Das Rayleigh-Gesetz (benannt nach seinem Entdecker John William Strutt, 3. Baron Rayleigh) beschreibt die Änderung der Magnetisierung von ferromagnetischem Material bei magnetischen Feldstärken kleiner als die Koerzitivfeldstärke
Ferromagnetische Materialien bestehen aus weissschen Bezirken, welche durch Bloch-Wände voneinander getrennt sind. Wird nun ein kleines magnetisches Feld an das Material angelegt, so wachsen diese weissschen Bezirke, da die Bloch-Wände sich verschieben. Rayleigh leitete daraus die lineare und quadratische Abhängigkeit der Magnetisierung von der Feldstärke her:
mit der magnetischen Anfangssuszeptibilität , welche die anfängliche Magnetisierbarkeit der Materie in dem kleinen Feld angibt der Rayleigh-Konstante , die die irreversiblen Barkhausensprünge beschreibt der magnetischen Feldkonstanten
In analoger Weise kann das Rayleigh-Gesetz auch verwendet werden, um die Änderung der elektrischen Polarisation von ferroelektrischem Material bei kleinen elektrischen Feldern zu beschreiben.D. V. Taylor und D. Damajanovic, J. Appl. Phys. 82 (1997) 1973
Einzelnachweise
Literatur
Siehe auch Preisach-Modell Jiles-Atherton-Modell
Kategorie:Magnetismus