Carta (Eigenschreibweise auch: CARTA) war ein Onlinemagazin in der Form eines Autoren-Blogs. Es erschien ab Herbst 2008 bis Juni 2022 und wurde – bis zu dessen Tod – von Robin Meyer-Lucht sowie weiterhin von Wolfgang Michal, Matthias Schwenk und Christoph Kappes herausgegeben.„Nachdenken statt hinterherrennen“, NZZ, 14. November 2008.CARTA: Wolfgang Michal und Matthias Schwenk werden Carta-Herausgeber Ab 2012 wurde das Blog von Tatjana Brode, Wolfgang Michal und Leonard Novy weiter betrieben. Im September 2014 schied Wolfgang Michal als Herausgeber aus. Neben Brode und Novy gehören Stefan Heidenreich und Lukas Franke zum vierköpfigen Herausgeberkreis und bilden zugleich die Redaktion. Seit Juni 2022 „pausiert“ Carta open end.

Profil Die Website bietet vor allem analytische Texte, Hintergrundberichte, Meinungsbeiträge und recherchierte Geschichten. Die thematischen Schwerpunkte sind die Beziehungen von Internet und Öffentlichkeit, politische Kommunikation, Medienökonomie, Politische Ökonomie, Medienpolitik und Online-Wahlkampf. Diese Themen werden in den drei Rubriken Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit abgehandelt.Selbstdarstellung auf carta.info Des Weiteren gibt es regelmäßige Beiträge zu Themen wie Energie-, Bildungs- und Klimapolitik oder investigativem Journalismus sowie des allgemeinen politischen Feuilletons.

Zu den mehr als 30 Autoren zählen neben den Herausgebern u. a.: Liane Bednarz Mercedes Bunz Peter Glaser Wolfgang Gründinger Justus Haucap Christian Humborg Otfried Jarren Marie Elisabeth Müller Tim Renner Stephan Ruß-Mohl Franz Sommerfeld Michael Spreng Frank Stauss Petra Thorbrietz Julia Thurnau Klaus Vater Berthold U. Wigger

Am 6. Dezember 2010 schrieb Meyer-Lucht, Carta brauche eine „neue Konzept- und Finanzierungsrunde“ und übergab die operative Leitung an die Herausgeber Matthias Schwenk und Wolfgang Michal sowie an Christoph Kappes, der seit Anfang 2010 regelmäßiger Autor war, und bestellte Christoph Kappes zu einem neuen Mitherausgeber.

Geschichte Im März bzw. im Mai 2011 traten die beiden Herausgeber Matthias Schwenk von Matthias Schwenk. Abgerufen am 29. Februar 2012 auf www.bwlzweinull.de und Christoph Kappes von Christoph Kappes. Abgerufen am 29. Februar 2012 auf ckappes.posterous.com zurück. Im Juni 2011 kündigte Meyer-Lucht aus finanziellen Gründen eine vorläufige „Sommerpause“ und Neuausrichtung der Plattform für die Zeit danach an.Robin Meyer-Lucht: Carta macht Pause. 8. Juni 2011. Abgerufen am 10. Juni 2011: „Carta hat aber als Konzept Problemzonen bei der Skalierbarkeit und Refinanzierung gezeigt – auch deshalb, weil es nie groß genug war, um sich selbst zu vermarkten. …“ Im Kontext des Todes von Robin Meyer-Luchts im September 2011 hieß es, es habe dem Projekt an einer finanziellen Perspektive gefehlt. Andererseits war von Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten die Rede.Wolfgang Michal: Kommentar zu: Robin Meyer-Lucht. Carta macht Pause. 10. Juni 2011, 13.04 Uhr. Abgerufen am 10. Juni 2011: „Ich denke, wenn Robin begreift, dass man bei einem solchen Projekt teilen und im Team arbeiten muss, kann es auch eine Zukunft geben. ‚Skalierungen‘ sind dann Nebensache.“

Am 26. Januar 2012 wurde bekannt, dass Carta unter der Leitung von Robin Meyer-Luchts Ehefrau Tatjana Brode und Wolfgang Michal fortgeführt werde.Tatjana Brode: Carta geht wieder an den Start. In: Carta. 26. Januar 2012. Abgerufen am 26. Januar 2012.

Am 3. Mai 2012 wurde eine erneute Reform von Trägerschaft, Herausgeberschaft und Redaktion bekanntgegeben. Carta wird bereits seit dem März 2012 von einer neu gegründeten Unternehmergesellschaft „Carta UG“ betrieben, deren Gesellschafter Tatjana Brode und Wolfgang Michal sind. Herausgeber sind nun Tatjana Brode, Wolfgang Michal und Leonard Novy. Daneben besteht ein wissenschaftlicher Beirat, dem Gesine Schwan, Wolfgang R. Langenbucher, Otfried Jarren, Juli Zeh, Frank A. Meyer, Lutz Hachmeister, Armin Berger und Frank Westphal angehören. Carta arbeitete seit dieser Zeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik zusammen. Die Redaktion lag bei Vera Bunse. Zur Vermarktung von Anzeigen gab es seitdem eine Zusammenarbeit mit Zeit Online.Tatjana Brode: In eigener Sache: CARTA baut um. In: carta.info. 3. Mai 2012. Abgerufen am 6. Mai 2012.

Ebenfalls im Mai 2012 wurde der gemeinnützige Förderverein Carta e. V. gegründet, der das Blog trägt und darüber hinaus „Diskurse [fördert], die über das tagesaktuelle Geschehen hinausgehen und sich analytisch mit dem Wandel der Gesellschaft und der öffentlichen Kommunikation auseinandersetzen“. Jährlich soll ein Robin-Meyer-Lucht-Stipendium an junge Publizisten vergeben werden.Verein. In: carta.info. Ohne Datum. Abgerufen am 16. September 2012.Tatjana Brode: Carta e. V. nimmt die Arbeit auf. In: carta.info. 16. September 2012. Abgerufen am 16. September 2012.

Im September 2014 kam es zu einer Umstrukturierung der Plattform, in deren Folge Wolfgang Michal als Leiter der Redaktion und als Herausgeber ausschied. An seine Stelle trat Christian Stahl. Es hieß: „Hinter den Kulissen gab es Uneinigkeiten zu Organisation und Selbstverständnis“ des Blogs.Redaktion Carta: Liebe Leserinnen und Leser,. In: Carta.info. 11. September 2014. Abgerufen am 24. November 2014. Die Auseinandersetzung um Leitung und Richtung des Onlinemagazins wurde teilweise öffentlich geführt.Stefan Winterbauer: Chaostage bei Carta: Verein und Redaktion zoffen sich öffentlich. In: Meedia. 11. September 2014. Abgerufen am 24. November 2014.

Mitherausgeber von Carta war zwischen Januar 2016 und Dezember 2020 Christian Neuner-Duttenhofer.

Auszeichnung Im Juni 2009 wurde Carta mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Information ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es, Carta biete „professionellen und originären Online-Journalismus, der nicht aus einem Haus der alten Medien stammt.“

Im Juni 2011 wurde Carta mit einem LeadAward als „eines der 12 besten Blogs des vergangenen Jahres“ ausgezeichnet.

Im September 2016 wurde Carta für den LeadAward in der Hauptkategorie Online, „Independent des Jahres“, nominiert und gewann in dieser bei der Verleihung am 10. Oktober 2016.

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