mini|Warenhaus Galeria, Eckseite Waisenhausstraße/Prager Straße, 2009 unter der Marke Karstadt mini|Rückseite des Warenhauses Galeria Das Warenhaus Galeria (zuvor Karstadt) ist ein Gebäude an der Ecke Prager Straße/Waisenhausstraße in Dresden.

Geschichte Das Warenhaus wurde von 1993 bis 1995 von der Baufirma Wiemer & Trachte AG nach Plänen des Architekturbüros Rhode, Kellermann, Wawrosky & Partner an der Stelle erbaut, an der sich 1912 bis 1945 das Residenz-Kaufhaus befand.Lupfer et al., Nr. 7 (Warenhaus Karstadt). Eröffnung war am 16. November 1995 mit 1.300 Mitarbeitern.

Ursprünglich sollte der Bau eine Filiale der Warenhauskette Hertie aufnehmen, doch nach deren Übernahme 1993 durch Karstadt wurde dies geändert. Da Karstadt bereits aus einem Treuhand-Verkauf das Centrum Warenhaus mit etwa 6000 m² Verkaufsfläche besaß, war folgend der Umzug in den Neubau, der rund 30.000 m² Verkaufsfläche aufweisen sollte, naheliegend. Vorher wurde jedoch etwa 30 % des bereits fertiggestellten Rohbaus wieder abgebrochen und anschließend wieder neu errichtet, auch die Tiefgeschosse wurden baulich verändert, um die Kaufhaus-Logistik auf das von Karstadt verfolgte Konzept anzupassen, die sich nicht mit der von Hertie deckte.

Das Gebäude stellt wieder den ursprünglichen Straßenverlauf der alten Prager Straße her und bildet im Westen und Norden wieder die Blockrandbebauung der Prager Straße und des Altstadtrings (Waisenhausstraße) aus bzw. vor. Das Gebäude ruht auf einer kolonnadenähnlichen Sockelzone, bestehend aus breiten Säulen. Darüber erheben sich die drei Obergeschosse, die eine Vorhangfassade hat, die abwechselnd mit verglasten und sandsteinverkleideten Flächen geschmückt ist. Es ist ein Gebäude mit einer „Tendenz zum Monumentalen in der Kombination von Glasflächen und Verkleidung mit vorgehängten Sandsteinplatten“.Paul XXVI Die Rückseite (Ostseite) des Bauwerkes ist terrassenartig abgestuft. Die Terrassen sind durch Treppen verbunden und besitzen eine Baumbepflanzung.

Das dem nunmehrigen Karstadt-Warenhaus gegenüber gelegene Centrum Warenhaus wurde von Karstadt sukzessive leergezogen, der danach jahrelang mindergenutzte bzw. leerstehende Bau wurde 2007 für die 2009 eröffnete Centrum-Galerie abgerissen. Zwischen den beiden Häusern ist die Prager Straße wieder auf die historische Straßenbreite von 18 Metern zurückgeführt worden.

Östlich des Gebäudes erstreckten sich bis 2021 weiträumig teils unbefestigte Parkflächen. Stadtentwicklungsseitig war und ist dieses Gebiet für eine städtebauliche Nachverdichtung der Innenstadt vorgesehen, deren erster Schritt mit dem Neubau eines „Technischen Rathauses“ (Stadtforum der Stadtverwaltung) vollzogen wurde. Der Bau wurde im März 2025 fertiggestellt.saechsische.de 29.03.2025

Betrieb Geschäftsführer des Dresdner Warenhauses ist Michael Zielke.

Die Miete an die RFR-Gruppe (Signa) beträgt 20 Prozent des Umsatzes (marktüblich wären 7 bis 12 Prozent). Die Stadt Dresden eröffnete im September 2025 in der 5. Etage neben dem Restaurant ein BürgerbüroBürgerbüro Dresden-Altstadt zieht ins Karstadt-Warenhaus auf saechsische.de, 2. September 2025, abgerufen am 23. Januar 2026. Während 2015 das Warenhaus noch 700 Mitarbeiter beschäftigte, sank diese Zahl bis 2023 auf rund 400. Im Erdgeschoss befindet sich ein Fanshop von Dynamo Dresden, im Kellergeschoss ein Feinkostmarkt. Kunden aus dem Ausland kommen v. a. aus Tschechien und bis 2022 aus Russland.

Rezeption

Literatur

Jürgen Paul: Dresden – die Stadt und ihre Architektur. In: Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3. Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.

Weblinks

Belege

Kategorie:Prager Straße (Dresden) Kategorie:Waisenhausstraße (Dresden) Kategorie:Kaufhaus in Dresden Kategorie:Erbaut in den 1990er Jahren Kategorie:Karstadt