Der Goldhauben-Schmuckkolibri (Heliactin bilophus) oder Sonnenstrahlelfe ist ein Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung der Sonnenstrahlkolibris (Heliactin). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das etwa 2.500.000 Quadratkilometer in den südamerikanischen Ländern Suriname, Brasilien und Bolivien umfasst. Der Bestand wurde 2012–2016 von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern)https://www.iucnredlist.org/species/22688119/93182952 eingestuft.Abgerufen am 20. August 2022. Stand 2016.
Merkmale mini|Abbildung des Goldhauben-Schmuckkolibris in „A monograph of the Trochilidae, or family of humming-birds“ von John Gould Der männliche Goldhauben-Schmuckkolibri hat auf jeder Seite seines Kopfes rote, blaue und goldene Federbüschel. Der Rücken ist changierend grün. Die schwarze Kehle und Brust gehen Richtung Bauch ins Weiß über. Der Schwanz ist lang und spitz. Das Weibchen ähnelt dem Männchen. Einzig das markante bunte Farbmuster am Kopf fehlt beim Weibchen. Stattdessen ist der Kopf farblich wie der Rücken.
Habitat Der Goldhauben-Schmuckkolibri bevorzugt trockenes Klima und halboffenes Habitat wie Waldränder und Weideland. So findet man ihn oft in für Brasilien typischen Cerrado-Savannen.
Verhalten Die übliche Nahrung besteht aus Nektar und kleineren Insekten. Mit bis zu 90 Flügelschlägen pro Sekunde wird der Vogel im Guinness-Buch der Rekorde als der Vogel mit der höchsten Flügelschlagzahl pro Sekunde, erwähnt.
Unterarten Es sind bisher keine Unterarten des Goldhauben-Schmuckkolibris bekannt.IOC World Bird List Hummingbirds Heliactin bilopha wurde nach den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur in Heliactin bilophus umbenannt.Norman David u. a., S. 40
Verbreitung mini|Verbreitungsgebiet des Goldhauben-Schmuckkolibris (grün) Man findet den Goldhauben-Schmuckkolibri vom extremen Süden Surinames über das nördliche Zentralbrasilien bis ins nördliche Bolivien und den Osten Zentralbrasiliens. Sein Vorkommen erstreckt sich über die Bundesstaaten Amapá, von Maranhão bis Alagoas, südliches Bahia nach São Paulo sowie im Westen von Mato Grosso. Selten wurde er in Rondônia beobachtet. Es gibt Berichte, dass er außerdem im Westen Brasiliens in Acre vorkommt. Im Osten Boliviens ist er im Departamento Santa Cruz präsent.
Etymologie und Forschungsgeschichte Lange wurde für den Goldhauben-Schmuckkolibri der wissenschaftliche Name Heliactin cornuta (, 1821)Maximilian zu Wied-Neuwied, S. 190 verwendet, der heute nur noch als Synonym gilt. Coenraad Jacob Temminck beschrieb die Art unter dem Namen Trochilus bilophus.Coenraad Jacob Temminck, Tafel 18, Figur 3 & Text S. 86–87Edward Clive Dickinson arbeitet in seinem Artikel die genauen Publikationsdaten von Temmincks Werk heraus. Die Tafel 18 gehörte zur Lieferung 3 aus dem Jahre 1820. Damit hat Temmincks Name Priorität über den von Maximilian zu Wied-Neuwied. Als Fundort des Typusexemplars nannte er Brasilien.Coenraad Jacob Temminck, S. 87 Erst später wurde er der 1831 von Friedrich Boie neu eingeführten Gattung Heliactin zugeschlagen.Friedrich Boie, S. 546 Dieser Name leitet sich von den griechischen Wörtern für „Sonne“ und für „Strahl, Sonnenstrahl“ ab.James A. Jobling, S. 187 Das Artepitheton bilophus ist ein Gebilde aus dem lateinischen bi- für „zwei-, doppelt-“ und dem griechischen für „Helmbusch, (Hahnen-)Kamm“.James A. Jobling, S. 72 Cornuta leitet sich vom lateinischen cornutus, cornu für „gehörnt, Horn“ ab.James A. Jobling, S. 118
Literatur Ber van Perlo: A Field Guide to the Birds of Brazil. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-530155-7.
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Kolibris