mini|Ali Samadi Ahadi (2026) Ali Samadi Ahadi (* 9. Februar 1972 in Täbris, Iran) ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Filmeditor iranischer Herkunft.
Leben mini|Ali Samadi Ahadi (2010) Ali Samadi, geboren in Täbris (Iran), floh infolge des Ersten Golfkriegs, in dem er als Kindersoldat zwangsrekrutiert werden sollte, im August 1985 ohne Eltern aus seiner Heimat nach Deutschland. 1992 legte er in Hannover an der Leibnizschule das Abitur ab. Anschließend studierte Ali Samadi Sozialwissenschaften an der Universität Hannover, Design für elektronische Medien an der Fachhochschule Hannover und als Gaststudierender Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film und Fernsehen an der Kunsthochschule Kassel, alle Studiengänge brach er 1997 ab. Seit 2000 arbeitet Ali Samadi als freier Regisseur, Drehbuchautor und Editor.
Für seine Dokumentation Lost Children über das Schicksal von Kindersoldaten im Konflikt zwischen ugandischen Regierungstruppen und Rebellen erhielt Ali Samadi Ahadi 2006 den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.
2009 legte Samadi, der heute in Köln lebt, seine Culture-Clash-Komödie Salami Aleikum vor, mit der er unter anderem den Preis der deutschen Filmkritik als „Bestes Spielfilmdebüt“ und den NDR-Filmpreis für den Nachwuchs beim 20. Internationalen Filmfest Emden-Norderney gewann. 2010 folgte die 52-minütige Fernsehdokumentation Iran: Elections 2009 über die Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009, bei arte, abgerufen am 2. April 2011 für die er 2011 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Unter dem Titel The Green Wave kam 2011 eine 80-minütige Fassung des Films in die KinosFAZ vom 23. Februar 2011, Seite 31: Der kurze Sommer der Hoffnung in Iran. und lief beim Sundance Film Festival im Wettbewerb „World Cinema Documentary“. Seit Oktober 2012 ist Samadi Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln., abgerufen am 30. Dezember 2012
Filmografie (Auswahl) mini|Team des Dokumentation Iran: Elections 2009 bei der Grimme-Preis-Verleihung 2011 1992: Leipziger Allerlei (Kurzfilm, zusammen mit Nils Loof und Rasmus Sievers) 1996: Geburtstag mit der Omi (Kurzfilm) 1996: Nickerchen , Pit Przygodda (Musikvideo, zusammen mit Nils Loof) 1998: Goodbye Matze (Kurzfilm) 2003: Culture Clan (Dokumentarfilm) 2004: Lost Children (Dokumentarfilm, zusammen mit Oliver Stoltz) 2009: Salami Aleikum 2010: Iran: Elections 2009 (TV-Dokumentation) 2011: The Green Wave (Dokumentarfilm) 2013: 45 Minuten bis Ramallah 2014: Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft 2014: Die Mamba 2016: Pettersson und Findus – Das schönste Weihnachten überhaupt 2017: Teheran Tabu 2018: Pettersson und Findus – Findus zieht um 2021: Peterchens Mondfahrt 2022: Die Mucklas und wie sie zu Pettersson und Findus kamen 2024: Sieben Tage (Haft Rooz)
Weblinks
Website von Ali Samadi Ahadi Filmemacher Ali Samadi Ahadi: Der Trubel-Perser Frankfurter Rundschau vom 22. Juli 2009
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Filmeditor Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises Kategorie:Deutscher Kategorie:Iraner Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann Kategorie:Iranischer Emigrant in Deutschland