Haze ist ein von Shin’ya Tsukamoto produzierter, verfasster, gedrehter, gespielter und mit DV aufgenommener Kurzfilm von 2005.

Inhalt Ein Mann findet sich alleine, ohne Erinnerung und Wissen über seine Situation in einem körperengen, länglichen, dunklen Betonraum wieder, und wird durch eine mysteriöse, undefinierte Gewalt am Bauch verletzt. Immer wieder bricht er aufgrund seiner Lage in Panik und Verzweiflung aus. Er zwängt sich durch immer weitere, beklemmende Metall-Betonräume, wo ihm teilweise durch die Räumlichkeiten Gewalt widerfährt. So ist ein Raum so eng, dass er mit seinen Zähnen an einem Metallrohr entlang schleifen muss, um sich seitwärts fortzubewegen. Auf dem Boden befinden sich spitze, nagelartige Vorrichtungen und auch der Vorsprung, auf dem er sich mit den Händen festklammert, um den Druck auf seine Füße zu verringern, ist mit spitzen Gegenständen gespickt. Er beobachtet später durch ein Loch sich seltsam verhaltende Männer, die kurz daraufhin von einer unbekannten Kraft zerfetzt werden. Immer wieder halluziniert er, u. a. von einem Feuerwerk, oder hört eine weibliche Stimme. Er trifft später in einen Raum mit unzähligen Leichenteilen eine lebende, ebenfalls am Bauch verletzte Frau, die wie er keine Erinnerung und Ahnung besitzt, was in diesem Betonlabyrinth vor sich geht. Sie beraten über ihre Lage. Die Frau plant einen Kanal weiter zu gehen, der mit blutrotem Wasser, in dem sich Leichenteile befinden, gefüllt ist. Nur zögerlich begleitet der Mann die Frau. Der Kanal steht weiter unten zur Gänze unter Wasser. Die Frau entscheidet sich, weiter zu tauchen, der Mann folgt. Er taucht alleine auf und klettert einen Schacht hinauf, der oben versperrt ist. Er stößt ihn mit den Kopf auf und erblickt erstmals warmes Licht und das Zimmer einer Wohnung. Er sieht eine blutige Hand hinter einem Einrichtungsgegenstand hervor blicken, die wie sich herausstellt der ebenfalls lebenden Frau gehört, die er nun als seine Frau erkennt. Er ruft den Notruf. Es folgt eine Szene, in der der Mann sichtlich gealtert auf einem Dach zwischen weißen Tüchern, die zum Trocknen aufgehängt wurden, und den blauen Himmel umherwandert. Darauf folgt eine Szene, wo Mann und Frau – wieder im bisherigen Alter – lachend zusammen sitzen, und ein Feuerwerk zu hören und in der wechselnden Beleuchtung ihrer Gesichter zu sehen ist.

Kritik

Digital Short Films by Three Filmmakers 2005 Auf dem Jeonju International Film Festival (Südkorea) wurde am 28. April 2005 eine 24-minütige Fassung des Films gezeigt. Das Festival lädt seit 2000 alljährlich drei Regisseure ein, im Rahmen eines Projekts (Digital Short Films by Three Filmmakers) zu einem vorgegebenen Thema im Digitalformat zu drehen und stellt dafür jedem Regisseur $50,000 zur Verfügung. Neben Tsukamoto lieferten der Südkoreaner Song Il-gon und der Thailänder Apichatpong Weerasethakul Beiträge.

In späteren Aufführungen und Veröffentlichungen besitzt der Film eine Laufzeit von 49 Minuten.

Film Festivals Jeonju International Film Festival (28. April 2005) New York Film Festival (1. Oktober 2005) Viennale 2005 (in Form von Digital Short Films by Three Filmmakers 2005) Lyon Asiexpo Film Festival (12. November 2005) FilmAsia Festival (3. Dezember 2005) Cologne Cineasia Film Festival (10. Dezember 2005) Mar del Plata Film Festival (11. März 2006) Dead by Dawn Horror Film Festival (21. April 2006)

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Filmdrama Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Japanischer Film Kategorie:Filmtitel 2005