Der Luntenspieß ist eine frühbarocke Stangenwaffe, ein Werkzeug und gleichzeitig ein Rang- oder Statussymbol aus dem 16. Jahrhundert.
Verwendung mini|Abfeuern einer Kanone mit einem Luntenspieß Der Luntenspieß gehörte zur Ausrüstung der Artillerieoffiziere. Er ist genauso aufgebaut wie eine Partisane, mit Ausnahme eines oder zwei Haken, die seitwärts der Tülle rechts oder links angebracht sind. Diese Haken sind mit einer Klemmvorrichtung versehen, mit der man eine glimmende Lunte festklemmen kannWendelin Boeheim: Handbuch der Waffenkunde Fourier Verlag, Wiesbaden 1985, Seite 322, 323 (original 1890), ISBN 978-3-921695-95-1. Der Träger des Luntenspießes konnte damit das ihm unterstellte Geschütz zünden. Der Vorteil war, dass man beim Zünden Abstand zum Geschütz wahren konnte und dass beim Angriff auf die Geschützstellung eine Abwehrwaffe sofort zur Verfügung stand. Des Weiteren war der Luntenspieß ein Rangabzeichen und drückte die Stellung des Offiziers aus. Nachdem die Zündung der Geschütze nicht mehr mit einer Lunte erfolgte, verlor der Luntenspieß seine Bedeutung.
Siehe auch Artillerie
Literatur Georg Ortenburg: Waffe und Waffengebrauch im Zeitalter der Kabinettskriege. Verlag Bernard & Graefe, 1986, ISBN 978-3-7637-5463-2. Georg Ortenburg: Waffe und Waffengebrauch im Zeitalter der Landsknechte. Verlag Bernard & Graefe, 1984, ISBN 978-3-7637-5461-8.
Einzelnachweise
Weblinks
Luntenspieß in Myseum.de Jürgen H. Fricker Historische Waffen Historische Abbildung mit Luntenspieß, Hausstiftung der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen
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