mini|alt=Constanze Ruhm in grüner Bomberjacke vor Kinoleinwand|Constanze Ruhm im Filmmuseum München (2025) Constanze Ruhm (* 1965 in Wien, Österreich) ist eine österreichische zeitgenössische Künstlerin und Filmemacherin.
Leben und Werk Constanze Ruhm wollte ursprünglich Film studieren und bewarb sich an der Filmakademie Wien für Drehbuch und Regie. Da sie jedoch nicht aufgenommen wurde, begann sie 1987 visuelle Mediengestaltung bei Peter Weibel an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien zu studieren. Anfang der 1990er Jahre wechselte sie mit Peter Weibel an die Städelschule in Frankfurt und kam dort verstärkt mit film- und medientheoretischen Diskursen in Deutschland und Frankreich in Kontakt. Während dieser Zeit arbeitete sie als Studienassistentin von Künstlerinnen und Künstlern wie etwa Dara Birnbaum und Matt Mullican.
1996/97 hatte sie eine Gastprofessur für Visuelle Medien an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. 2005/2006 übernahm sie eine Professur für Film und Video an der Merz Akademie in Stuttgart. Seit 2006 hat Constanze Ruhm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste Wien im Fachbereich Kunst und Digitale Medien inne.
In ihren künstlerischen Arbeiten beschäftigt sich Ruhm mit Film, weiteren Medien und mit Archiven, sowie mit der feministischen Geschichtsschreibung. Ihre Arbeiten umfassen Filme, Videos, Installationen, Fotografien, Texte und digitale Projekte. Daneben ist sie auch kuratorisch tätig. 2017 gründete sie gemeinsam mit dem Musiker Florian Paul Ebner den queerfeministischen Konzeptchor Mala Sirena.
2023 widmete das Österreichische Filmmuseum dem Film- und Videowerk der Künstlerin eine Retrospektive.
Constanze Ruhm lebt und arbeitet in Wien und Berlin.
Auszeichnungen mini|Constanze Ruhm (2023) 1993: Österreichisches Staatsstipendium für Bildende Kunst 1993: Prix Ars Electronica Anerkennung für Computergraphik 1996: Anerkennungspreis für Medienkunst des Landes Niederösterreich 2000: Frauen-Medienkunstpreis der Frauenministerin, Ministerium für Kultur, Wien 2002: Wilfried-Skreiner-Preis des Landes Steiermark 2004: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst 2009: Niederösterreichischer Kulturpreis für Medienkunst 2009: Österreichischer Kunstpreis für Bildende Kunst 2020: Diagonale-Preis für Innovatives Kino für Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo 2021: Outstanding Artist Award für Film in der Kategorie Spiel- und Dokumentarfilm des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport Österreich
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1998: Time and Not the End of Desire, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, 20er Haus, Wien 1999: Apartment, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck 1999: Off, Engholm Engelhorn Galerie, Wien 2000: Art Statements, Art Basel 2001: A Memory of the Players in a Mirror at Midnight, Entwistle Gallery London und Engholm Engelhorn Galerie, Wien 2003: blindstorey / silencetracks, Auftragsarbeit für die Sammlung des Stift Admont, Österreich 2004: X Subroutines, Kunsthalle Bern 2005: X NaNa / Subroutine (The Difficulty of Being), Engholm Engelhorn Galerie, Wien 2007: X Love Scenes, Engholm Engelhorn Galerie, Wien 2010: X Love Scenes/Pearls Without a String, The UAG / Room Gallery, University of California, Irvine 2013: Garage Exchange: Constanze Ruhm & Christine Lang and First Office, MAK Center for Art and Architecture, Mackey Apartments Garage Top, Los Angeles 2015: Constanze Ruhm Re: Rehearsals (No Such Thing as Repetition), Zeit Kunst Niederösterreich, Museum Niederösterreich, St. Pölten 2023: Come una pupilla al variare della luce, Belvedere, Wien
Gruppenausstellungen 2004: Busan Biennale, Korea 2004: 3. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst 2005: Postmediale Kondition, Neue Galerie Graz 2005: Nach Rokytnik, Die EVN Sammlung im MUMOK Wien 2006: Demolition, Engholm Engelhorn Galerie, Wien 2006: Why Pictures Now, Museum Moderner Kunst Wien 2006: Postmediale Kondition, Centro Cultural Conde Duque, Madrid 2007: X Love Scenes, Screening bei der 57. Berlinale, Forum Expanded 2008: X Love Scenes, Screening im Museo Reina Sofía, Madrid 2008: System Mensch. Werke aus der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg, MdM Salzburg 2008: Paraflows, MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark 2008: Femmes ‚R‘ Us. Feminismus in Popmusik Kunst und Film Heute, Radialsystem Berlin 2009: Empfindung, Augarten Contemporary, Wien 2009: Die Fragilität des Seins. Ein medialer Bildessay in 9 Kapiteln. Werke aus der Sammlung des Museums der Moderne Salzburg, National Museum of Contemporary Art (MNAC), Bukarest, Rumänien
Kuratorische Projekte 2003: Fate of Alien Modes, Secession Wien 2003: How We Got Into Pictures: film retrospective Noël Burch, ZKM Karlsruhe und haus.0, Künstlerhaus Stuttgart 2004: Fate of Alien Modes. Filmprogramm, ZKM Karlsruhe 2006: Cinema Is Not A Bad School, Präsentationsserie im Rahmen einer Lecture Series der Merz Akademie Stuttgart (mit Elfi Mikesch, Christa Blümlinger, Babette Mangolte, Thomas Tode) 2008: mit Anselm Franke: Mimétisme. Filmprogramm, Hebbel am Ufer (HAU), Berlin
Filmografie (Auswahl) 2020: Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo 2024: È a questo punto che nasce il bisogno di fare storia
Weblinks
Constanze Ruhm bei Galerie Engholm Engelhorn, Wien (archiviert) Homepage von Constanze Ruhm
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Videokünstler (Österreich) Kategorie:Hochschullehrer (Merz Akademie) Kategorie:Hochschullehrer (Universität für angewandte Kunst Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia