Basisdaten Bestandszeitraum 1934–1946 Verwaltungssitz Neustrelitz Einwohner 63.814 (1939) Gemeinden 165 (1939) 250px Landkreis Stargard
Der Landkreis Stargard war von 1934 bis 1946 ein Landkreis in Mecklenburg. Der Kreissitz befand sich in Neustrelitz. Das Kreisgebiet gehört heute größtenteils zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern sowie zu einem geringeren Teil zum brandenburgischen Landkreis Oberhavel.
Geschichte Nachdem die Freistaaten Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz am 1. Januar 1934 zum Land Mecklenburg wiedervereinigt worden waren, wurde aus den beiden Ämtern Stargard und Strelitz sowie den bis dahin amtsfreien Städten Feldberg, Friedland, Fürstenberg, Mirow, Stargard, Wesenberg und Woldegk am 15. Januar 1934 der Kreis Strelitz gebildet. Am 16. März 1934 wurde der Kreis in Kreis Stargard umbenannt. Die beiden Städte Neubrandenburg und Neustrelitz blieben kreisfrei; Neustrelitz bildete fortan einen Stadtkreis und Neubrandenburg erhielt einen Sonderstatus als kreisfreie Stadt. Am 1. April 1934 schied die Gemeinde Zierke aus dem Kreis aus und wurde in die Stadt Neustrelitz eingemeindet. Am 1. April 1939 wechselte die Gemeinde Liepen b. Kratzeburg aus dem Landkreis Waren in den Kreis Stargard.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung des Kreises in Landkreis Stargard geändert. Der Landkreis gehörte nun zum Land Mecklenburg-Vorpommern in der Sowjetischen Besatzungszone. Am 1. April 1946 wurde der Landkreis aufgelöst. Aus seinem nordöstlichen Teil wurde unter Einschluss der Stadt Neubrandenburg der Landkreis Neubrandenburg gebildet und aus seinem südwestlichen Teil unter Einschluss der Stadt Neustrelitz der Landkreis Neustrelitz. Diese beiden Kreise wurden 1952 dem Bezirk Neubrandenburg der DDR zugeordnet.
Nachleben 1994 wurde der Landkreis Mecklenburg-Strelitz in den Grenzen des Landkreises Stargard von 1946 mit Ausnahme der seit 1969 wiederum kreisfreien Stadt Neubrandenburg und des 1950 an Brandenburg abgetretenen Fürstenberger Werders neu gebildet. Im Zuge der Kreisgebietsreform 2011 ging der Landkreis Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auf.
Politik Landdroste 1920–1921 Hans Leuß 1921–1933 Wilhelm Ulm 1933–1934 Walter von Lingelsheim (1901–1962)
Amtshauptmänner/Landräte 1934 Fritz Stichtenoth (1895–1935) 1934–1945 Rudolf Schildmann (1902–1987)
Einwohnerentwicklung EinwohnerVolkszählung 1946 1933 1939 1946 Landkreis Stargard62.21863.81470.972 Die Einwohnerzahlen der Städte des Landkreises im Jahre 1939: Gemeinde Einwohner Burg Stargard 3334 Feldberg 1589 Friedland 8540 Fürstenberg 5097 Mirow 3172 Wesenberg 2304 Woldegk 3564
Städte und Gemeinden Im Jahre 1939 umfasste der Landkreis Stargard sieben Städte und 158 weitere Gemeinden: Ahrensberg Alt Käbelich Babke Badresch Ballin Ballwitz Bargensdorf Barsdorf Beseritz Blankenförde-Kakeldütt Blankensee Blumenholz Blumenow Bredenfelde Bresewitz Broda Brohm Brunn Buchholz Burg Stargard, Stadt Cammin Canow Cantnitz Carpin Carwitz Cölpin Conow Dabelow Dahlen Dannenwalde Dewitz Dolgen Drosedow Eichhorst Feldberg, Stadt Fleeth Friedland, Stadt Fürstenberg, Stadt Fürstenhagen Fürstensee Galenbeck Ganzkow Gehren Genzkow Glienke Godendorf Göhren Goldenbaum Golm Gramelow Granzin Grauenhagen Groß Daberkow Groß Nemerow Groß Quassow Groß Schönfeld Grünow Hasselförde Heinrichswalde Helpt Herzwolde Hinrichshagen Hohenstein Hohenzieritz Holldorf Hornshagen Ihlenfeld Jatzke Klein Daberkow Klein Trebbow Klockow Koldenhof Kotelow Kratzeburg Krienke Krumbeck Kublank Küssow Langhagen Läven Leppin Leussow Lichtenberg Liepen Liepen b. Kratzeburg Lindow Loitz Lübbersdorf Luisenhof Lüttenhagen Mariawerth Matzdorf Mechow Mildenitz Miltzow-Holzendorf Mirow, Stadt Möllenbeck Neddemin Neetzka Neuendorf Neuenkirchen Neugarten Neuhof Neverin Pasenow Peetsch Petersdorf Plath Pragsdorf Prälank Priepert Quadenschönfeld Quastenberg Ramelow Rattey Rehberg Rödlin Roga Roggenhagen Roggentin Rossow Rowa Rühlow Sabel Sadelkow Salow Sandhagen Schlicht Schönbeck Schönhausen Schwanbeck Schwichtenberg Sponholz Starsow Staven Steinförde Strasen Teschendorf Thurow Tornow Triepkendorf Trollenhagen Usadel Userin Voigtsdorf Voßwinkel Wanzka Warbende Warlin Watzkendorf Weisdin Weitin Wesenberg, Stadt Wittenborn Wittenhagen Wokuhl Woldegk, Stadt Wrechen Wulkenzin Wustrow Zachow Zippelow Zirtow Zirzow Zwenzow Im Verlauf der 1930er Jahre fand eine größere Zahl von Eingemeindungen statt: Bassow, zu Sadelkow Below, zu Voßwinkel Bergfeld, zu Grünow Boltenhof, zu Blumenow Brückentin, zu Dabelow Canzow, zu Petersdorf Comthurey, zu Dabelow Cosa, zu Brohm Dalmsdorf, zu Kratzeburg Dishley, zu Ramelow Drewin, zu Klein Trebboe Drögen, zu Buchholz Flatow, zu Warbende Friedrichshof b. Friedland, zu Wittenborn Friedrichshof b. Neetzka, zu Golm Friedrichsfelde, zu Groß Schönfeld Georgendorf, zu Rühlow Georgenhof, zu Carpin Glambeck, zu Weisdin Glocksin, zu Neverin Gnewitz, zu Hasselförde Godendorfer Teerofen, zu Godendorf Godenswege, zu Holldorf Grammertin, zu Wokuhl Gramzow, zu Buchholz Grünplan, zu Canow Hohenmin, zu Neddemin Katzenhagen, zu Neetzka Klein Nemerow, zu Groß Nemerow Klein Quassow, zu Groß Quassow Kreckow, zu Groß Daberkow Krickow, zu Usadel Krüselin, zu Mechow Marienhof, zu Dewitz Menow, zu Steinförda Mirowdorf, zu Mirow Neucanow, zu Wustrow Neuhaus, zu Bredenfelde Neu Käbelich, zu Alt Käbelich Ollendorf, zu Grünow Oltschlott, zu Hinrichshagen Pleetz, zu Roga Podewall, zu Trollenhagen Prillwitz, zu Zippelow Riepke, zu Cammin Rollenhagen, zu Rödlin Rosenhagen, zu Ballin Stolpe, zu Möllenbeck Tornowhof, zu Wittenhagen Ulrichshof, zu Miltzow-Holzendorf Vorheide, zu Rehberg Weitendorf, zu Lüttenhagen Wendfeld, zu Zippelow Wendorf, zu Lichtenberg Wutschendorf, zu Herzwolde Zierke, zu Neustrelitz Zinow, zu Thurow
Weblinks Kreis Stargard Verwaltungsgeschichte und die Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 6. Mai 2014.
Einzelnachweise
Stargard Kategorie:Geschichte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Stargard Kategorie:Aufgelöst 1946