Erik Pfeifer (* 22. Januar 1987 in Asbest, Oblast Swerdlowsk, ehemalige Sowjetunion) bei sportschau.dePorträt bei BoxRec.com bei sports-reference.com ist ein ehemaliger deutscher Profiboxer und Europameister des Weltverbandes WBO im Schwergewicht.
Als Amateur war er fünffacher Deutscher Meister, Gewinner der EU-Meisterschaften 2009, Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2011 und 2013, sowie Olympiateilnehmer 2012 und 2016. 2016 gewann er als erster Boxer den APB-Weltmeistertitel des Amateurweltverbandes AIBA.
Karriere Erik Pfeifer übersiedelte 1994 von Russland ins niedersächsische Lohne und begann beim Sportverein Blau-Weiß Lohne mit dem Boxsport. Später trainierte er auch am Olympiastützpunkt Heidelberg und war als Sportsoldat auch Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Mit über 100 kg Kampfgewicht boxte er als Amateur stets im Superschwergewicht (+ 91 kg).
2016 wurde er mit der Niedersächsischen Sportmedaille ausgezeichnet.
Deutsche Meisterschaften Erik Pfeifer wurde 2005 deutscher JuniorenmeisterDJM 2005 und gewann bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen 2007 eine Bronzemedaille, nachdem er im Halbfinale gegen Erkan Teper ausgeschieden war.DM 2007
In den Jahren 2008DM 2008, 2009DM 2009, 2010DM 2010, 2012DM 2012 und 2013DM 2013 gewann er jeweils den Titel des Deutschen Meisters.
Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele Erik Pfeifer gewann 2005 eine Bronzemedaille bei den Junioren-Europameisterschaften in Estland, wobei ihm auch ein Sieg gegen Andrzej Wawrzyk gelang.Junioren-EM 2005 Anschließend trat er erst mit dem Gewinn der EU-Meisterschaften 2009 in Dänemark wieder in Erscheinung.EU-Meisterschaft 2009 Er startete zudem bei den Weltmeisterschaften 2009 in Italien, unterlag dort jedoch im Achtelfinale gegen Zhang Zhilei.Weltmeisterschaften 2009
Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Aserbaidschan besiegte er unter anderem Roman Kapitonenko und Wiktar Sujeu, wodurch er ins Halbfinale einzog. Dort schied er gegen Anthony Joshua mit einer Bronzemedaille aus.Weltmeisterschaften 2011 Mit diesem Erfolg war er für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifiziert, wo er in der Vorrunde gegen Iwan Dytschko unterlag.Olympische Spiele 2012
Die Europameisterschaften 2013 in Belarus beendete er mit einer Niederlage im Viertelfinale gegen Sergei Kusmin,Europameisterschaften 2013 gewann aber bei den Weltmeisterschaften 2013 in Kasachstan erneut eine Bronzemedaille. Er schlug dabei unter anderem Mihai Nistor und verlor im Halbfinale erneut gegen Iwan Dytschko.Weltmeisterschaften 2013
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro verlor er in der Vorrunde gegen Clayton Laurent.Olympische Spiele 2016
World Series of Boxing (WSB) 2010 kam es zur Gründung der semiprofessionellen, als Mannschafts-WM gestalteten World Series of Boxing. Pfeifer nahm 2012/13 für das Team German Eagles und 2013/14 für Team Germany teil. 2013 schied das Team bereits in der Gruppenphase aus, 2014 erst im Viertelfinale.
WSB-Ergebnis;
November 2012: Sieg gegen Anatoliy Antonyuk, Team Ukrainian OtamansWorld Series of Boxing - 2nd Round Januar 2013: Sieg gegen Tony Yoka, Team Italia ThunderWorld Series of Boxing - 6th Round November 2013: Sieg gegen Yaovi Agbonson, Team Algeria Desert HawksWorld Series of Boxing - 1st Round Januar 2014: Sieg gegen Facundo Ghiglione, Team Argentina CondorsWorld Series of Boxing - 5th Round Februar 2014: Sieg gegen Paul Koon, Team USA KnockoutsWorld Series of Boxing - 9th Round April 2014: Niederlage gegen Ruslan Myrsatayev, Team Astana ArlansWorld Series of Boxing - 2nd leg of quarterfinals
AIBA Pro Boxing Ab Oktober 2014 veranstaltete der Amateurboxverband AIBA einen WM-Turnierzyklus unter Profibedingungen, welcher zugleich als Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 diente. Pfeifer gewann gegen den in den USA lebenden Profiboxer Ahmed Samir, gegen den späteren Weltmeister und Olympiasieger Tony Yoka, sowie gegen den zweifachen EM-Bronzegewinner Mihai Nistor und den Afrikameister Mohamed Arjaoui, wurde dadurch der erste APB-Weltmeister der Organisation und löste ein Ticket für die Olympischen Spiele 2016. Den APB-Titel verlor er in einem Rückkampf 2015 an Mihai Nistor.
APB-Ergebnis;
Oktober 2014: Sieg gegen Ahmed Samir aus ÄgyptenThe first night of AIBA Pro Boxing (APB) Pre-Ranking action started with a top-class performance November 2014: Sieg gegen Tony Yoka aus FrankreichAPB Pre Ranking Phase Round 2 Dezember 2014: Sieg gegen Mihai Nistor aus RumänienAPB Ranking 2014 Januar 2015: Sieg gegen Mohamed Arjaoui aus MarokkoErik Pfeifer makes APB history with World Title victory in Baku September 2015: Niederlage gegen Mihai Nistor aus RumänienAPB World Championship
Internationale Turniere 2008; 1. Platz Peace Tournament in BosnienPeace Tournament 2008 2008; 2. Platz Saint-Quentin Tournament in FrankreichSaint-Quentin Tournament 2008 2008; 1. Platz Beogradski Pobednik Tournament in SerbienBeogradski Pobednik Tournament 2008 2008; 3. Platz Bocskai Tournament in UngarnBocskai Tournament 2008 2008; 2. Platz Chemiepokal in DeutschlandChemiepokal 2008 2010; 3. Platz China Open in ChinaChina Open 2010 2011; 2. Platz Chemiepokal in DeutschlandChemiepokal 2011 2012; 3. Platz Chemiepokal in DeutschlandChemiepokal 2012 2015; 2. Platz Olympic Test Event in BrasilienOlympic Test Event 2015 2015; 1. Platz World Cup of Petroleum Countries in RusslandWorld Cup of Petroleum Countries 2015 2015; 1. Platz Tammer-Turnier in FinnlandTammer-Turnier 2015 2016; 1. Platz Georgiy Zhukov Tournament in RusslandGeorgiy Zhukov Tournament 2016
Profikarriere Im August 2018 unterzeichnete Pfeifer einen Profivertrag beim Hamburger Boxstall EC Boxpromotion des Promoters Erol Ceylan.Zweifacher Olympia-Teilnehmer Erik Pfeifer wechselt ins Profilager Sein Debüt gewann er am 15. September 2018 in Hamburg gegen den Georgier Davit Gogishvili.
Nach sechs Siegen in Folge, boxte er am 16. November 2019 in Halle (Saale) gegen den Bosnier Adnan Redžović um den Europameistertitel der WBO im Schwergewicht und siegte durch Technischen Knockout (TKO), nach Aufgabe seines Gegners am Ende der fünften Runde.
Am 27. März 2021 verlor er beim Kampf um den Titel IBO-International durch TKO in der zweiten Runde gegen den Briten Nick Webb. Am 7. Oktober 2023 verlor er zudem durch TKO in Runde 7 gegen den Serben Dušan Veletić.
Weblinks
Offizielle Website von Erik Pfeifer AIBA Pro Boxing
Einzelnachweise
Kategorie:Boxer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Meister (Boxen) Kategorie:Europameister (Boxen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Person (Vechta) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Mann