Solca () ist eine Kleinstadt im Kreis Suceava in den historischen Regionen Bukowina und Westmoldau in Rumänien.

Lage mini|Die Stadt Solca, gesehen im Jahr 2011, vom örtlichen Stadion aus.

Solca liegt in der Bukowina am Ostrand des Gebirges Obcina Mare. Die Kreishauptstadt Suceava befindet sich etwa 35 km östlich.

Geschichte Solca wurde 1418 – zur Zeit des moldauischen Fürsten Alexandru cel Bun – erstmals urkundlich erwähnt. Von 1612 bis 1622 wurde unter dem Fürsten Ștefan Tomșa II. das Kloster Solca errichtet.Website des Klosters Solca, abgerufen am 28. Juli 2009. Dieses erlangte durch fürstliche Schenkungen einen bedeutsamen Grundbesitz in der Umgebung. Zu seiner Herrschaft gehörten zahlreiche Leibeigene, darunter viele Zigeuner. Nach der Machtübernahme der Österreicher 1774/1775 und den Josephinischen Reformen wurde das Kloster 1785 enteignet und zu einer Dorfkirche umgewidmet, die Leibeigenschaft beendet. Ab 1784 wurde in Solca Steinsalz abgebaut. 1796 entstand eine Brauerei, 1801 eine Pottasche-Siederei und 1802 eine Ziegelei.Franz Adolf Wickenhauser: Moldawa oder Beiträge zu einem Urkundenbuche für die Moldau und Bukovina. Jacob & Holzhausen. 1862. Am Ende des 18. und am Anfang des 19. Jahrhunderts zogen deutsche Siedler in den Ort.Karl Czoernig: Ethnographie der Oesterreichischen Monarchie. Kaiserlich-Koenigliche Hof- u. Staatsdruckerei. 1857. S. 43.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Bukowina und damit auch Solca zu Rumänien. 1926 wurde der Ort zur Stadt erklärt.Dan Ghinea: Enciclopedia geografică a României: R-Z. Editura Enciclopedică. 1998. S. 155 1940 verließen im Ergebnis eines Abkommens zwischen dem Deutschen Reich und Rumänien die meisten Bukowinadeutschen Solca.

Der wichtigste Erwerbszweige sind die Land- und die Forstwirtschaft.

Bevölkerung 1930 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt etwa 1750 Bewohner, davon ca. 1000 Rumänen und 750 Deutsche (Bukowinadeutsche).Karte der Volkszählung 1930, abgerufen am 28. Juli 2009. Bei der Volkszählung 2002 wohnten in Solca 4456 Menschen, unter ihnen 4408 Rumänen, 33 Deutsche und 12 Roma.Volkszählung 2002, abgerufen am 28. Juli 2009. 2007 – nach der Ausgliederung des Ortes Poieni-Solca – wohnten in Solca noch 2644 Personen.

Verkehr Solca verfügt über keinen Bahnanschluss. Es besteht regelmäßiger Busverkehr nach Rădăuți, Câmpulung Moldovenesc und Gura Humorului.

Sehenswürdigkeiten Das Kloster Solca im 17. Jahrhundert errichtet,Angaben zum Kloster in Solca bei biserici.org, abgerufen am 27. Oktober 2023 (rumänisch). steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Brauerei (19. Jahrhundert)

Geboren in Solca

Fridolin Zothe (1864–1916), Maler und ZeichnerFranz Goldstein: Monogrammlexikon 1, Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850, Durchgesehen und ergänzt von Ruth und Hermann Kähler, Berlin, New York, 1999, ISBN 3-11-014453-0.

Weblinks

Solca bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Bukowina Kategorie:Ersterwähnung 1418