Oberhermsdorf ist ein Ortsteil der Ortschaft Braunsdorf der sächsischen Stadt Wilsdruff im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Geographie mini|Blick Richtung Braunsdorf
Oberhermsdorf liegt im Südosten des Wilsdruffer Stadtgebietes. Der Ort grenzt im Uhrzeigersinn an die Gemarkungen Kesselsdorf, Niederhermsdorf, Kleinopitz und Braunsdorf. Niederhermsdorf gehört zum Freitaler Stadtteil Wurgwitz, die anderen umliegenden Orte sind Teil Wilsdruffs. Im Ort kreuzen sich die Kreisstraßen K9080 von Kleinopitz nach Kesselsdorf und K9075 von Niederhermsdorf nach Braunsdorf. Der Oberhermsdorfer Bach entspringt hier und fließt dann entlang der Braunsdorfer Straße nach Niederhermsdorf.
Geschichte mini|Oberhermsdorf auf einer Karte des 18. Jahrhunderts
1140 soll Oberhermsdorf als Hermanni villa erstmals in einer Urkunde des Papstes Innozenz II. erwähnt worden sein, was jedoch umstritten ist. Andererseits wird 1190 als Gründer und Namensgeber der 1206 erstmals genannte Herrmannus de Worganewiz im Auftrag des Meißner Bischofs Bruno II. von Porstendorf genannt. 1315 als Hermansdorf bekannt, wurde Oberhermsdorf 1445 und 1447 als Hermerstorf bezeichnet. Im Jahr 1547 wurde der Ort Oberhermsdorff genannt. Das Dorf wurde als ein Platzdorf angelegt.
Im 19. Jahrhundert wurde in der Oberhermsdorfer Umgebung Steinkohle abgebaut.
Eingemeindungen Oberhermsdorf wurde am 1. Januar 1973 mit den Gemeinden Braunsdorf und Kleinopitz zur Gemeinde Braunsdorf zusammengelegt. Am 1. März 1994 wurde die Gemeinde Braunsdorf mit Oberhermsdorf nach Kesselsdorf eingemeindet. Kesselsdorf wiederum wurde am 1. August 2001 mit Wilsdruff vereinigt, wobei Oberhermsdorf, Braunsdorf und Kleinopitz wieder von Kesselsdorf losgelöst wurden und als eigenständige Ortsteile zu Wilsdruff hinzugefügt wurden.
Entwicklung der Einwohnerzahl Bevölkerung als eigenständige Gemeinde Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1834 171 1871 380 1890 604 1910 819 1925 733 1939 762 1946 884 1950 923 1964 741 1970 920 Bevölkerung mit Braunsdorf und Kleinopitz 1990 1501 Bevölkerung als Ortsteil Kesselsdorfs 1998 549 Bevölkerung als Ortsteil Wilsdruffs 2019 570
Kultur Kirche Oberhermsdorf selber besitzt keine eigene Kirche, das nächstgelegene Gotteshaus ist die evangelische St. Katharinenkirche in Kesselsdorf.
Bildung In Oberhermsdorf befindet sich seit 1858 eine eigene Schule, die 1878 neu gebaut wurde und in der Gegenwart als staatliche Grundschule für die Schüler der Wilsdruffer Ortsteile Kesselsdorf, Braunsdorf, Kleinopitz und Oberhermsdorf genutzt wird. Ebenso befindet sich der Hort Oberhermsdorf im Gebäude der Grundschule. Eine evangelische Grundschule wird in Grumbach betrieben. Danach besteht für Schüler die Möglichkeit, ein reguläres Gymnasium oder eine Oberschule in Wilsdruff, ein reguläres Gymnasium in Freital oder ein evangelisches Gymnasium in Tharandt zu besuchen.
Einzelnachweise
Literatur
Weblinks
Kategorie:Ortsteil von Wilsdruff Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Gemeindeauflösung 1973