mini|Neue Mensa von Ulf Zimmermann 2007 mini|hochkant|Metallplastik „Mast mit zwei Faltungszonen“ von Hermann Glöckner Die Neue Mensa im Dresdner Stadtteil Räcknitz ist ein Mensa-Gebäude für die Technische Universität Dresden, sie wird vom Studentenwerk Dresden betrieben. Das Gebäude steht an der Bergstraße 51.Lupfer et al., Nr. 97 (Neue Mensa der TU Dresden). Nach der Renovierung der „Alten Mensa“ 2007 wurde auch der Name Mensa Bergstraße geführt; täglich wurden bis zu 4.500 Essenportionen (Stand 2011) in fünf Speisesälen ausgegeben. Insgesamt hatte die Mensa 60 Mitarbeiter (Stand: 2011).

2014 wurde die Mensa für den Publikumsverkehr geschlossen, 2015/2016 als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge kurzfristig reaktiviert, danach endgültig geschlossen. Im Jahr 2020 begann die bauliche Sanierung. Die Wiedereröffnung wurde wiederholt verschoben.

Nach dem Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten öffnete die Neue Mensa am 31. März 2026 wieder.

Lage und Beschreibung Die Mensa befindet sich südöstlich des Fritz-Foerster-Platzes zwischen Bergstraße und Zelleschem Weg auf dem Universitätscampus im Süden der Stadt. Ihr (westlich) gegenüber an der Bergstraße steht das Hörsaalzentrum der Universität, östlich schließt sich der Willers-Bau der Fachrichtung Mathematik und südöstlich der Recknagel-Bau (Fachrichtung Physik) an. Südlich der Mensa steht der Von-Gerber-Bau an der Bergstraße 53.

Das von 1974 bis 1981AGZ Zimmermann Architekten: Neue Mensa TU Dresden. von Ulf Zimmermann, Eberhard Seeling und Olaf JarmerMay et al., S. 56 Bildnr. 84 (8) [Mensa der TU] errichtete Gebäude besteht aus einem flachen, quadratischen Baukörper. Die Fassade wird nur durch die Fensterbänder und Betonplatten sichernden Eisenträger gegliedert. Das Innere bot mehr als 1000 Plätze in Cafeteria und Essenssälen. Auf die Gestaltung der Wände und Decke wurde besonders viel Wert gelegt, so wurden verschiedene Materialien für die Verkleidung verwendet. Dabei sollen die „einzelnen Architekturelemente … als Teile einer übergeordneten Gesamtstruktur dienen.“ Vor der Mensa steht seit 1984 die Metallplastik „Mast mit zwei Faltungszonen“ von Hermann Glöckner.Gantz, S. 70f., Nr. 73 (Neue Mensa der Technischen Universität, Bergstraße, Architekten: Ulf Zimmermann, Eberhard Seeling, Olaf Jarner, Bauzeit: 1974 bis 1978) Das Kunstwerk galt zum Zeitpunkt der Aufstellung „als Symbol des gesellschaftspolitischen Wandels zu mehr künstlerischer Freiheit und größeren Handlungsspielräumen“ in der DDR.

Geschichte Die Mensa wurde Anfang Januar 1981 eröffnetHeike Müller: Beliebte Jubilarin an der Bergstraße. In: Dresdner Universitätsjournal, 2/2011, 22. Jahrgang, S. 6 (online als PDF; 2,5 MB). und steht seit 2008 unter Denkmalschutz.Essen im Kulturdenkmal – 30 Jahre Neue Mensa Bergstraße. In: Spiegelei, Heft 3/2011, S. 1–3. Die Bierstube eröffnete 1983Sächsische Zeitung, 27. April 2026, Seite 17. Die Mensa ist ein Architekturdenkmal der DDR-Moderne. Trotz bereits damals geplanter Modernisierungen wurde angesichts weitreichender Schäden am Gebäude zwischenzeitlich auch ein Abriss desselben diskutiert.

Aufgrund der brandschutz- und anlagentechnischen Mängel und der daher geplanten Sanierung wurden die Speisesäle und die Küche im Obergeschoss zum 22. August 2014 geschlossen. Im Erdgeschoss blieben aber die Cafeteria und die Bierstube weiter in Betrieb.. Studentenwerk Dresden, 22. August 2014 Als Übergangslösung wurde mit dem Beginn des Wintersemesters im Oktober 2014 am Nürnberger Platz die Übergangsmensa „Zeltschlösschen“ eröffnet.Übergangsmensa heißt jetzt Zeltschlösschen. In: Spiegelei, Heft 8/2014 (). Die Cafeteria hatte letztmals zum 30. Oktober 2014 geöffnet. Die Bierstube musste am 15. Dezember 2014 ihren Betrieb einstellen.

Im Gebäude befand sich auch der „Klub Neue Mensa“. Der Studentenclub veranstaltete regelmäßig Konzerte in der Neuen Mensa und war Betreiber der „Bierstube“ im Haus.

Im Zuge der Flüchtlingskrise nutzte der Freistaat Sachsen die Neue Mensa von Oktober 2015 bis Ende 2016 als Erstaufnahmeeinrichtung.

Im Jahr 2017 begannen erste Arbeiten für die Sanierung. Im Oktober 2020 wurde der offizielle Baustart vollzogen.

Bis 2026 erfolgte die Sanierung des Gebäudes durch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement und Architekt Norbert Zimmermann für 51.462.000 Euro (ursprünglich 25 Millionen Euro)Sächsische Zeitung, 1. April 2026, Seite 17. Es gibt im Obergeschoss 723 Sitzplätze in drei großen Speisesälen und 80 Plätze auf der Terrasse in Richtung Willers-Bau, im Erdgeschoss eine Cafeteria, eine Lounge und die separate Bierstube. Täglich sollen bis zu 4.500 Essensportionen ausgegeben werden können.Sächsische Zeitung, 30. Juli 2026, Seite 20

Die Sanierungsarbeiten konnten Anfang 2026 abgeschlossen werden, und am 31. März 2026 erfolgte die Wiedereröffnung für den regulären Betrieb. Das Zeltschlösschen ist geschlossen und wird abgebaut. Der Verein Kultur in der Neuen Mensa e.V. soll sich um das kulturelle Leben kümmern.Sächsische Zeitung, 27. April 2026, Seite 17

Literatur Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.

Weblinks

Bilder und Informationen zur Neuen Mensa auf der Seite des Studentenwerks Dresden

Einzelnachweise

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