mini|Christian Ségur-Cabanac (2014) Christian Ségur-Cabanac (* 15. November 1948 in Wien) ist ein österreichischer Offizier. Er war als Offizier des Österreichischen Bundesheeres zuletzt Leiter der Sektion IV im Bundesministerium für Landesverteidigung im Range eines Generalleutnants.

Familie Christian Ségur-Cabanac wurde am 15. November 1948 als Sohn des nachmaligen österreichischen Generals (Graf) August Ségur-Cabanac (1922–2011) und dessen Ehefrau Christine Bennier (1925–2010) in Wien geboren und entstammt einer alten, ursprünglich französischen Adelsfamilie, die Grafen von Ségur, deren österreichischer Familienzweig sich in der Zeit der Französischen Revolution bildete und die seit Generationen Politiker und Militärs stellt.

Ségur-Cabanac ist seit 1972 mit Maria Isabella (Maribelle) Banfield-Mumb von Mühlhaim (* 1947) verheiratet und Vater von vier Kindern. Ein Sohn, Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac, ist ehemaliger Kommandant des Jagdkommandos. Christian Ségur-Cabanac ist engagierter Katholik, Ehren- und Devotionsritter des Souveränen Malteserordens und ist seit zwanzig Jahren in seiner Wohnpfarre als Pfarrgemeinderatsmitglied aktiv. Sein Bruder ist der Brigadier René Ségur-Cabanac.

Militärische Laufbahn Nach der Absolvierung der Theresianischen Militärakademie war er von 1968 bis 1971 zunächst als Leutnant im Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing als Zugskommandant eingesetzt, anschließend war er Kompanie- und auch Bataillonskommandant. Von 1979 bis 1982 absolvierte er die Generalstabsausbildung und ab 1982 war er im Führungsstab des Armeekommandos eingesetzt. Ab 1993 war er mit der Leitung der Operationsabteilung im Bundesministerium betraut und daher auf der obersten militärstrategischen Ebene verantwortlich für die Führung des Bundesheeres bei Einsätzen im In- und Ausland, einschließlich der Vor- und Nachbereitung von Einsätzen. 1999 bis 2001 war Ségur-Cabanac zusätzlich Stellvertreter des Leiters der Generalstabsgruppe B.

Seit Ende 2008 war er Leiter der Sektion IV (Einsatz) im Ministerium, gleichzeitig wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 2. Juli 2013 wurde er von Generalleutnant Karl Schmidseder abgelöst und trat in den Ruhestand.

Auszeichnungen und Ehrenzeichen 1999: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 zum Stand 23. April 2012 (PDF; 6,9 MB). 2008: Komtur mit Stern des Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des GroßenAAS 100 (2008), n. 9, p. 665.

2011: Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Kärnten Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich Einsatzmedaille für militärische Landesverteidigung Wehrdienstzeichen 3. Klasse Wehrdienstzeichen 2. Klasse Wehrdienstzeichen 1. Klasse Wehrdienstmedaille in Bronze

Schriften (Auswahl) mit Wolfgang Etschmann (Hrsg.): 50 Jahre Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres (= Schriften zur Geschichte des Österreichischen Bundesheeres). Hrsg. vom Generalstab des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und dem Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2010, ISBN 978-3-9502653-1-6.

Weblinks

Artikel über die Bestellung neuer Führungskräfte im Jänner 2008 Artikel über die Bestellung neuer Sektionsleiter im Juli 2013

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Zweite Republik Österreich) Kategorie:Sektionsleiter (Republik Österreich) Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie Kategorie:Ehren- und Devotions-Ritter des Malteserordens Kategorie:Person (Großpriorat von Österreich des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens) Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur mit Stern) Kategorie:Person (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann