Das Nord-Malé-Atoll ist ein geographisches Atoll der Malediven. Die maledivische Hauptstadt Malé auf der im Süden des Atolls gelegenen Insel Malé ist Teil des Atolls. Mit einer Gesamtfläche von 1.568 km² ist das Nord-Malé-Atoll das fünftgrößte Atoll der Malediven. Davon entfallen 349 km² auf Korallenriffe und 9,40 km² auf die Inseln.Abdulla Naseer: PRE-AND POST-TSUNAMI COASTAL PLANNING AND LAND-USE POLICIES AND ISSUES IN THE MALDIVES
Beschreibung Lage Das Atoll gehört zur östlichen Kette der Malediven und wird zur zentralen Atollgruppe Medhuraajjé gezählt. Unmittelbar nördlich des Atolls liegen das Gaafaru-Atoll sowie die isolierte Insel Kaashidhoo, weiter nördlich befindet sich das Faadhippolhu-Atoll (auch Lhaviyani-Atoll genannt). Im Süden, getrennt durch den Vaadhoo-Kanal, befindet sich das Süd-Malé-Atoll, die benachbarten Atolle im Westen sind das Ari-Atoll, das Rasdhoo-Atoll sowie die Insel Thoddoo.
Wie überall auf den Malediven herrscht ein konstant heißes, durch den Monsun geprägtes, tropisches Klima.
Beschreibung der Inseln Das Nord-Malé-Atoll besteht aus ungefähr 50 größeren Inseln; die Hauptstadt Malé und ihr Flughafen liegen im Süden des Atolls. Mit 107.223 Einwohnern (davon 103.693 im Stadtgebiet Malé) (Stand 2006/07) ist das Nord-Malé-Atoll das mit Abstand bevölkerungsreichste Atoll des Staates.
Nahezu alle Inseln sind bewohnt oder werden touristisch oder industriell genutzt. Mit knapp 30 Touristeninseln und dem internationalen Flughafen ist das Atoll die meistbesuchte Urlaubsregion des Landes, die Stadt Malé selbst ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Malediven.
Verwaltungsgliederung Administrativ ist das Nord-Malé-Atoll in zwei Verwaltungsbezirke aufgeteilt: der Großteil des Atolls bildet zusammen mit dem Süd-Malé-Atoll, Gaafaru und Kaashidhoo das Verwaltungsatoll Kaafu mit Thulusdhoo als Verwaltungszentrum, die Stadtinsel Malé und die angegliederten Inseln Villingili, Hulhumalé sowie die Flughafeninsel Hulhulé werden dagegen als spezielle Hauptstadtregion direkt von der Regierung verwaltet.
Inseln des Nord-Malé-Atolls Bewohnte Inseln Malé (Insel), mit gleichnamiger Hauptstadt der Malediven Hulhumalé, künstliche Insel, Stadtteil von Malé Villingili, auch: Vilimalé, Stadtteil von Malé Hulhulé, Flughafen von Malé, Teil von Malé Gulhi Falhu, im Bau befindliche Hafeninsel, Teil von Malé
Dhiffushi Himmafushi Huraa Thulusdhoo, Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Kaafu Huraagandu, als Thulusdhoo-Huraagandu Teil des Ortes Thulusdhoo, Damm zwischen den Inseln in Planung
Touristeninseln Asdhoo, auch: Asdu Sun Island Baros Bodubandos, auch: Bandos Boduhithi, auch: Coco Palm Eriyadhoo, auch: Eriyadu Farukolhufushi, kurz: Faru Furanafushi, kurz: Furana, auch: Furan-nafushi oder touristisch Full Moon Beach Gasfinolhu Giraavaru, auch: Giravaru Helengeli Hembadhoo, auch: Taj Coral Reef Ihuru, auch: Angsana Ihuru Kanifinolhu Kanuhuraa, auch: Kanuhura Kudahithi Kudahuraa, auch: Kuda Huraa Lankanfinolhu, auch: Paradise Island Lankanfushi, auch: Soneva Gili Lhohifushi Madivaru, auch: Banyan Tree Madivaru Makunudhoo, auch: Makunudu Medhufinolhu, auch: Reethi Rah Meerufenfushi, kurz: Meeru Nakachchaafushi, auch: Nakatchafushi, Nakatchaafushi oder kurz: Nakatcha Thulhaagiri, auch: Thulhagiri Vabbinfaru, auch: Banyan Tree Vabbinfaru Vihamanaafushi, auch: Kurumba, erste Hotelinsel der Malediven (eröffnet 1972)Vihamanaafushi bei malediven-reiseinfo.de Ziyaaraiffushi, auch: Summer Island
Unbewohnte Inseln / Sonstiges Aarah, Privatresidenz des ehemaligen Präsidenten Maumoon Abdul Gayoom Akirifushi, bekannt für das Tauchgebiet Akirifushi Corner Dhoonidhoo, Internierungslager für politische Gegner laut Amnesty InternationalBericht von Amnesty International über die Malediven, 2006 (PDF; 39 kB) Feydhoofinolhu, Gefängnis Funadhoo, im Besitz der State Trading Organization, Lager für Kraftstoffe Girifushi, bekannt für das Tauchgebiet Girifushi Thila Kagi Kanduoih-giri Kudabandos, Erholungsgebiet der Stadt Malé Olhahali, bekannt als Picknickplatz und für das Tauchgebiet Olhahali Caves Rasfari, bekannt als Tauchgebiet Thanburudho, bekannt als Tauchgebiet Thilafushi, künstliche Insel, Mülldeponie und Industriestandort Vabboahuraa Villingilimathidhahuraa
Einzelnachweise
Literatur Wolfgang Därr: Malediven – DuMont Reise-Taschenbuch
Weblinks
Das Nord-Malé-Atoll bei malediven-reiseinfo.de
Kategorie:Atoll Kategorie:Inselgruppe (Malediven) Kategorie:Inselgruppe (Asien) Kategorie:Inselgruppe (Lakkadivensee)
Kategorie:Kaafu