Die Partidul Social Democrat European (PSDE, ), von 2000 bis 2022 Partidul Democrat din Moldova (PDM, ), von 1997 bis 2000 Mișcarea pentru o Moldovă Democratică și Prosperă (), ist eine Mitte-Links-Partei in der Republik Moldau. Die im Jahre 1997 gegründete Partei ist ein assoziiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und ein vollwertiges Mitglied der Sozialistischen Internationale.

Nach der Satzung unterstützt die Partei die Republik Moldau als „unabhängigen, souveränen und demokratischen Rechtsstaat, der in die Familie der europäischen Demokratien integriert ist“.

Geschichte Mișcarea pentru o Moldovă Democratică și Prosperă Die Partei wurde am 8. Februar 1997 mit dem Titel Bewegung für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau gegründet. Am 17. Oktober 1998 wählte der Kongress die Parteiorgane und nahm die Satzung und das auf den Prinzipien der Sozialdemokratie basierte politische Programm an. Bei den Parlamentswahlen im März 1998 erhielt der auf der Grundlage der Bewegung erstellte Wahlblock – „Für ein demokratisches und prosperierendes Moldau“ – 18,64 % der Stimmen, beziehungsweise 24 von 101 Plätzen im Parlament, was ihm die Regierungsbeteiligung im Rahmen der „Allianz für Demokratie und Reform“ (ADR) ermöglichte. Dumitru Diacov, der Vorsitzende der Formation, wurde zum Sprecher der Legislative gewählt. Von 1997 bis Sommer 2009 war Diacov Parteivorsitzender und von 1997 bis 2001 auch Vorsitzender des Parlaments. Im Jahre 1999 wurde der Vertreter der „Bewegung für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau“ Ion Sturza zum Regierungschef des Landes ernannt. mini|Das Parteihauptquartier in Chişinău, Strada București 90.

Partidul Democrat din Moldova Auf dem Kongress am 15. April 2000 wurde die Bewegung für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau in die Demokratische Partei Moldaus umbenannt. Bei den Parlamentswahlen 2001 erhielt die Partei 79.757 Stimmen (5,02 %), konnte jedoch die Wahlschwelle von 6 % nicht überwinden. Bei Kommunalwahlen am 25. Mai 2003 erreichte PDM jedoch ca. 8,3 % auf dem Land.

Der Parteitag am 22. November 2003 stellte neue Aufgaben an die Parteiarbeit. Eines der wichtigsten Dokumente, das auf dem Kongress angenommen wurde, war eine neue Version des politischen Programms, in der die Partei die unveränderliche Natur ihrer politischen Ziele und Prinzipien erklärt. Auf dem Kongress kündigte die Demokratische Partei ihre Absicht an, Mitglied der Sozialistischen Internationale zu werden und verabschiedete eine Resolution über die Beziehungen zwischen der Demokratischen Partei Moldaus und der Gewerkschaftsbewegung. Um die Wählererwartungen über die Konsolidierung der reformistischen und demokratischen Kräfte zu erfüllen, haben die Demokratische Partei Moldaus, die Allianz „Unser Moldau“ und die Sozial-liberale Partei (SLP) den Block „Demokratisches Moldau“ (BDM) geschaffen.

Nach den Parlamentswahlen am 6. März 2005 bekam der PDM acht Sitze im Parlament und war damit die einzige Partei, welche nach den verlorenen Wahlen 2001 ins Parlament zurückgekehrt ist. Nach dem Beitritt der Gruppe von Abgeordneten der SLP zur parlamentarischen Gruppe der PDM im Oktober 2007 vergrößerte sich die Zahl von demokratischen Abgeordneten auf 11, PDM wurde die dritte politische Kraft.

Nach der Fusion der Demokratischen Partei mit der Sozialliberalen Partei, die auf dem Kongress am 10. Februar 2008 stattfand, wurde erneut Dumitru Diacov zum Parteivorsitzenden gewählt. Als erster stellvertretender Vorsitzender wurde der ehemalige Führer der SLP Oleg Serebrian gewählt. Die PDM-Hymne wurde Beethovens Ode an die Freude, welche die pro-europäische Richtung und die Zugehörigkeit zum europäischen föderalistischen Trend symbolisiert. Am 19. Juli 2009 wählte der außerordentliche Kongress der PDM Marian Lupu zum Vorsitzenden der Partei.

Bei den Parlamentswahlen am 5. April 2009 erhielt die Demokratische Partei nur 2,97 % der Stimmen und blieb außerhalb des Parlaments.

Nach den Parlamentswahlen am 29. Juli 2009 erhielt die Demokratische Partei 13 Sitze und wurde bald einer der vier Mitglieder der Allianz für Europäische Integration (AEI), die eine Mehrheit im Parlament der Republik Moldau hatte. Marian Lupu, PDM-Vorsitzender, war der AEI-Kandidat für den Posten des Präsidenten der Republik Moldau bei den Wahlen am 10. November und 7. Dezember 2009, erhielt aber nicht die erforderliche Anzahl der Stimmen.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 28. November 2010 erhielt die PDM 15 Sitze im Parlament und war damit eines der drei Mitglieder der AIE-2.

Im Mai 2013 bildete die PDM (15 Abgeordnete) zusammen mit der Liberal-Demokratischen Partei der Republik Moldau (LPDM) (31 Abgeordnete) und der liberalen Reformpartei (7 Mitglieder) eine neue regierende Allianz – die Pro-europäische Koalition.

Bei den Parlamentswahlen am 30. November 2014 erhielt die PDM 15,80 % der Stimmen und gewann 19 Sitze im Parlament. Nach den Wahlen bildeten die PDM und die LPDM (23 Sitze) eine Minderheitsregierung – die politische Allianz „Für ein europäisches Moldau“.

Seit 2009 ist die Demokratische Partei ein vollwertiges Mitglied der Sozialistischen Internationale. Von 2010 bis 2015 erhielt sie den Status eines Beobachtermitglieds der Sozialdemokratischen Partei Europas und im Juni 2015 wurde PDM assoziiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas.

Am 14. Januar 2016 wurde der von der PDM nominierte und von der neuen parlamentarischen Mehrheit unterstützte Pavel Filip Kandidat für das Amt des Premierministers.

Die von Pavel Filip gebildete Regierung wurde mit den Stimmen von 57 Abgeordneten gewählt: 20 – PDM-Fraktion, 13 – LP, 14 – ehemalige kommunistische Abgeordnete, 8 – LPDM und 2 ex-LPDM-Abgeordnete.

Der VIII. Kongress wurde nach der Sitzung des Politischen Rates der Demokratischen Partei am 10. Dezember 2016 einberufen, auf dem der Parteivorsitzende Marian Lupu seinen Rücktritt ankündigte.

Die Hauptaufgabe des VIII. Kongresses war die Wahl neuer Parteiorgane, die Verabschiedung von Änderungen in der Parteisatzung und die Festlegung neuer Aufgaben für die Modernisierung der Partei. Der Geschäftsmann Vladimir Plahotniuc wurde einstimmig auf dem Kongress zum Parteivorsitzenden gewählt. Er wolle sich auf die Modernisierung der politischen Bildung konzentrieren, so dass von der Partei die Interessen der Bürger anstatt geopolitischer Interessen vertreten werde. Die Delegierten des Kongresses wählten Pavel Filip zum ersten stellvertretenden PDM-Vorsitzenden, stimmten für die Liste des neuen Nationalen Politischen Rates und verabschiedeten eine neue Version der Parteisatzung.

Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 1000 Delegierte aus allen Regionen des Landes und Gäste aus dem Ausland an dem Kongress teil.

Am 10. März 2017 haben sich 14 ehemalige kommunistische Abgeordneten, die mit der PDM der sozialdemokratische Plattform „Für Moldau“ gebildet haben, der Parlamentarischen Fraktion der Demokratischen Partei Moldaus angeschlossen. Der Führer der parlamentarischen Fraktion des Demokraten Marian Lupu sagte bei einem Briefing, dass die Entscheidung der 14 Abgeordneten ein Schritt sei, der zur Konsolidierung der parlamentarischen Mehrheitsfraktion führen werde. Die PDM wurde die größte Fraktion im Parlament.

Die Demokratische Partei Moldawiens begann im Herbst 2021 einen Umstrukturierungsprozess, wobei Monica Babuc zur Interimspräsidentin der PDM gewählt wurde. Im Jahr 2022 gingen die Demokratische Partei Moldawiens und die Sozialdemokratische Partei Rumäniens eine strategische Partnerschaft ein. Am 25. August wurde der Sitz der moldauischen PSD-Ortsgruppe im Hauptquartier der PDM unter der Leitung von Iurie Ciocan eingeweiht. Am 7. Oktober fand die erste Ausgabe des Forums der lokalen Mandatsträger der PDM und PSD (Rumänien) unter dem Motto „Vereint durch Infrastruktur“ statt, an dem über 150 Bürgermeister, Gemeinderäte und Kreisräte aus Rumänien und Moldawien teilnahmen.

Partidul Social Democrat European Auf dem X. Kongress der Partei (an dem auch PSD-Führungskräfte wie Marcel Ciolacu, Victor Negrescu und Vasile Dîncu teilnahmen) wurde beschlossen, den Namen in Sozialdemokratischen Partei Europas (rumänisch: Partidul Social Democrat European, PSDE) zu ändern. Ion Sula wurde zum Parteivorsitzenden und Mircea Buga zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das neue Logo der Partei ähnelte dem der PSD und bestand aus drei Rosen auf einem einfarbigen, umrandeten Hintergrund. Die PSDE nahm Verhandlungen mit der gleichgesinnten Mișcarea Alternativa Națională (MAN) auf, wurde jedoch aus dem Wahlbündnis Blocul electoral „Alternativa” der MAN ausgeschlossen. Sowohl Boris Foca als auch Diacov forderten eine Wiedervereinigung der PSDE, der Partidul Democrat Modern din Moldova (PDMM; ehemals Pro Moldova) und Marian Lupus Mișcarea „Respect Moldova” (MRM) unter ihrem alten Namen.

Partei-Kongresse +KongressDatumEntscheidungen/Ergebnisse Kongress für die Errichtung der sozialpolitischen Bewegung „Für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau“ 8. Februar 1997 Dumitru Diacov wurde zum Präsidenten gewählt; das Programm der sozialpolitischen Bewegung „Für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau“ wurde verabschiedet.Der erste Kongress der MpMDP17. Oktober 1998 Dumitru Diacov wurde zum Präsidenten wiedergewählt; der Verwaltungsrat wurde gewählt.Der zweite Kongress der MpMDP 15. April 2000 Die MpMDP wurde in die Demokratische Partei der Republik Moldau (PDM) umstrukturiert; die Leitungsgremien wurden gewählt; die Änderungsanträge zum Statut der Partei wurden akzeptiert; das politische und wirtschaftliche Programm der PDM wurde verabschiedet; Dumitru Diacov wurde erneut zum Präsidenten gewählt.Der dritte Kongress der PDM22. November 2003 Die Organisations- und Informationsressoursen der PDM wurden mobilisiert, um das Überschreiten der Wahlschwelle zu gewährleisten; Die Änderungen des PDM-Statuts wurden akzeptiert.Der vierte Kongress der PDM 3. Juli 2005 Die Struktur der Parteileitung wurde bestätigt; Dumitru Diacov wurde zum Präsidenten wiedergewählt.Der fünfte Kongress der PDM 10. Februar 2008 die Sozial-Liberale Partei wurde mit der Demokratischen Partei der Moldau unter dem Namen „die Demokratische Partei der Moldau“ zusammengeschlossen; das politische Zentrum der Republik Moldau wurde im Rahmen der Vorbereitungen auf die Parlamentswahlen 2009 konsolidiert; die neue Parteiführung wurde gewählt: Dumitru Diacov wurde zum Vorsitzenden der vereinigten Partei gewählt, Oleg Serebrian – der erste stellvertretende Vorsitzende der PDM, Oazu Nantoi, Valentina Buliga, Igor Klipii, Valentina Stratan und Dumitru Ivanov wurden zu den Vizepräsidenten der PDM-Partei gewählt, Oleg Ţulea, der Leiter der Jugendorganisation der Demokratischen Partei, wurde zum Parteileiter ernannt;Der außerordentliche sechste Kongress der PDM19. Juli 2009 Die Änderungen des Parteistatuts wurden vorgestellt; Marian Lupu wurde zum Präsidenten gewählt. Dumitru Diacov wurde zum Ehrenpräsidenten der Partei gewählt. Oleg Serebrian behielt seine Position des ersten Vizepräsidenten; Valeriu Lazar (der ehemalige Minister für Wirtschaft und Handel) wurde zum Generalsekretär gewählt; es wurden die Vizepräsidenten Igor Corman, Oleg Tulea, Oazu Nantoi, Valentina Stratan, Igor Klipii und Valentina Buliga ernannt; die PCRM- und PSD-Mitglieder (von den regionalen Organisationen der PSD – Glodeni, Balti, Anenii Noi) sind der PDM beigetreten; Valeriu Plesca, der Vorsitzende der sozialpolitischen Bewegung „Forţa Nouă“, gab bekannt, die Bewegung werde die PDM bei den Wahlen vom 29. April 2009, unterstützen und später der PDM beitreten.Der siebte Kongress der PDM 16. Juni 2012 Es wurden die Maßnahmen ergriffen, um die PDM im bestehenden politischen Kontext zu modernisieren und die neuen Leitungsorgane der Partei auszuwählen; Marian Lupu wurde zum Präsidenten wiedergewählt; Vladimir Plahotniuc wurde zum ersten Vizepräsidenten gewählt;