Joan Davis (* 29. Juni 1912 in Saint Paul, Minnesota als Madonna Josephine Davis; † 22. Mai 1961 in Palm Springs, Kalifornien) war eine amerikanische Schauspielerin und Komikerin, die vor allem durch Auftritte in Komödien bekannt wurde.
Leben Ihre Karriere umfasst Vaudeville, Film, Radio und Fernsehen. Ihr erster Film, in dem auch ein zu diesem Zeitpunkt noch unbekannter Roy Rogers mitspielte, war Way Up Thar (1935) für Educational Pictures. Danach nahm die Schwesterfirma von Educational, Twentieth Century Fox, Davis unter Vertrag. Groß und schlaksig mit einer komischen Stimme wurde sie als einer der wenigen weiblichen Clowns ihrer Zeit bekannt. Sie hatte eine erfolgreiche Karriere im Bereich der B-Movies und als Hauptstar einer in den 1940er Jahren ausgestrahlten komödiantischen Radiosendung. Vielleicht ist sie am ehesten bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Bud Abbott und Lou Costello in Hold That Ghost (1941), wodurch sie einen Ruf als fehlerlose physische Darstellerin in Sachen Komödie bekam. Ihr Pantomimen-Auftritt im 1944er-Film Beautiful but Broke ist eine Slapstick-Episode und ihr darin zu sehendes Timing der Bewegung und Reaktionen ist sehr präzise.
Sie arbeitete auch mit Eddie Cantor in Show Business (1944) und If you Knew Susie (1948) zusammen. Außerhalb der Leinwandszenerie waren Cantor und Davis ebenfalls eng befreundet. Am bekanntesten wurde die Schauspielerin durch die komödiantische Fernsehserie I Married Joan, die von 1952 bis 1955 ausgestrahlt wurde. Anschließend zog sie sich weitgehend ins Privatleben zurück, auch wegen gesundheitlicher Probleme.
Am 22. Mai 1961 starb sie an einen Herzanfall im Alter von 48 Jahren. Sie wurde im Holy Cross Cemetery Mausoleum in Culver City, Kalifornien beigesetzt. Am 24. Oktober 1963 wurden die Mutter von Joan Davis, die Tochter Beverly Wills, ebenfalls Schauspielerin, und deren zwei Kinder während eines Hausbrands in Palm Springs, Kalifornien, getötet. Für ihren Beitrag zur Filmindustrie bekam Joan Davis einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, 1501 Vine Street.
Filmografie 1935: Way Up Thar 1935: Millions in the Air 1936: Bunker Bean 1937: The Holy Terror 1937: On the Avenue 1937: Time Out for Romance 1937: The Great Hospital Mystery 1937: Angel’s Holidays 1937: Sing and Be Happy 1937: You Can’t Have Everything 1937: Wake Up and Live 1937: Hoheit flirtet (Thin Ice) 1937: Life Begins in College 1937: Love and Hisses 1938: Sally, Irene and Mary 1938: Josette 1938: My Lucky Star 1938: Hold That Co-ed 1938: Just Around the Corner 1939: Tail Spin 1939: Skinny the Moocher 1939: Too Busy to Work 1939: Day-Time Wife 1940: Free, Blonde and 21 1940: Sailor’s Lady 1940: Manhattan Heartbeat 1941: For Beauty’s Sake 1941: Hold That Ghost 1941: Adoptiertes Glück (Sun Valley Serenade) 1941: Two Latins from Manhattan 1942: Yokel Boy 1942: Sweetheart of the Fleet 1943: He’s My Guy 1943: Two Señoritas from Chicago 1943: Around the World 1944: Beautiful But Broke 1944: Show Business 1944: Kansas City Kitty 1944: She Gets Her Man 1944: George White’s Scandals 1946: She Wrote the Book 1948: If You Knew Susie 1950: The Traveling Saleswoman 1950: Love That Brute 1951: The Groom Wore Spurs 1952: Harem Girl 1952–1955: I Married Joan (Fernsehserie, 98 Folgen)
Award-Nominierungen Emmy Award als Best Comedienne (1953)
Literatur Ben Ohmart: Hold That Joan — The Life, Laughs & Films of Joan Davis. BearManor Media, Albany 2007, ISBN 1-59393-046-1. Philip Rapp: The Television Scripts of Philip Rapp. BearManor Media, Albany 2006, ISBN 1-59393-070-4. David C. Tucker: The Women Who Made Television Funny. McFarland, 2007, ISBN 978-0-7864-2900-4.
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