mini|Die Weimarhalle, ab 2025 der Ort der Veranstaltung mini|Öffentliche Jurydiskussion beim Festival 2013 im Kurhaus Baden-Baden Die TeleVisionale – Film- und Serienfestival Weimar, kurz TeleVisionale, ist ein jährliches Film- und Serienfestival, welches seit 2025 in Weimar stattfindet. Veranstalter sind die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und der Sender 3sat.
Die TeleVisionale zeichnet sich als ein „Best Of“-Festival aus, auf dem deutschsprachige Fernsehsender und Streamingdienste aktuelle Fernsehfilme und (seit 2022) Fernsehserien präsentieren. Anschließend werden die Produktionen von einer Jury öffentlich in Anwesenheit der Filmteams und Publikums diskutiert.
Am Ende des Festivals vergeben die Jurys den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, den Deutschen Serienpreis und den 3satPublikumspreis. Die Jury verleiht weitere undotierte Sonderpreise an herausragende Leistungen sowie den VFF FernsehfilmMusikPreis für die beste Komposition in einem Fernsehfilm. Außerdem wird auf dem Festival der Ehrenpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste (ehemals Hans Abich Preis) für besondere Verdienste im Bereich Fernsehfilm vergeben. Seit 2025 wird außerdem der Kinderserienpreis, der Jugendfernsehfilmpreis und der MDM Filmgewerkepreis sowie der Nachwuchspreis MDM Debütpreis für das Fernsehregiedebüt verliehen.
Parallel zu den Wettbewerben finden die TeleVisionale Branchentage statt, bei denen aktuelle Themen der großen Filmverbände auf medienpolitische Diskussionen treffen.
Geschichte Seit 1964 verleiht die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste einen Fernsehfilmpreis. Die Veranstaltung fand bis 1978 an wechselnden Orten statt und von 1979 bis 1988 im Filmmuseum Frankfurt.
Auf Betreiben von Hans Abich, Gertraud Linz, Hermann und Lore Naber sowie Dietmar N. Schmidt wurde eine feste Bleibe für den Preis gesucht und durch die Beziehungen der Beteiligten zu dieser Stadt in Baden-Baden gefunden. Im November 1989 fanden die ersten Baden-Badener Tage des Fernsehspiels im Kurhaus statt, Veranstalter waren die Akademie, die Stadt Baden-Baden und die Bäder- und Kurverwaltung. Die Vorführung der Fernsehfilme und die Diskussionen der Jury waren ab nun öffentlich, Podiumsdiskussionen und Retrospektiven ergänzten das Festival. 1997 wurde der Sender 3sat Mitträger des Festivals und erstmals wurden die deutschen privaten Fernsehsender einbezogen.
Von 2000 bis 2012 übernahm der Journalist Karl-Otto Saur die Leitung der Veranstaltung, die seitdem den Namen Fernsehfilm-Festival Baden-Baden trug.Karl-Otto Saur bei kress, abgerufen am 24. August 2011
mini|Festival-Logo 2013 Von 2013 bis 2015 war Klaudia Wick Festivalleiterin und prägte die Eigenschreibweise FernsehfilmFestival Baden-Baden. Cathrin Ehrlich übernahm die Festivalleitung im Jahr 2015 bis zur Einberufung des neuen Leitungsteams, Urs Spörri und Daniela Ginten.
Von 2022 bis 2024 trug das Festival den Namen TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden, seit 2025 heißt es nach dem Umzug nach Weimar TeleVisionale – Film- und Serienfestival Weimar.
Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Sonderpreise Der undotierte Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ist der Hauptpreis der Televisionale. Alle Sender, Streamingdienste und Produktionsfirmen sind einreichberechtigt. Unter allen eingereichten Spielfilmen wählen die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste per Mehrheitsentscheid drei Nominierte, über die sieben weiteren Nominierungen entscheidet eine unabhängige Auswahlkommission. Eine jährlich wechselnde, unter anderem mit Schauspielern und Filmemachern besetzte Jury ermittelt die Preisträger.
Preisträger 1964–1969 1964: Heinar Kipphardt (Autor) und Gerhard Klingenberg (Regie) für In der Sache J. Robert Oppenheimer (ARD/HR) 1965: Peter Lilienthal (Regie) für Seraphine oder die wundersame Geschichte der Tante Flo (SFB) 1966: Egon Monk (Regie) für Preis der Freiheit (NDR) Besondere Anerkennung für Johannes Schaaf (Regie) für Große Liebe (SFB) 1967: Fritz Umgelter (Regie) für Bratkartoffeln inklusive (SDR) 1968: Rolf Hädrich (Regie) für Mord in Frankfurt (WDR) Erika Runge (Drehbuch) für Warum ist Frau B. glücklich? (ARD) 1969: Rainer Werner Fassbinder (Drehbuch und Regie) für Katzelmacher (BR)
1970–1979 (1970–1972 keine Preisverleihung) 1973: Egon Monk (Gesamtleistung und Regie) für Bauern, Bonzen und Bomben (NDR) Wolfgang Menge (Drehbuch) für Smog (WDR) Wolfgang Kieling für die schauspielerische Leistung in Im Reservat (ZDF) 1974: Egon Günther und sein Team für die beste Gesamtleistung für Erziehung vor Verdun (DDR1) Peter Lilienthal (Einzelleistung) für La Victoria (ZDF) (1975 keine Preisverleihung) 1976: Helma Sanders (Drehbuch und Regie) für Shirins Hochzeit (WDR) 1977: Rainer Boldt für Fehlschuss (SFB, ORF) 1978: Werner Schroeter für Neapolitanische Geschichten (ZDF) Ingeborg Maria Kretschmer für die schauspielerische Leistung in Amore (WDR) 1979: Hellmuth Costard für Der kleine Godard (ZDF) Christina Scholz für die schauspielerische Leistung in Eine Frau mit Verantwortung von Ula Stöckl (ZDF)
1980–1989 (1980 keine Preisverleihung) 1981 Gertrud Pinkus für Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen (ZDF) Produktionsteam Ernst Klee, Bernd Liebner, Ortrun Schott für Drehbuch, Regie und Bericht für Verspottet (SFB) (1982 keine Preisverleihung) 1983: Fritz Lehner für Schöne Tage (SFB, ORF, SRG) Sonderpreis für Hans-Rüdiger Minow (Drehbuch), Rainer Boldt (Drehbuch, Regie) und Martin Wiebel (Redaktion) für Im Zeichen des Kreuzes (WDR, SFB) 1984: Sohrab Shahid Saless (Koautor und Regie) für Utopia (ZDF) 1985: Gert Heidenreich (Drehbuch) und Roland Gall (Regie) für Strafmündig (RB) Klaus Poche (Drehbuch) und Peter Schulze-Rohr (Regie) für Die Platzanweiserin (SWF) Besondere Anerkennung für Sohrab Shahid Saless für Hans – Ein Junge in Deutschland (HR) mini|hochkant|Georg Stefan Troller 1986: Georg Stefan Troller (Buch) und Axel Corti (Regie) für die beiden Folgen Santa Fe und Welcome in Vienna des Dreiteilers Wohin und Zurück (ZDF, ORF, SRG) Nikolaus Richter (Drehbuch) und Carlheinz Caspari (Regie) für Der Vater eines Mörders (ZDF) 1987: Joseph Zoderer (Drehbuch) und Werner Masten (Drehbuch und Regie) für Die Walsche (ZDF, ORF, SRG) Sonderpreis an Anna Kersting (Drehbuch und Regie) für Löhners Paula (ZDF) 1988: Hilde Lermann (Drehbuch und Regie) für Das Winterhaus (ARD/RB) Jan Schütte (Drehbuch und Regie) für Drachenfutter (ZDF) Sonderpreis an die Fernsehspielredaktion des SWF für Chimären – Fiktion und Wirklichkeit 1989: Sherry Hormann (Drehbuch) und Dominik Graf (Regie) für Tiger, Löwe, Panther (SDR) Egon Monk (Regie) für Die Bertinis, Folge 5 (ZDF) Michael Klier (Drehbuch und Regie) für Überall ist es besser, wo wir nicht sind (ZDF) mini|hochkant|Heinrich Breloer
1990–1999 1990: Heinrich Breloer für Die Staatskanzlei (ARD/WDR) Ecki Ziedrich für Singles (ZDF) Sonderpreis an Karin Brandauer für Sidonie (ORF) und an Franta (SWF) 1991: Wolfgang Menge (Drehbuch) und Frank Beyer (Regie) für Ende der Unschuld (WDR) Ulrich Plenzdorf (Drehbuch) und Christian Steinke (Regie) für Hüpf, Häschen hüpf (DFF) Sonderpreis an Barbara Auer für Das Lächeln der Maca Daracs (ZDF, ORF) 1992: Max Färberböck (Buch und Regie) für Schlafende Hunde (ZDF) Sonderpreis für Darstellung an Traugott Buhre in Gütt – ein Journalist (NDR) Sonderpreis Kamera an Kay Gauditz für Fremde, liebe Fremde (BR) Sonderpreis Regie an Claus-Michael Rohne für Unter Kollegen (NDR, SWF) mini|hochkant|Edgar Reitz 1993: Norbert Kückelmann (Buch und Regie) für Abgetrieben (ZDF) Sonderpreis für Drehbuch und Recherche an Cordt Schnibben und Horst Königstein für Hamburger Gift (NDR) Sonderpreis Darstellung an Josef Hader in Cappuccino Melange (ZDF, ORF) Besondere Würdigung für Edgar Reitz (Drehbuch und Regie) für Die zweite Heimat (WDR) 1994: Michael Haneke (Buch und Regie) für Die Rebellion (ZDF, ORF) Sonderpreis Regie an Bernd Schadewald für Angst (ZDF) und Schicksalsspiel (NDR) 1995: Nico Hofmann (Regie) und Norbert Ehry (Drehbuch) für Der große Abgang (SWF) Sonderpreis an Jo Baier (Regie) für Hölleisengretl (ZDF) Sonderpreis für ein herausragendes Erstlingswerk an Mark Schlichter (Buch und Regie) für Ex (ZDF) 1996: Max Färberböck (Buch und Regie) für Bella Block: Liebestod (ZDF) Sonderpreis Regie an Matti Geschonneck für Angst hat eine kalte Hand (WDR) Sonderpreis für darstellerische Leistung an Cornelia Froboess in Angst hat eine kalte Hand Sonderpreis für darstellerische Leistung an Christoph Waltz in Du bist nicht allein – Die Roy Black Story (RTL, Premiere) 1997: Adolf Winkelmann (Regie) und Matthias Seelig (Drehbuch) für Der letzte Kurier (WDR) Sonderpreis für Darstellung an Sissi Perlinger in Der letzte Kurier Sonderpreis für Darstellung an Leonard Lansink in Nur für eine Nacht (ZDF) Sonderpreis für dokumentarisches Fernsehspiel an Heinrich Breloer 1998: Dominik Graf für Der Skorpion (ZDF) Sonderpreis für schauspielerische Leistung an Marek Harloff und Heiner Lauterbach in Der Skorpion mini|hochkant|Jürgen Tarrach mini|hochkant|Andreas Dresen mini|hochkant|Anna Loos und Jan Josef Liefers mini|hochkant|Matthias Schweighöfer 1999: Rolf Basedow (Buch) und Dominik Graf (Regie) für Sperling – Sperling und der brennende Arm (ZDF) Sonderpreis an Yüksel Yavuz für Aprilkinder (ZDF) Sonderpreise für darstellerische Leistung an Imogen Kogge in Schande (WDR) Sonderpreise für darstellerische Leistung an Jürgen Tarrach und Oliver Korittke in Die Musterknaben 2 (ZDF)
2000–2006 2000: Laila Stieler (Buch) und Andreas Dresen (Regie) für Die Polizistin (ARD) Darstellerpreis an Jan Josef Liefers, Anna Loos und Jan-Gregor Kremp in Halt mich fest! (ZDF, Arte) Deutsche Akademie der Darstellenden Künste 2001: Max Färberböck (Buch und Regie) für Jenseits (ZDF, Arte) Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung an Martina Gedeck, Sylvester Groth und Katrin Bühring in Romeo (ZDF) Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung an Jürgen Tarrach in Wambo (SAT 1) 2002: Christian Petzold (Buch und Regie) für Toter Mann (ZDF, Arte) Sonderpreise für herausragende darstellerische Leistung an: Axel Prahl in Die Hoffnung stirbt zuletzt (NDR) Erwin Steinhauer in Blumen für Polt (Arte, ORF) Tatjana Blacher in Eine außergewöhnliche Affäre (SAT 1) Anneke Kim Sarnau in Die Hoffnung stirbt zuletzt 2003: Jo Baier (Buch und Regie) für Schwabenkinder Sonderpreis der Akademie für herausragende darstellerische Leistung an Nicolette Krebitz in So schnell du kannst (ZDF) Sonderpreis der Jury an Stefan Krohmer (Regie), Daniel Nocke (Buch) und Gunnar Fuß (Kamera) für Familienkreise 2004: Hotte im Paradies (BR, WDR, Arte) Sonderpreis der Jury für herausragende darstellerische Leistungen an Matthias Schweighöfer für Kalter Frühling (ZDF/Arte, Regie: Dominik Graf) und Baal (ZDFtheaterkanal/Arte, Regie: Uwe Janson) Sonderpreis der Jury für herausragende darstellerische Leistungen an Maria Simon und Esther Zimmering in Kleine Schwester (ZDF, Regie: Sabine Derflinger); Maria Simon auch für Carola Stern – Doppelleben (ARD/BR/WDR/Arte, Regie: Thomas Schadt) 2005: Die Nachrichten (ZDF) Sonderpreis der Jury für herausragende darstellerische Leistungen an Hinnerk Schönemann für Der Boxer und die Friseuse (Regie: Hermine Huntgeburth) Sonderpreis der Jury für herausragende darstellerische Leistungen an Nadja Uhl für Mord am Meer (ZDF, Regie: Matti Geschonneck) 2006: Meine verrückte türkische Hochzeit (ProSieben) Besondere Auszeichnung für das gesamte Team von Wut (WDR) Sonderpreis für das Drehbuch an Rolf Basedow für Polizeiruf 110: Er sollte tot (BR, Regie: Dominik Graf)