mini|Gesamtansicht Kupferberg ( Miedzianka) ist ein Ort in der Landgemeinde Tarnau im Powiat Opolski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Kupferberg liegt vier Kilometer südwestlich von Tarnau und 17 Kilometer südöstlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene. Das Dorf ist, mit Ausnahme in Richtung Norden, von Wald umgeben.
Nachbargemeinden Nachbarorte von Kupferberg sind im Nordwesten Przywor (Przywory) und im Nordosten Kossorowitz (Kosorowice).
Geschichte mini|hochkant|Kapelle um 1930 Der Ort wurde 1773 als Kolonie gegründet. Forstmeister Burich bestimmte den Bauplatz. Nahezu alle Siedler stammten aus Österreichisch-Schlesien und Mähren. Ursprünglich hieß der Ort Kolonie in der Kossorowitzer Heide, 1775 erhielt sie den Namen Kupferberg. Von den 20 Besitzern der Koloniestellen im Jahr 1775 war einer evangelisch und die 19 anderen katholisch. Von diesen stammten sechs aus der näheren Umgebung bzw. aus Schlesien (einer aus Grudschütz, einer aus der Proskauer Gegend, zwei aus Katscher, einer aus Schurgast und einer aus der Strehlener Gegend), drei aus dem Herzogtum Troppau, drei aus Zuckmantel, einer aus Jägerndorf, fünf aus Mähren, einer aus Böhmen und einer aus Ungarn. Vom Beruf waren sie Waldläufer, Weber, Buchbinder, Ackersmann, Schuhmacher, Soldat und Büttner. Insgesamt lebten in dem Ort 84 Personen und 19 Familien.Oppelner Heimatblatt, Nummer 4, 1931 1783 wurde eine Kapelle in Kupferberg erbaut. Damals hatte der Ort 90 Einwohner, 1855 waren es 187, im Jahre 1900 323 und 1939 schließlich 486 Einwohner.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kupferberg ab 1816 zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln. 1855 lebten 187 Einwohner im Ort. 1865 hatte der Ort 20 Kolonistenstelle, drei Angerhäusler, eine Försterei und eine Kapelle.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Przywor gegründet, welcher die Landgemeinden Konty, Kossorowitz, Kupferberg, Przywor und Tarnau sowie den Gutsbezirk Grudschütz umfasste.Amtsbezirk Przywor/Tarnau 1885 wurden 284 Einwohner gezählt.AGOFF Kreis Oppeln
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten vor Ort 61 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 139 für eine Zugehörigkeit zu Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form Der gesamte Stimmkreis Oppeln hatte mehrheitlich für Deutschland votiert. Kupferberg verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich.
Infolge des Zweiten Weltkrieges kam Kupferberg, das seit 1742 dem Landkreis Oppeln angehört hatte, 1945 unter polnische Verwaltung und wurde in Miedziana umbenannt. 1950 wurde der Ort Teil der Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört Miedziana zum Powiat Opolski.
Am 15. Februar 2007 wurde in der Gemeinde Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 14. April 2008 erhielt der Ort den zusätzlichen amtlichen deutschen Ortsnamen Kupferberg.
Sehenswürdigkeiten Die 1783 errichtete Kapelle an der ul. Wiejska Römisch-katholische St.-Bronislawa-Kirche (Kościół bł. Bronisławy)St.-Bronislawa-Kirche
Vereine Deutscher Freundschaftskreis Freiwillige Feuerwehr OSP Miedziana
Persönlichkeiten Ernst Hermann von Kölichen (1739–1805), preußischer Generalmajor, Erbherr auf Kupferberg
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeinde Tarnau Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Gegründet 1773 Kategorie:Straßendorf