mini|Hohepriester in der Amtstracht

Efod oder Ephod () bezeichnet das liturgische Gewand des Hohepriesters der Israeliten. Die detaillierte Ausführung des Efod wird in beschrieben:

Am Efod war mit goldenen Schnüren die Lostasche mit den Lossteinen Urim und Tummim befestigt .

Neben dem Efod trug der Hohepriester den ganz aus violettem Purpur gefertigeten Efodmantel als Obergewand, einen Leibrock aus gewirktem Stoff sowie dazu Turban und Gürtel.

In findet sich eine Bibelstelle, worin dem Wort Efod eine gänzlich andere Bedeutung als die des Priestergewandes zukommt:

„Gideon machte daraus ein Efod und stellte es in seiner Stadt Ofra auf. Und ganz Israel trieb dort damit Abgötterei.“

Vergleiche hierzu auch , und . In diesem Zusammenhang kann das Wort auch ein Götterbild bezeichnen. Diese Götterbilder muss man sich nicht in jedem Fall als große Statuen vorstellen, wie sich aus der Erzählung in über Rahel ergibt, der Frau Jakobs, die ihrem Vater Laban seinen Hausgott stahl. In der Welt der Nomaden waren Götterbilder transportabel; sie fungierten als Hausgott der umherziehenden Sippen oder des Sippenältesten. Möglicherweise ist aber auch an ein „Orakelgerät“ zu denken.Emil Gustav Hirsch, Immanuel Benzinger, Solomon Schechter, Louis Ginzberg: Ephod. Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com

Literatur Andreas Scherer: Überlieferungen von Religion und Krieg. Exegetische und religionsgeschichtliche Untersuchungen zu Richter 3-8 und verwandten Texten. Neukirchen 2005 (WMANT 105), S. 340–347 (primär zu Richter 8) (Lit.!), ISBN 3-7887-2067-0. Claudia Bender: Die Sprache des Textilen: Untersuchungen zu Kleidung und Textilien im Alten Testament. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-020102-6.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Religiöse Kleidung (Judentum) Kategorie:Jerusalemer Tempel