miniatur|Barkhausen-Bau, Eingang an der Mommsenstraße, 1959 miniatur|Barkhausen-Bau, Antennenturm an der Georg-Schumann-Straße, 2009
Der Barkhausen-Bau befindet sich an der Helmholtzstraße 18 in der Dresdner Südvorstadt und ist das Hauptgebäude der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Dresden. Das Bauwerk ist nach Heinrich Barkhausen benannt.
Beschreibung Das erste Gebäudeteil an der Helmholtzstraße/Mommsenstraße wurde nach Plänen von Karl Wilhelm Ochs in der Architektur der „[neu]-sachliche[n] Formensprache“Lupfer et al., 102 von 1951 bis 1954Dehio, S. 111 errichtet und ist mit einer „Kunststein-Putzfassade“ versehen.May et al., S. 55 Bildnr. 83 (4) [Barkhausen-Bau] Der Eingang des Gebäudes wird durch einen „verglasten, überhöhten Meßturm mit Terrassendach“ betont. Im Innern des Turms befindet sich ein „elegantes Treppenhaus“. Die gläserne Eingangsachse wird links und rechts von Seitenbauten mit „langgestreckte[n] Lochfassaden“ flankiert. Die zweigeschossigen Seitenbauten haben ein flaches Satteldach mit knappem Gesims und Ortgang.Uwe Miersch: , dresden-und-sachsen.
Bis 1958 wurde das Gebäude um ein vierflügeliges Karree bis zur Georg-Schumann-Straße erweitert. Dieses ist viergeschossig und teilunterkellert.Campus-Navigator TU Dresden: Barkhausen-Bau – Gebäudeinformationen und Etagenpläne
Als vorerst letzte Bauabschnitte folgten bis 1965 der große Antennenturm an der Georg-Schumann-Straße sowie das angeschlossene Hörsaalgebäude an der Nöthnitzer Straße. Der dortige große Hörsaal (I-90) trägt seit 1994 den Namen Heinz-Schönfeld-Hörsaal, der 2017/18 umgebaut und modernisiert wurde.SIB: Technische Universität Dresden Barkhausen-Bau, Heinz-Schönfeld-Hörsaal Umbau und Modernisierung (PDF; 2,2 MB), abgerufen am 15. Mai 2026.
Der Gebäude verfügt über einen quadratischen Innenhof, welcher im Wesentlichen als Parkplatz und Lieferzufahrt dient, sowie eine kleine Parkanlage am südlichen Seitenhof. Das Areal dieses Senkgartens umfasst auch einen kleinen Teich, welcher „Barkhausenteich“ genannt wird.
Auf den Verbindungsbauwerken zwischen den Gebäudeflügeln befinden sich mehrere kleine Türme. Auf einem befindet sich die Amateurfunkstation der Universität, auf einem anderen das Turmlabor, eine Hochschulgruppe für Elektrotechnik.
Von 2015 bis 2018 wurden für das Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) Teile des Barkhausen-Baus auf dem Campus der TU Dresden umgebaut, so erhielt der Gebäudekomplex einen ausgebauten Flügel D und einen Anbau an der Hofseite. Hier wurden neue Labore, Seminarräume und Büros untergebracht.Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB): Technische Universität Dresden Barkhausen Bau Exzellenzcluster Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) (PDF; 2,0 MB), abgerufen am 15. Mai 2026.
Literatur Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3. Georg Dehio (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Dresden. Aktualisierte Auflage. Deutscher Kunstverlag, München und Berlin 2005, ISBN 3-422-03-110-3, S. 111.
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Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk der Moderne in Dresden Kategorie:Erbaut 1954 Kategorie:Technische Universität Dresden Kategorie:Architektur der DDR in Dresden Kategorie:Südvorstadt (Dresden)