Hugo Alexander Oelbermann (auch Hugo Ölbermann) (* 4. Oktober 1832Friedrich Pauli; Franz Brümmer. in Müllenbach, Kreis Gummersbach; † 1898Horst Heidermann. in Bad Godesberg) war ein deutscher Dichter und Buchhändler. Seine Pseudonyme waren Hugo von Müllenbach, Ernst Thränenlacher und Nath. Faust.Michael Holzmann, Hanns Bohatta: Deutsches Pseudonymen-Lexikon. Wien 1906, S. 13, 87, 188.
Leben Hugo Oelbermann war der Sohn des Pfarrers Friedrich Oelbermann und der Marianne geb. Komp, verw. v. Wenckstern. Der Schriftsteller und Journalist Otto von Wenckstern war sein Stiefbruder. Seine Schulbildung erhielt Hugo in einem Knabeninternat und auf der Rektorsschule in Gummersbach. 1848 kam er nach Barmen, um bei Wilhelm Langewiesche (geb. 1807) Buchhändlerlehrling zu werden. In Barmen lernte Emil Rittershaus und Carl Siebel kennen, mit denen er den Wuppertaler Dichterkreis begründete.„Unter Hugo Oelbermann’s Präsidium thaten sich mit Emil R. Karl Siebel, K. G. Wilh. Wens, W. Langewiesche d. J. u. A., noch halbe Knaben, zum „Wupperbund“ für theoretische und praktische Pflege der „schönen Wissenschaften“ zusammen. “ () Später, nach 1853, war er als Buchhändler in Königsberg, Gotha, Zürich und Leipzig tätig. In Leipzig schrieb er auch für Die Gartenlaube. Am 19. Oktober 1859 bat er Siebel, bei Friedrich Engels oder Karl Marx anzufragen, ob diese ihn finanziell unterstützen könnten.Marx-Engels-Gesamtausgabe. Abteilung III. Band 10. Akademieverlag, Berlin 2000 S. 697. 1866 half er mit, das Grabmal von Friederike Brion durch den Bildhauer Wilhelm Hornberger mit einer Statue zu versehen.Hermann Wiedtemann: Am Grabe Friederike Brions. Gedenkworte zum 200, Geburtstag Friederike Brions. In: Badische Heimat. 33 (1953) S. 60–63. Digitalisat Hugo Oelbermann soll sich der „Junggermanischen Schule“ angeschlossen haben, wie es in einer Veröffentlichung über Marie von Ebner-Eschenbach heißt.
1882 gründete er das „Bonner Montagsblatt“. Oelbermann wurde am 2. November 1898 auf dem Godesberger Burgfriedhof beigesetzt.Horst Heidermann: Unter Linden an dem Rhein – die Ruhestätten der Wuppertaler in Bonn und Bad Godesberg.
Sein Gedicht „Maienglöcklein“ vertonte Paul Hindermann.NEBIS Katalog Sein Gedicht „O säh ich auf der Heide dort“ vertonte Franz Neuhofer Opus 28.Digitalisat
In der Datenbank Kalliope sind Briefe von ihm mit den Standorten an Julius Campe, die J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Lorenz Diefenbach, Luise Förster (1794–1877), Karl Gutzkow, Hermann Kletke, Adolf Stern u. a. nachgewiesen.
Werke Rosalinde. Eine Herzensgeschichte in Versen. J. H. Bons, Königsberg in Preußen 1854.Rezension in: Die Grenzboten. 13. Jg. II. Semester. IV. Band. Leipzig 1854, S. 30. Digitalisat Gedichte. Hoffmann und Campe, Hamburg 1856. DigitalisatRezension von Robert Eduard Prutz in: Deutsches Museum. 1856, S. 469–473. Herzbilderbuch. Dichtungen. Luppe, Leipzig 1859. (2. Auflage. Rheinische Verlags-Anstalt, Bonn / Bär, Leipzig 1860) Denkrede auf Vater Arndt. Rheinische Verlags-Anstalt, Bonn 1860. Ernst Thränenlacher (Hrsg.): Xenien in Prosa oder Die Extrablätter des Genius. Fliegende Arabesken zur laufenden Literatur- und Kulturgeschichte. Rheinische Buchhandlung, Bonn 1861. DigitalisatRezension von Melchior Meyr in: Deutsches Museum. 1862, S. 633–634. Ernst Thränenlacher: Kulturabenteuer. Historien aus der wirklichen Welt. Rheinische Buchhandlung H.Oelbermann, Bonn 1861. Rom am Rhein. 2 Bände. Rheinische Buchhandlung H. Oelbermann, Bonn 1861. Muckerromantik oder Tagebuch eines Seelsuchers. Roman aus dem Wupperthal. Rheinische Buchhandlung H.Oelbermann 1861. Digitale Sammlungen Universität Bonn Germanische Melodien. Theilweise frei nach Lord Byron's hebräischen Melodien. Rheinische Verlags-Anstalt, Bonn 1862. Der Lebküchler aus der Töngesgasse.Das ist Vinzenz Fettmilch. Frankfurt am Main 1868. (Separat-Abdruck aus dem „Frankfurter Beobachter“) Denkrede auf Otto Wigand. Leipzig 1870. (Aus: Leipziger Tageblatt vom 9. September 1870) Liebe und Brod oder Die Novelle des alten Mannes. Familien-Roman aus dem neunzehnten Jahrhundert. 2 Bände. H. Costenoble, Jena 1872. (2. Ausgabe 1872) Bonner Traktat, Socialpolitische Studien, als eben so viele Beiträge zum Stückwerk unseres Wissens und Weissagens von göttlichen und menschlichen Dingen. Otto Wigand, Leipzig 1890.
Literatur Friedrich Pauli: Wegweiser für Freunde der bildenden Künste. Matthes, Leipzig 1867, S. 112. Digitalisat Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 178. Digitalisat Joachim Bark: Der Wuppertaler Dichterkreis. Untersuchungen zum poeta minor im 19. Jahrhundert. Bouvier, Bonn 1969. ISBN 3-416-00645-3.
Weblinks Horst Heidermann: Unter Linden an dem Rhein – die Ruhestätten der Wuppertaler in Bonn und Bad Godesberg. S. 54–55. Digitalisat Personalakten der DSS Gedicht des Autors Hugo Oelbermann Gedichte von Hugo Oelbermann O laß sie blühn, die sanften Tage! von Hugo Oelbermann
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