mini|hochkant=0.9|Walther Groz(gemalt von Werner Schramm, 1969)

Walther Groz (* 11. Oktober 1903 in Ebingen; † 19. Juni 2000 in Albstadt) war ein deutscher Industrieller und Politiker.

Leben Jugend und Berufseinstieg Walther Groz wuchs in Ebingen auf der Schwäbischen Alb auf. Nach seiner Schulzeit studierte er an der Technischen Hochschule Stuttgart Maschinenbau.

Während des Studiums schloss er sich dem Corps Bavaria Stuttgart an.Nachruf in: CORPS - Das Magazin, Heft 4/2000, S. 38 Nach Abschluss des Studiums trat er im Alter von 25 Jahren dem großväterlichen Betrieb Theodor Groz, heute Groz-Beckert, bei.

Firmenfusion und Aufstieg zum Weltunternehmen 1937 fusionierten die beiden Betriebe Theodor Groz und Beckert-Werk und gegründeten die neue Personengesellschaft Groz-Beckert, in welcher Walther Groz als persönlich haftender Gesellschafter die Führung des Betriebes übernahm und in dem er bis zum Jahre 1976 tätig war. Durch zahlreiche Neuerungen und vor allem technische Fortschritte konnte Walther Groz das Unternehmen zur Marktführerschaft führen.

Soziales Engagement 1950 bis 1952 ließ Groz mehrere Siedlungen für seine Mitarbeiter bauen und schaffte somit als Unternehmer und Oberbürgermeister Arbeitsplätze und neuen Wohnraum in Ebingen. 1976 spendete Groz über 5000 Kunstwerke verschiedener Stilrichtungen der Galerie Albstadt,Dietrich Heißenbüttel: Das Doppelleben des Alfred Hagenlocher. Vom NS-Täter zum Kunstfreund. In: Schwäbische Heimat (3) 2025, S. 17. 2002 wurde die Kaufmännische Schule nach ihm benannt.

Politisches Engagement Von 1948 bis 1960 war Walther Groz Oberbürgermeister der Stadt Ebingen. In seiner Amtszeit wurde der Ausbau der Infrastruktur, der Städtebaulichen Einrichtungen, Schaffung von Schulen, Kindergärten und vor allem der wohnräumliche Ausbau in der Oststadt von Ebingen und im Nachbardorf Bitz vorangetrieben. Sein Nachfolger als Oberbürgermeister war Hans Hoss.

Ehrungen 1952 wurde Groz Ehrenbürger der Gemeinden Wehingen, Meßstetten und Nusplingen. Im selben Jahr erhielt er das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1953 sogar das Große Verdienstkreuz. Ebenso wurde Groz Ehrensenator der Universität Tübingen. Am 13. Oktober 1973 wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Schwenningen ernannt.; abgerufen am 14. Dezember 2011

Literatur Albstadt: Galerie Albstadt: 100 Meisterwerke / Sammlung Walther Groz: Galerie Albstadt, 20. September bis 15. November 1998. Stuttgart 1998, ISBN 3-923644-87-6 Dietrich Heißenbüttel: Das Doppelleben des Alfred Hagenlocher. Vom NS-Täter zum Kunstfreund. In: Schwäbische Heimat (3) 2025, S. 17, 18+22.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Textilunternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Albstadt) Kategorie:Bürgermeister (Ebingen) Kategorie:Kunstmäzen Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Ehrensenator der Eberhard Karls Universität Tübingen Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Tuttlingen Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Sigmaringen Kategorie:Ehrenbürger von Albstadt Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Universität Stuttgart Kategorie:Württemberger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1903 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann