Kurt Van Herck (* 1965 in Westmeerbeek) ist ein belgischer Jazzmusiker, der als Instrumente Saxophon, Klarinette und Flöte beherrscht.
Wirken
Van Herck studierte am Jazz Studio in Antwerpen, wo er Schüler von Dennis Luxion und John Ruocco war und in Kontakt mit Jacques Pelzer kam. Seit 1986 arbeitete er mit Musikern der belgischen Szene wie Dré Pallemaerts, Bert Joris, Diederik Wissels, Erwin Vann, Frank Vaganée, Philippe Aerts, Michel Herr, Daniel Romeo, Éric Legnini, Michel Hatzigeorgiou, Riccardo Del Fra, Serge Lazarevitch, Nathalie Loriers und Kris Goessens zusammen. Er trat auch mit Popmusikern wie Viktor Lazlo, Kadja Nin, Axelle Red sowie Chantal Acda und mit internationalen Jazzmusikern wie Joe Lovano, Larry Schneider, Dave Liebman, Alain Jean-Marie, Archie Shepp, Joe Haider, Slide Hampton oder Bob Mover auf.
Van Herck arbeitete mit kleineren Formationen wie dem Serge Lazarevitch Quintet, dem Nathalie Loriers Quartet, der Diederik Wissels Group und der Gruppe von Amina Figarova zusammen. Er ist Mitglied des Brussels Jazz Orchestra. Als Bigband-Spieler arbeitete er weiterhin mit dem BRT Jazz Orchestra, der Act Big Band, der Dizzie Gillespie Big Band und der französischen Big Band Passage zusammen.
1993 gründete er das Kurt Van Herck-Kris Goessens Quartet (mit Nicolas Thys und Dré Pallemaerts), die Gruppe All The Way (mit Daniel Romeo, Kris Goessens und Dré Pallemaerts) und das Kurt van Herck Trio (mit Karl van Deun und Michel Seba). Seit 1995 unterrichtet er am Königlichen Konservatorium Antwerpen Jazzsaxophon, Ensemble- und Bigbandspiel. Im gleichen Jahr veröffentlichte er mit seinem Quartett das Album Another Day, Another Dollar.
Preise und Auszeichnungen Van Herck vertrat 1988 Belgien in der Bigband der EBU. Mit dem Nathalie Loriers Quartet gewann er 1990 den Wettbewerb der französischsprachigen Radios. 1997 wurde er mit dem Django d’Or ausgezeichnet.
Diskographie (Auswahl)
Another Day, Another Dollar, 1995 Le Mariage, 2006 Cinema Paradiso: Empty Empty, 2024 (mit Eric Thielemans, Willem Heylen sowie Jozef Dumoulin)
Als Sideman
Serge Lazarevitch Quartet: London Baby, 1990 Diederik Wissels: Kamook, 1992 Serge Lazarevitch: Walk With A Lion, 1993 Michel Herr & Archie Shepp: Just Friends, 1993 Diederik Wissels & David Linx: If One More day, 1993 Steve Houben: Année Sax 1994, 1994 Diederik Wissels: The Hillock Songstress, 1994 Félix Simtaine: Intensive Act, 1996 Diederik Wissels: From This Day Forward, 1997 Brussels Jazz Orchestra: The September Sessions, 1999 Amina Figarova Septet: Firewind, 1999 Olivier Collette: Joy & Mystery, 2001 Brussels Jazz Orchestra: The Music of Bert Joris, 2002 Nathalie Loriers Trio+Extensions: Tombouctou, 2002 Amina Figarova Septet: Night Train, 2002 Kenny Werner & Brussels Jazz Orchestra: Naked in the Cosmos, 2003 Saxkartel: Airdance, 2004 (mit Robin Verheyen, Sara Meyer und Tom Van Dyck) Philip Catherine, Bert Joris & Brussels Jazz Orchestra: Meeting Colours, 2005 Amina Figarova Septet: Come Escape with Me, 2005 Saxkartel: Yellow Sounds and other Colours, 2007 Mimi Verderame: Wind, 2011 Diederik Wissels: The Hillock Songstress, 2014 Tutu Puoane & Brussels Jazz Orchestra: We Have a Dream, 2018
Weblinks Webpräsenz [ Diskographie bei Allmusic] Kurzbiographie Jazz in Belgium
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Saxophonist Kategorie:Hochschullehrer (Königliches Konservatorium Antwerpen) Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann