bis 1889 Abgeordneter für die Nationalliberalen im Reichstag. 1891 trat er in den Gesamtvorstand des Alldeutschen Verbands ein.Stefan Frech: Wegbereiter Hitlers? Theodor Reismann-Grone. Biographie eines völkischen Nationalisten (1863–1949). Schöningh, Paderborn u. a. 2009, ISBN 978-3-506-76365-5, S. 97. Von 1911 bis 1914 war er Abgeordneter im Provinziallandtag der Provinz Westfalen.
Ab 1904 saß Eduard Kleine im Aufsichtsrat des damals größten Bergwerksunternehmens im Ruhrgebiet, der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, die einige der Hueck’schen Zechen übernommen hatte. Von 1905 bis 1909 war Kleine Vorsitzender des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund. Hinzu kam das von 1905 bis 1914 ausgeübte Amt des Präsidenten der Handelskammer zu Dortmund. 1913 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Dortmund verliehen. Am 6. April 1914 starb Eduard Kleine in Dortmund.
Schriften Die Aufbesserung der Lage des niederrheinisch-westfälischen Steinkohlenbergbaus. 1885.
Literatur
Alfred Bruns (Hrsg.), Josef Häming (Zusammenstellung): Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826–1978. (= Westfälische Quellen- und Archivverzeichnisse, Band 2.) Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster 1978, S. 379. Gabriele Unverferth: Kleine, Eduard Friedrich Ferdinand. In: Hans Bohrmann (Hrsg.): Biographien bedeutender Dortmunder. Menschen in, aus und für Dortmund. Band 1, Ruhfus, Dortmund 1994, S. 64–66. Wolfram Fischer (Hrsg.): Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Unternehmer. K. G. Saur, München 2004, ISBN 3-598-11587-3, S. #.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ingenieur Kategorie:Unternehmer (Dortmund) Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich) Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Westfalen (Königreich Preußen) Kategorie:NLP-Mitglied Kategorie:Ehrenbürger von Dortmund Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1837 Kategorie:Gestorben 1914 Kategorie:Mann