Ustyluh (; ) ist eine Stadt in der nordwestlichen Ukraine. Der am Fluss Bug gelegene Ort befindet sich an der Westgrenze der Oblast Wolyn zu Polen. links|miniatur|Kirche im Ort
Geographie Die Stadt liegt am Rande der nordwestlichen Ausläufer des Wolhynischen Berglandes, auf der rechten Seite des Flusses Bug.
Die Entfernungen zu größeren Städten sind: 8 km nach Wolodymyr, 15 km nach Nowowolynsk, 60 km nach Kowel. Der Bug ist hier die westliche Grenze der Ukraine zu Polen (Zosin).
Seit 1979 hat der Ort auch einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wolodymyr–Sławków, im Ort beginnt die ukrainische Fernstraße N 22.
Geschichte Die Stadt wurde 1150 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, erhielt 1653 das Magdeburger Stadtrecht zugesprochen und gehörte bis zur 3. polnischen Teilung zur Adelsrepublik Polen (in der Woiwodschaft Wolhynien,Rizzi Zannoni, Woiewództwa Lubelskie y Rawskie. Mazowsze y Podlasie Południowe. Część Pułnocna Woiewództw Bełzkiego, Ruskiego y Sendomirskiego, część zachodnia Województwo (!) Wolyńskiego y Brzeskiego — Litewskiego.; 1772 wurde in dieser Zeit auch Rosypol genannt), kam dann zum Russischen Reich, wo es im Gouvernement Wolhynien lag und Ustilug genannt wurde. 1918/1921 fiel es an Polen und kam zur Woiwodschaft Wolhynien in den Powiat Włodzimierz, Gmina Uściług. Infolge des Hitler-Stalin-Pakts besetzte die Sowjetunion das Gebiet, nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 war der Ort bis 1944 unter deutscher Herrschaft, wurde dann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder von der Sowjetunion annektiert und gehört seit 1991 zur heutigen Ukraine.
Verwaltungsgliederung Am 14. August 2015 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Ustyluh (). Zu dieser zählten auch die 25 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer,Волинська обласна рада рішенням від 14 серпня 2015 року утворила об'єднані територіальні громади: у Володимир-Волинському районі bis dahin bildete die Stadt zusammen mit den Dörfern Parchomenkowe, Saluschschja und Trostjanka die gleichnamige Stadtratsgemeinde Ustyluh (Устилузька міська рада/Ustyluska miska rada) im Westen des Rajons Wolodymyr-Wolynskyj.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Ustyluh Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Ambukiw Амбуків Амбуков (Ambukow) Ambuków Chotjatschiw Хотячів Хотячов (Chotjatschow) Chotiaczów Chrypalytschi Хрипаличі Хрипаличи (Chripalitschi) Chrypalicze Darnyzke Дарницьке Дарницкое (Darnizkoje) Fundum Isow Ізов Изов Izów Kladniw Кладнів Кладнов (Kladnow) Kładniów Korytnyzja Коритниця Корытница (Korytniza) Korytnica Ludyn Лудин Лудин (Ludin) Łudzin Mykytytschi Микитичі Никитичи (Nikititschi) Nikitycze Nowyny Новини Новины (Nowiny) Nowiny Pjatydni П'ятидні Пятидни (Pjatidni) Piatydnie Polumjane Полум'яне Полумяное (Polumjanoje) Połomiane Rohoschany Рогожани Рогожаны (Rogoschany) Rohożany Rokytnyzja Рокитниця Ракитница (Rakitniza) Rokitnica Russiw Русів Русов (Russow) Rusów Sabolottja Заболоття Заболотье (Sabolotje) Zabłocie Saluschschja Залужжя Залужье (Saluschje) Załuże Selisky Селіски Селиски (Seliski) Sieliski Sorja Зоря Заря (Sarja) Puzów Stenscharytschi Стенжаричі Стенжаричи (Stenscharitschi) Stężarzyce Trostjanka Тростянка Тростянка Trościanka Tschornykiw Чорників Черников (Tschernikow) Czerników Turiwka Турівка Туровка (Turowka) Turówka Wortschyn Ворчин Ворчин (Wortschin) Worczyn Wydranka (bis 2025 ParchomenkoweВерховна Рада України; Постанова від 05.06.2025 № 4483-IX Про перейменування окремих населених пунктів, назви яких містять символіку російської імперської політики або не відповідають стандартам державної мови) Видранка (Пархоменкове) Выдранка/Пархоменково (Parchomenkowo) Wydranka
Sehenswürdigkeiten Der Komponist Igor Fjodorowitsch Strawinski hatte ein Anwesen in Ustyluh und verweilte hier oft zwischen 1890 und 1914. Heute befindet sich dort ein Museum.
Weblinks
Eintrag zum Ort in der Enzyklopädie der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Wolyn Kategorie:Rajon Wolodymyr Kategorie:Ersterwähnung 1150 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1653 Kategorie:Ort am Bug