Tom Towles (* 20. März 1950Dieses Geburtsdatum gibt Towles auf seiner „offiziellen“ Website an; in älteren Biografien kursierte häufig das Datum 10. Dezember 1950. in Chicago, Illinois; † 2. April 2015 in Pinellas County, FloridaTom Towles, Actor in Rob Zombie Films, Dies at 65) war ein amerikanischer Schauspieler.

Leben Towles wuchs in Chicago auf und trat nach dem Besuch der Highschool in das US Marine Corps ein. Nach seinem Abschied von den Marines studierte er Anfang der 1970er Jahre zunächst Photographie, später Schauspiel am Columbia College Chicago. Bereits 1971 gehörte er zum Ensemble von Stuart Gordons Organic Theater und wirkte dort in der dreiteiligen Science-Fiction-Saga Warp! mit, die in Chicago zu einem Kulterfolg wurde auf organictheater.org und es 1973 sogar zu einem kurzen Gastspiel am New Yorker Broadway brachte.Informationen auf books.google.de Zu den Organics, die später auch die erste professionelle Produktion eines Stückes von David Mamet (Sexual Perversity in Chicago, Juni 1974) auf die Bühne brachten, gehörten neben Towles Schauspieler wie John Heard, Dennis Franz, Bruce Taylor, Joe Mantegna und Warren Casey. Towles gehörte dem Ensemble bis in die 1980er Jahre an, spielte aber auch an anderen Theatern, so 1987 am The Goodman Theatre des Art Institute of Chicago in einer Inszenierung von Georges Feydeaus A Flea in Her Ear (La puce à l’oreille).

Seine erste größere (und gleichzeitig seine bekannteste) Filmrolle hatte Towles in John McNaughtons Regieerstling Henry: Portrait of a Serial Killer, in dem Towles eine an den realen Serienkiller Ottis Toole angelehnte Figur spielte. Der 1986 gedrehte Low-Budget-Film kam erst 1989 in die Kinos und entwickelte sich anschließend über die Jahre zu einem Kultfilm. Towles wurde für seine Darstellung 1991 bei den Independent Spirit Awards als bester Nebendarsteller nominiert.Tom Towles and Michael Rooker Enter Delamorte’s Dungeon of Deadly Delights auf dreadcentral.com

Nach diesem Einstieg folgten Rollen in Splatterfilmen, die von renommierten Genreregisseuren wie Tom Savini oder Towles’ ins Filmgeschäft übergewechseltem Organics-Kollegen Stuart Gordon inszeniert wurden. Später gehörte er in den Filmen Rob Zombies zur Stammbesetzung. Auch in einigen Hollywood-Mainstreamproduktionen war er zu sehen, vor allem aber in Episodenrollen in Fernsehserien wie Star Trek: Deep Space Nine, Seinfeld, NYPD Blue, L.A. Law, Emergency Room (ER), Hinterm Mond gleich links (3rd Rock from the Sun), Star Trek: Voyager, Profiler, Pretender, Firefly – Der Aufbruch der Serenity, CSI: Den Tätern auf der Spur und Malcolm mittendrin (Malcolm in the Middle).

Filmografie (Auswahl) 1975: Hundstage (Dog Day Afternoon) – Regie: Sidney Lumet 1985: Pink Nights – Rosarote Träume (Pink Nights) – Regie: Phillip Koch 1986: Henry: Portrait of a Serial Killer – Regie: John McNaughton 1987: Jack and Mike (Fernsehserie, Folge 1x11 Charity Ball) 1990: Verrückte Zeiten (Men Don’t Leave) – Regie: Paul Brickman 1990: Die Rückkehr der Untoten (Night of the Living Dead) – Regie: Tom Savini 1991: Meister des Grauens (The Pit and the Pendulum) – Regie: Stuart Gordon 1991: Alienkiller (The Borrower) – Regie: John McNaughton 1993: Fortress – Die Festung (Fortress) – Regie: Stuart Gordon 1993: Sein Name ist Mad Dog (Mad Dog and Glory) – Regie: John McNaughton 1993: Blood in, Blood out – Verschworen auf Leben und Tod (Bound by Honor) – Regie: Taylor Hackford 1994: Kampf der Hyänen (Girls in Prison, Fernsehfilm) – Regie: John McNaughton 1996: God’s Lonely Man – Regie: Frank von Zerneck Jr. 1996: The Rock – Fels der Entscheidung (The Rock) – Regie: Michael Bay 1996: Normal Life – Regie: John McNaughton 1997: Gridlock’d – Voll drauf! (Gridlock’d) – Regie: Vondie Curtis-Hall 1997: Die Krieger des Tao-Universums (Warriors of Virtue) – Regie: Ronny Yu 1997: Night of the Lawyers – Regie: Phillip Koch 1998: God’s Army II – Die Prophezeiung (The Prophecy II) – Regie: Greg Spence 1999: Meyer Lansky – Amerikanisches Roulette (Lansky) – Regie: John McNaughton 2000: More Dogs than Bones – Blutige Millionenjagd (More Dogs Than Bones) – Regie: Michael Browning 2002: The Visitor (Groom Lake) – Regie: William Shatner 2003: Haus der 1000 Leichen (House of 1000 Corpses) – Regie: Rob Zombie 2005: The Devil’s Rejects – Regie: Rob Zombie 2006: Miami Vice – Regie: Michael Mann 2007: Werewolf Women of the SS (Fake-Trailer in Grindhouse) – Regie: Rob Zombie 2007: Home Sick – Regie: Adam Wingard 2007: Halloween – Regie: Rob Zombie 2008: Legion der Vampire (Blood on the Highway) – Regie: Barak Epstein & Blair Rowan

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann