Giuseppe Gherardeschi (* 3. November 1759 in Pistoia; † 6. August 1815 ebenda) war ein italienischer Kapellmeister, Organist und Komponist.
Leben Giuseppe stammte aus einer musikalischen Familie. Ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Onkel Filippo Maria und seinem Vater Domenico, welcher Kapellmeister in der Kathedrale von Pistoia war. Danach perfektionierte er sein Können am neapolitanischen Conservatorio della Pietà dei Turchini unter den Fittichen des Komponisten Nicola Sala.
Nach Abschluss seines Studiums heiratete er Alessandra Leporatti (erste Sopranistin der Kirche Maria dell’Umiltà), mit der er mehrere Kinder zeugte. Seine Karriere begann er als Organist in derselben Kirche 1795. Im Jahr 1800 trat er die Nachfolge seines Vaters als Kapellmeister an der Kathedrale von Pistoia an. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod am 6. August 1815.
Zu seinem Werk zählen verschiedene geistliche und weltliche Kompositionsarbeiten wie Instrumental-, Kammer- und Vokalmusik, ein Oratorium und zwei Opern.
Werke Geistliche Werke 30 Messen 37 Poetische Dichtungen 90 Motette 5 Te Deum Andere kleinere sakrale Werke
Oratorien Il sacrificio di Jeft (Oratorium, 1803)
Weltliche Werke
Gesang Arie, Duett und Chormusik
Instrumentalmusik 6 Sonaten für Cembalo oder Hammerklavier und Violine Obligato Einige Konzerte Quintett für Blasinstrumente 7 Sinfonien 6 Trios für 2 Violinen und Violoncello 2 Sonaten für Hammerklavier Verschiedene Orgelwerke Andere, weniger bedeutende Werke
Kantaten Angelica e Medoro (Kantate, 1783) L’ombra di Catilina (Kantate, 1789) L’impazienza (Kantate, 1798) La speranza coronata (Kantate, 1804-1809)
Opern Daliso e Delmita (Oper, 1782) L’apparenza inganna (Oper, 1784)
Kategorie:Kapellmeister Kategorie:Komponist (Klassik) Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Komponist (Kirchenmusik) Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Komponist (Italien) Kategorie:Historische Person (Italien) Kategorie:Geboren 1759 Kategorie:Gestorben 1815 Kategorie:Mann