mini|Kriegerdenkmal für drei am 6. August 1870 in Wörth im Elsass getötete Soldaten des Krieges 1870/71
Das Kriegerdenkmal Bockenheim ist ein Ehrenmal (Kriegerdenkmal) in Frankfurt am Main. Es wurde im Jahr 1875 auf dem Alten Friedhof Bockenheim errichtet, damals Hauptbegräbnisstätte der Stadt Bockenheim, im Jahr 1895 eingemeindet als Frankfurt-Bockenheim. Das Denkmal erinnert an drei im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gefallene Bockenheimer Bürger.
Beschaffenheit Der Steinmetz Ph. BachSignatur am Mittelteil des Denkmals erstellte in der damals noch selbstständigen Stadt Bockenheim im Auftrag des Kriegervereins Bockenheim ein Kriegerehrenmal in Form eines Obelisken aus Rotem Mainsandstein auf einem Postament mit einem skulptierten Mittelteil, dessen Einzelteile im Laufe der Zeit vielfach beschädigt beziehungsweise zerstört wurden. Nur teilweise erhalten hat sich die nachstehend zitierte Inschrift des Kriegerdenkmales:Die Inschrift ist hier im Zustand des Jahres 2014 wiedergegeben. Beschädigte Textstellen am Denkmal sind im Zitat durch eckige Klammern gekennzeichnet. Die Interpunktion der Vorlage wurde übernommen.Detailfoto der Namenstafel am Denkmal. Wikimedia Commons, aufgenommen am 5. Oktober 2014. Von den im Jahr 1870 zum Kriege gegen Frankreich ausgerückten Söhnen der Stadt Bockenheim starben den Heldentod: Ernst G. Buch Gefreiter im Regiment Nº 87. am 6. Aug: 1870 bei Wörth. Isaak Heß Füsilier im Regiment Nº 82. am 6. Aug: 1870 bei Wörth. [Ge]org Heuß[…] […]ier im Regime[nt] […] 1870 zu Su[…]
Zum ehrenden Andenken gewidmet von der Stadt Bockenheim und den zurückgekehrten Kameraden. 2. September 1875.
mini|Stark verwitterte Inschrift am Sockel des Denkmals
Bedeutung Die drei genannten Soldaten waren Angehörige des 1. Nassauischen Infanterie-Regimentes Nr. 87, stationiert in Mainz und des Regiments Nr. 82. Ersteres bildete gemeinsam mit dem 2. Nassauischen Infanterie-Regiment Nr. 88 die 41. Infanterie-Brigade in der Bundesfestung Mainz. Sie starben am dritten Tag des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 bei Gefechten in Wœrth im Elsass gegen die Truppen von Marschall Patrice de Mac-Mahon. An diesem Krieg hatten etwa 150 Bockenheimer Bürger teilgenommen und gekämpft.Bockenheimer Straßen erzählen. Hrsg.: Freunde Bockenheims – Verein für Ortsgeschichte. ISBN 3-86611-152-5, S. 183. Die Errichtung und Einweihung des Kriegerdenkmals am 2. September 1875, dem Sedantag, war eine öffentliche Demonstration des kaisertreuen Bürgertums. Sie galt der Befürwortung der 1871 erfolgten Reichsgründung, mit der für Bockenheim auch ein industrieller Aufschwung verbunden war.
Kriegerdenkmäler der Umgebung Zeitgleich oder zeitnah mit der Einweihung des Kriegerehrenmales in Bockenheim wurden weitere Denkmäler in den umliegenden Orten eingeweiht:Unterlagen des ISG-Institutes für Frankfurter Stadtgeschichte: 1874: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt-Nordend 1875: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt-Heddernheim 1875: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt-Sindlingen 1875: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt-Sachsenhausen 1878: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt Peterskirche 1895: Kriegerdenkmal 1870/71 in Frankfurt-Nied
Weblinks
Das Kriegerdenkmal auf dem Alten Friedhof Bockenheim denkmalprojekt.org; abgerufen am 22. September 2014. Peter Rutkowski: Linke Kriegsgräberfürsorge. Frankfurter Rundschau Online, 10. Juli 2008; über das Denkmal auf dem Alten Friedhof Bockenheim; abgerufen am 5. Oktober 2014.
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Denkmal in Frankfurt am Main Bockenheim Kategorie:Urbaner Freiraum in Frankfurt am Main Kategorie:Frankfurt-Bockenheim Kategorie:Gedenkstätte des Deutsch-Französischen Kriegs