Die Kostheimer Brücke verbindet den Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim mit Ginsheim-Gustavsburg (Ortsteil Gustavsburg) über den Main. Die Straßenbrücke ist Bestandteil der Bundesstraße 43, auf Kostheimer Seite trägt sie zusätzlich den Namen Hauptstraße und auf Gustavsburger Seite Darmstädter Landstraße.

Die ursprüngliche Brücke mit Fachwerk-Bogenträgern des MAN-Werks Gustavsburg auf Pfeilern, die die Bauunternehmung Philipp Holzmann & Cie. in Senkkasten-Gründung ausführte,Die Verwendung hölzerner Senkkasten bei der Pressluftgründung der Strompfeiler der Mainbrücke bei Kostheim. In: Centralblatt der Bauverwaltung, 8. Jahrgang 1888, Nr. 16 (vom 21. April 1888), S. 176 f. wurde 1887 in Betrieb genommen und nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1947 mit einfacherem Überbau in Warren-Fachwerk wiederaufgebaut.

Die Kostheimer Brücke ist bei Mainkilometer 1,330 die letzte Mainbrücke vor der Mündung in den Rhein. Sie hat eine Durchfahrtshöhe von 6,7 m über HSW.Verzeichnis der Brückendurchfahrtshöhen/-breiten im Bezirk GDWS Standort Würzburg (Stand Okt. 2017) auf elwis.deStreckenatlas des Main Teil I von km 0 (Mainmündung) bis km 186,6 (Staustufe Rothenfels) (PDF, 11 MB) auf gdws.wsv.bund.de Sie ist in der Route der Industriekultur Rhein-Main Mainspitze verzeichnet.

Die Kostheimer Brücke ist Bestandteil des „Drei-Brücken-Laufs“, die anderen beiden sind die Rheinbrücken Theodor-Heuss-Brücke und die Südbrücke.Drei-Brücken-Lauf 2014

Aufgrund steigender Verkehrsbelastung plant Hessen Mobil einen Neubau der Brücke. von Wolfgang Wenzel auf allgemeine-zeitung.de 1. November 2012 Im Zuge dieser Planung wird der Denkmalwert der Brücke überprüft. Seitens des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen wird erwogen, die Brücke als Kulturdenkmal anzuerkennen. von Wolfgang Wenzel auf wiesbadener-tagblatt.de vom 12. Februar 2013

Vorgängerbauwerke Bereits zur Römerzeit gab es in der Nähe eine Mainbrücke, deren Errichtung durch die dendrochronologische Untersuchung der Brückenhölzer auf das Jahr 374 unter Kaiser Valentinian I. datiert ist.Egon Schallmayer: Der Bau einer Brücke über den Main bei Ginsheim-Gustavsburg unter Valentinian I. In: A. Zeeb-Lanz, Reinhard Stupperich (Hrsg.): Palatinatus illustrandus. Festschrift für Helmut Bernhard zum 65. Geburtstag (= Mentor. Band 5). Franz Philipp Rutzen, Mainz/Ruhpolding/Wiesbaden 2013, S. 201–214. Reste der Brückenpfeiler sind heutzutage nur bei extremen Niedrigwasser im Main auf Gustavsburger Seite zu finden, ca. 200 m westlich der heutigen Kostheimer Brücke. Sie sind dem damaligen Flusslauf des Mains ausgerichtet.Private Homepage mit Bild im unteren Abschnitt auf der Seite

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