miniatur|Karl-Heinz Appelt (r.) und Jo Jastram 1983 beim IX. Kongress des Verbandes Bildender Künstler der DDR miniatur|hochkant|Die Kranken pflegen, Eisenach, 2007
Karl-Heinz Appelt (* 20. Juli 1940 in Radebeul; † April 2013 in Kahla) war ein deutscher Bildhauer, Plastiker und Grafiker.Nachruf auf Karl-Heinz Appelt
Leben und Werk Appelt absolvierte im VEB Elbe-Naturstein Dresden von 1955 bis 1958 eine Lehre und als Steinmetz und Steinbildhauer und arbeitete dann bis 1960 als Steinbildhauer. Von 1960 bis 1965 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fachbereich Bildhauerei und Plastik bei Walter Arnold, Gerd Jaeger, Herbert Naumann und Hans Steger. Ab 1965 war er freiberuflich in Jena und ab 1978 in Kahla tätig. Er war einer von 26 Bildhauern, die an der 450 m² großen Reliefwand „Lied des Lebens“ im Kultur- und Kongresszentrum Gera mitwirkten.
Von 1967 bis 1990 war Appelt Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR, u. a. als stellvertretender Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung Plastik. Nach der deutschen Wiedervereinigung gehörte er der Thüringer Sezession an.
Appelt hatte in der DDR und nach der deutschen Wiedervereinigung eine bedeutende Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1967 bis 1988 an allen fünf Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.
Ab 1991 hatte Appelt einen Lehrauftrag für Plastik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Von 1993 bis 2005 war er dort der Leiter der Werkstatt für Plastisches Gestalten.
Werke Appelts befinden sich insbesondere im öffentlichen Raum und in Museen und öffentlichen Sammlungen.
Ehrungen (Auswahl)
1973: Preis der Internationalen Kleinplastik-Ausstellung Budapest
1975: Erich-Weinert-Medaille 1976: Preis für Plastik der Ausstellung Junge Künstler der DDR
1978: Kunstpreis der DDR 1981: Kunstpreis der Stadt GeraBildende Kunst, Berlin, 1/1982 Kunstpreis des FDGB
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Appelts (unvollständig)
Berlin: Neue Nationalgalerie Dresden: Skulpturensammlung Leipzig: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig Rostock: Kunsthalle Rostock
Weitere Werkbeispiele Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur; weitere: Schildkröte (1966; Spielplastik, Beton, 1,53 × 2,50 × 1,40 m; Jena-Nord, heutige Ottogerd Mühlmann-Straße, Spielwiese des Kindergartens)Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 94
Das Kleid (1985; CN-Stahl, Höhe 34 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Literatur
Helga Sciurie: Karl Heinz Appelt. Ein junger Bildhauer des Bezirkes Gera. In: Bildende Kunst, Berlin, 1971, S. 11–13 Brigitte Hartel: Blick ins Atelier. Karl-Heinz Appelt. In: Bildende Kunst, Berlin, 1976, S. 346–348 Lothar Toepel (Bearbeiter): Lied des Lebens. Wandgestaltung im Foyer des Hauses der Kultur Gera. Rat des Bezirkes Gera, Abt. Kultur, 1983 Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 4, 1992, S. 552 Appelt, Karl-Heinz. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 28/29
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Grafiker (Radebeul) Kategorie:Bildhauer (Radebeul) Kategorie:Hochschullehrer (HGB Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann