Die Alsterweiler-Kapelle, auch Mariä-Schmerzen-Kapelle oder Sieben-Schmerzen-Kapelle genannt, steht in Alsterweiler, einem Ortsteil von Maikammer im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie steht unter Denkmalschutz.

Lage Die Kapelle befindet sich in der Alsterweiler Hauptstraße 5. Sie ist der Ausgangspunkt des Weinlehrpfads Maikammer.

Geschichte Die Kapelle wurde 1845 als klassizistischer Saalbau errichtet. Die Initiative dazu ging von Bürgern der Gemeinde aus; entsprechend mussten Bau und Inneneinrichtung durch Spenden und Stiftungen finanziert werden. 1968 wurde das Bauwerk renoviert. In Verbindung mit einer erneuten Renovierung des gesamten Bauwerks wurde 1980 auch das Altarbild restauriert.

Ausstattung mini|links|Blick zum Altar mit Flügelretabel im Chor

Flügelretabel

In der Kapelle befindet sich eines der in der Pfalz wenig erhaltenen spätgotischen Flügelretabel mit Tafelmalereien. Es wurde in der Zeit um 1445 geschaffen. Ursprünglich stammte es aus der Maikammerner Pfarrkirche St. Kosmas und Damian. Vermutlich wurde es vom Kloster Heilsbruck beauftragt, dem die Pfarrkirche zugehörig war, und von dem Straßburger Glas- und Tafelmaler Heinz geschaffen. Möglicherweise war auch der Maler Hans Hirtz beteiligt. Das mittlere Blatt zeigt auf goldenem Grund ein figurenreiches Gemälde der Kreuzigung Christi. Auf dem linken Flügel ist die Kreuztragung Christi und auf dem rechten Flügel die Kreuzabnahme dargestellt. Auf der Rückseite sind Darstellungen der heiligen Zwillinge Cosmas und Damian sowie eine Geißelung Christi aufgemalt.

Orgel

Auch eine Orgel ist Teil der Ausstattung. Deren Gehäuse und ursprüngliches Werk wurden 1844 von Johann Eichenauer für die Kirche St. Pankratius in Berghausen geschaffen. Im Jahr 1878 baute Gustav Schlimbach eine neue Orgel im alten Gehäuse. Nach der Kapellenrenovierung kam das Instrument 1981 von Berghausen in die Alsterweiler-Kapelle und Gebr. Späth Orgelbau baute ein neues Werk mit mechanischen Trakturen in dem historischen Gehäuse. Die Orgel verfügt über sieben klingende Register auf einem Manual und Pedal. Alle Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet: Manual C–g3 1. Praestant 8′ 2. Holzgedackt 8′ 3. Oktave 4′ 4. Sifflöte 2′ Terz(Vorabzug aus Nr. 5) ′ 5. Sesquialter II ′ 6. Mixtur III ′ Pedal C–f1 7. Subbass 16′

Koppel: Pedalkoppel

Weiteres Ebenfalls Teil der denkmalgeschützten Anlage ist ein benachbartes Missionskreuz aus Sandstein, das laut seiner Inschrift aus dem Jahr 1852 stammt.

Weblinks

©Matthias C.S. Dreyer Website zum Maikammerer Altar

Einzelnachweise

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